10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weiter

Alles was noch mit der F800S + F800ST + F800GT + F800GS und der F800R zu tun hat.

10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weiter

Beitragvon OSM62 » 02.04.2018, 21:49

Mein bestes/schnellstes Pferd im Stall, die Domain bzw. das Forum zur S 1000 RR wird diesen Monat (20. April) 10 Jahre alt und bei BMW-Motorrad bremst sich "Nutzfahrzeug-Schaller" verschleißfrei (Voith-Retarder) zu den LKW-Zulieferer. Jetzt übernimmt ein neuer "Stratege" (der Finanzen) am 1. Mai das Ruder der BMW-Motorrad. Im Moment dümpelt BMW-Motorrad ohne Kapitän herum.
Nun habe ich mir ein paar Gedanken zum Modellprogramm und BMW-Motorrad an sich gemacht, wie es zum Jahreswechsel 2017/18 als buntes "Gewusel" von ollen Modellen oder Halbfertigprodukten hinterlassen wurde. Seit 30 Jahren ist mein Hauptmotorrad immer eins mit Propeller als Logo und in meiner Eigenschaft als Forenbetreiber habe ich des öfteren ja Gelegenheit über Tellerrand drüber zu schauen und mich über den Stand der Technik zu informieren bzw. ihn zu erfahren. Hier habe ich mal ein paar Meinungen zu den einzelnen Baureihen von BMW zur Tastatur gebracht.

S - Serie:
Ablaufdatum erreicht!

Anstatt teure Ingenieurleistungen in ein Best of Mix: beste Teile vom Markt mit dem besten der S 1000 RR = BMW HP4 RACE zu stecken, und die noch nicht einmal für die Straße zulassungsfähig zu machen, hätten Sie lieber wie sonst auch immer, eine nette "Last Edition" einer S 1000 RR machen sollen und die Energie schon mal die Entwicklung des Nachfolgers mit neuen technischen Gimmicks, neuen modernen Cockpit, vernünftiger Beleuchtungstechnik und neuer Motortechnik die dann wieder "State of the Art" ist, gesteckt. So ein Technologieträger, nach dem Motto, wir zeigen was wir können ist die beste Werbung für eine Marke und ist daher ein Muß für einen Motorradhersteller, der technisch fortschrittlich erscheinen will.
Diese neue Technik sollte natürlich so zeitnah wie möglich in den Nachfolger der S 1000 R einfließen. KTM hat hier schon neue Fakten (Leistung) geschaffen, da dürfte es ein Leichtes sein hier eine neue Bestmarke zu setzen. Für eine nackte 1000er ist die jetzige S 1000 R schon nicht schlecht (fahre ja selber eine), aber wie überall gilt, das bessere ist des guten Feind.
Gleiches gilt für die S 1000 XR.

Bild

Hier sollte man nicht nur in einem Nachfolgemodell die neue Referenz schaffen, sondern eine kleine Modellreihe auf dem Markt bringen, Sport, Sport R (mit besonders guten Fahrwerksteilen), Touring (wirklich länger übersetzt in den größeren Gängen) und mehr Schutz beim fahren, und eine XRX-Version (Metzler Karoo Street auf den Felgen) und eine Optimierung für Gelände.
Man muss sich mal vor Augen führen das BMW in der ganzen aktuellen S1000-Reihe eine einzige Übersetzung (Primärantrieb, Getriebeabstufung und Sekundärüberstzung) für alle Modelle verwendet, also keine Anpassung an die besonderen Anforderungen einer XR z. B. Zwar hat die S 1000 RR bei einem aktuellen Test in der Motorrad gerade noch bewiesen das Sie noch ein sehr gutes Krad ist, aber viele Details zeigen, das Sie mittlerweile in die Jahre gekommen sind, wo andere Hersteller mehr durch Finesse glänzen.

K-Serie:
Die große Baustelle wegen fehlender Modelle und falscher Modellpolitik.

2004/2005 kam der Grund für mein Forenengagment die K 1200 S auf den Markt, der Sporttourer meiner Träume.

Bild

Aber mangels passender Modellpflege sind leider alle ehemaligen 4 Zylinder K-Modelle aus dem Angebot verschwunden.
Hier zeigen erste positive Resonanzen auf den neuen 200PS Sporttourer von Kawasaki, das hier wieder Bedarf ist.
Hier ein kleiner schnell drehender 6 Zylinder, der von der Baubreite so schmal wäre wie der ehemalige 4 Zylinder als Alleinstellungsmerkmal, und der Rest (Fahrwerk, Assistenzsysteme) auf dem aktuellen Stand der Technik, schon wäre da ein passende K-S + R am Markt. Hier könnte ich mir aber auch eine Alternative bei den R-Modellen (siehe R-Serie) vorstellen.
Die aktuelle K 1600 GT ist ja gut und schön (fahre ja schon die 2.), aber hier fängt schon das Dilemma an. Mit 160 PS fährt ein Tourer in dieser Klasse eigentlich locker 250 km/h und schneller (die alte K 1300 GT lief sogar über 260 km/h), aber hier fängt BMW an die Mopeds elektronisch einzubremsen, weil Sie ja an zu wackeln fangen soll. Meine aktuelle K 1600 GT habe ich trotz angegebener 250 km/h noch nicht, trotz Berg runter auf der BAB über 240 km/h nach GPS bekommen. Die "Krönung" des einbremsens bringen Sie gerade bei der K 1600 Gran America, die wird schon bei 162 km/h nicht mehr schneller.
2010 hatten Sie den 6 Zylinder in einem Conceptbike, der Concept 6 vorgestellt. Das wäre wenigstens eine passende Basis als Ersatz für die K 1300 R gewesen, dessen Ende da schon absehbar war. So eine K 1600 R als reines Nackedbike (kein Chopperverschnitt), nicht eingebremst wäre auch ein passendes BIG-BIKE Statement gewesen, in Erinnerung an die Kawasaki Z1300.
Und als Nachfolger, in ein paar Jahren, könnte BMW mit einem Hybridantrieb, kleinerer Motor mit richtig starken Elektroboost (50kw und oder mehr) im Motorradbereich auch hier die Technologieführerschaft darstellen sollen. Auf der einen Seite das lautlose rausrollen aus der Stadt oder durch "lärmempfindliche" Bereiche, auf der Bahn dann dank e-Boost Beschleunigungsreserven für den richtigen Druck bei weit über 200 km/h.

F - Serie:
Lichtblicke mit Schönheitsfehlern.

Nach über 12 Jahren, solange gibt es den 2 Zylinder mit Schwenkpleuel schon, wurde es hier natürlich auch hier Zeit für neues. Problem hier, die Gier nach Ertrag. Der Antrieb/Motor muss erst um die halbe Welt transportiert werden. Verzögerungen hier sorgen sofort für Wochen oder Monate Verzögerung. Was mich auch stört ist die Unart die BMW hier aus dem Autobereich übernommen hat, verschiedene Leistungsstufen (die für die neue F 750 GS) nur über eine andere Programmieren der Motorsteuerung zu bewerkstelligen, anstatt "ehrlich" über zahmere Nockenwellen richtig Drehmoment im unteren Drehzahlbereich zu generieren.
Gespannt bin bin ich trotzdem auf die Touringvariante (F 850 GT) und besonders auf die F ohne Verkleidung, die F 850 R.

BMW-Maxi-Scooter:
Müde Kopie bekannter Konzepte.

Die C 650 Modelle, seit Ende 2011 bekannt, sind leider ein ideenlose Kopie bekannter Konzepte anderer Hersteller. Zwar fahrtechnisch BMW-typisch ordentlich und zackig zu fahrend umgesetzt, ist so eine Variomatik einfach (wegen dem zu hohen daraus resultierenden Verbrauch) nicht mehr zeitgemäß. Hier hätte BMW schon lange auch vor dem Scooter das Konzept für ein Doppelkupplungsgetriebe entwickeln sollen, welches aber so stabil sein muss das es auch in "richtige" Motorräder passen würde.
Die C 400 X ist sowas "über". BMW-Ingenieure fliegen auf Firmenkosten nach Fernost, um darauf zu achten, das auf reinen Fremdentwicklungen die BMW-Logos richtig drauf geklebt werden (Badge-Engineering), nur um für BMW 2-Rad Stückzahlen nach oben zu drücken. Auch hier direkt das Problem, letztes Jahr auf der EICMA vorgestellt und auch schon der Presse, aber so wie es aussieht nicht vor Ende diesen Jahres im Markt.

G - Serie:
vergeblicher Versuch zum generieren von Stückzahlen.

Das es BMW nicht kapiert, aus langjähriger eigener beruflicher Erfahrung, in der Beschränkung zeigt sich der Meister. Harley ist schon in den 60ern mit Aermacchi bei dem Versuch gestolpert sich in unbekanntes Terrain zu bewegen und kleine Motorräder verkauft hat. Stückzahlrekorde können auch kein Grund sein, Honda schafft das mit einem Modell (Super Cup) was BMW jemals über alles an 2-Räder bauen wird. Wieso vergeudet man auch hier Ingenieurkräfte und Nerven für die auch hier viel zu späte Markteinführung von Fahrzeugen um Sie mühsam auf das gewünschte Qualitätsniveau zu hieven, nur um im Kleinkrieg mit KTM den "Längeren" zu haben. Sind wir hier bei den Teenagern auf dem Schulhof, oder wo sind wie hier.

R - Serie:
Nachholbedarf und Reserven für das Markenimage.

Für die R-GS war ich forumstechnisch leider auch vor 14 Jahren schon zu spät, aber habe oft genug die Möglichkeit eine R 1200 GS zu bewegen. Und ich muss hier leider zugeben, und trotzdem wird eine GS nie ein Motorrad für mich selber sein, ist ein 1200er GS das am leichtesten schnell zu fahrende Motorrad. Ich denke ein Großteil des Erfolges kommt daher und natürlich von der sonst leichten Bedienung und bequemen Sitzposition. Das zu erwartende Update für die GS zu Ende des Jahres, ich denke 135 PS in einer dann R 1250 GS genannten Version, halte ich zwar für den überwiegenden Teil der R-GS Fahrer für ausreichend, aber wenn man die 2 zylindrige Konkurrenz aus Österreich oder Italien gefahren ist, dann lässt/wünscht man sich ein wenig mehr Bums.
In einer der letzten "Fachzeitschriften" war ein Idee zu einer R 1400, einem 4 Zylinderboxermotorrad, abgebildet.
BMW, macht diesen Motor bitte in 2-3 Versionen, bitte einen in einer hochdrehenden Version mit 4 Drosselklappen und so um mindestens 170 PS Leistung für leistungsstarke Nakedboxer, einem Sporttourer als Ersatz für die früher angebotenen K-S/R Modelle und einem Sportboxer nach Art der HP 2 Sport. Auch eine Version mit zahmeren Steuerzeiten für eine R - GS Version dieses Motors könnte endlich den Leistungswunsch vieler GS-Treiber befriedigen.
Und dann noch bitte eine Version mit einer Drosselklappe pro Seite für ruhige Boxermodelle, wie die Nachfolger der R nineT - Reihe. Die wäre dann weil sowieso komplett wassergekühlt auch für die künftigen Abgasanforderungen passend.
Der Erfolg der der Heritage-Modelle von BMW R nineT - Reihe hat mich selber wirklich überrascht. Was mich ärgert ist da, da kann BMW auf einmal eine Modellpalette von 5 verschiedenen Modellen innerhalb kürzester Zeit aus dem Hut zaubern, aber in anderen Reihen halten Sie die Auswahl klein und sind "Beratungsresistent". Hier bei den Heritage-Modellen beweist gerade Kawasaki mit der Z 900 RS das man auch moderne Motorradtechnik klassisch schön verpacken kann. Das traue ich sogar auch den aktuellen Designern von BMW zu, auch mit der Vorgabe/Vorraussetzung eines aktuellen Motors.

BMW - Fahrerausstattung - Fahrerbekleidung:
halbfertig - halbherzig - wo sind die "gebrandeten" BMW-Fahrer

Halbherzig ist sogar noch übertrieben. Einen Großteil der Manpower die BMW-Motorrad dazu verwendet über Badge-Engineering Stückzahl zu machen sollte Sie lieber in eine eigene "richtige" Abteilung im Haus für Entwicklung, Vermarktung von Fahrerausstattung investieren. Andere Firmen auch aus der Branche generieren einen sehr großen Teil ihres Ertrages über Markenbekleidung und passende Fahrerausstattung.
Wann gibt es zu Saisonbeginn die BMW-Motorrrad-Fashion-Week in der BMW-Welt wo die neusten Kreationen und Idee rund um BMW-Motorrad, der Marke, und neuste Ideen rund um die Sicherheit der Motorradfahrer. BMW war da in meinen Augen früher einmal führend was Helm und Fahreraussattung angeht.
Wo ist die "lieferbare" Kollektion, eine richtige Auswahl an Airbag gestützten Fahreranzügen,Caps, Shirts, Hoodies etc..
Wann kommt die perfekte Integration vom Cockpit mit dem Helm und Head up Display und Smartphoneintegration.
Für den Anfang würde mir ja schon reichen, wenn endlich das neue Kommunikationssystem (das alte konnte man, eigene Erfahrung, wegen mangelnder Reichweite vergessen), welches vor 1,5 Jahren vorgestellt worden ist, endlich lieferbar wäre. In der aktuellen Pressemitteilung wird darüber ja nicht mal mehr ein Wort drüber verloren.
Und noch schlimmer, ich habe gesehen das die Presseinformationen (Bekleidung) die von anderen Motorradherstellern in den großen Informationsportalen (1000PS, Motorradonline, motorrad.net etc.) verbreitet werden. Im Gegensatz dazu habe ich die aktuellen Informationen von BMW-Motorrad von vor einer Woche in keines dieser Informationsquellen gefunden. Für eine Firma wie BMW-Motorrad ein Unding.
Habe ich noch vor 30 Jahren mit meiner ersten BMW Helm und Fahrerausstattung getragen und gefahren, da auch technisch aktuell und modern, so fahre ich heute Bekleidung die irgendwie passt. BMW-Motorrad (bzw. die dafür verantwortlichen BMW-Mitarbeiter) schafft es mangels eigener Überzeugung/Begeisterung nicht mehr, diese auch an seine Kunden weiter zu geben. Markenbegeisterung, Markenbindung wo bist du. Ein Freund/Motorradkollege hat sich zusätzlich zu seiner BMW eine Haufen Altmetall aus den USA geholt. Das erste was er bei unserer nächsten Begegnung an hatte war eine Jacke besagten Motorradherstellers. Da muss BMW auch hin, das man nicht sich nur eine BMW in vollem Ornat in die Garage stellt, sondern der Kleiderschrank muss auch beim öffnen "weiß-blau" erstrahlen.

Die momentane Ausrichtung von BMW-Motorrad auf Stückzahl und Präsents in jeder Hubraumklasse ist in meinen Augen der falsche Weg. Aber es fehlt die Markenbindung/Markenbegeisterung. Wenn es BMW schafft hier wieder Feuer rein zu bringen kommt über der Ertrag für die Aktionäre von selbst und würde den Verlust durch das fehlen der "Importware" locker ausgleichen.

Und für meine Foren habe ich erstmal keine Angst das ich weniger zu tun bekommen werde. Das ist schon mal beruhigend.
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon Reiner52 » 03.04.2018, 13:09

BMW-Motorrad (bzw. die dafür verantwortlichen BMW-Mitarbeiter) schafft es mangels eigener Überzeugung/Begeisterung nicht mehr, diese auch an seine Kunden weiter zu geben. Markenbegeisterung, Markenbindung wo bist du.


Wozu ?
BMW muß sich um Kunden nicht bemühen !
Solange die Kunden von selbst kommen und der Umsatz stimmt,
muß BMW nicht " vor die Tür gehen " und um Kunden werben.
Wozu soll z.B. ein Verkäufer Markenbegeisterung versprühen, wenn der Kunde doch sowieso kauft.
Solange sich der Kunde selbst begeistert, muß kein Aufwand in dieser Richtung betrieben werden.

Die billigste Werbung ist, wenn der Kunde sich selbst begeistert .
Gruß Reiner
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon Graver800 » 03.04.2018, 14:10

Reiner52 hat geschrieben:
BMW-Motorrad (bzw. die dafür verantwortlichen BMW-Mitarbeiter) schafft es mangels eigener Überzeugung/Begeisterung nicht mehr, diese auch an seine Kunden weiter zu geben. Markenbegeisterung, Markenbindung wo bist du.


Wozu ?
BMW muß sich um Kunden nicht bemühen !
......
Die billigste Werbung ist, wenn der Kunde sich selbst begeistert .


Richtig, aber "selbstbegeisternde "Kunden" gibt es immer weniger. Wenn BMW und seine Mitarbeiter nicht zumindest Engagement und Begeisterung ZEIGEN dann kann auch ich mich wenig begeistern.
Beim Kauf meiner BMW zeigte sich das auch. Da aber eine andere NL mehr Engagement zeigte hatte ich meine R dann doch (dort) gekauft.
Wenn ein (auch potentieller) Kunde erst mal weg ist ist er nur schwer zurückzugewinnen.
Die MEINE ist schwarz-weiss ... nicht kariert, nicht schraffiert, ... ... und morgen hoffentlich noch da- ... die klauen hier nämlich immer noch Mopeds wie die Raben
Meine F800R siehst du hier: viewtopic.php?f=19&t=5113&hilit=zeigt+her&start=915#p118322
Meine Vorstellung hier: viewtopic.php?f=3&t=9349&p=116335#p116335
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon Reiner52 » 03.04.2018, 14:23

Beim Kauf meiner BMW zeigte sich das auch. Da aber eine andere NL mehr Engagement zeigte hatte ich meine R dann doch (dort) gekauft.


Ich war bei einem Händler und hätte eine F 800 R gekauft.
Der Verkäufer meinte, ich solle sie mir in Ruhe anschauen und wenn ich mich entschieden habe,
finde ich ihn in seinem Büro .
Ich bin gegangen, weil ihn nicht weiter stören wollte.
Gruß Reiner
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon OSM62 » 03.04.2018, 14:38

Graver800 hat geschrieben:Beim Kauf meiner BMW zeigte sich das auch. Da aber eine andere NL mehr Engagement zeigte hatte ich meine R dann doch (dort) gekauft.

Das ist es ja!
Wenn ich z. B. hier in die örtlich nächste Niederlassung rein gehe, dann schlägt mein "uraltes Verkäuferherz" die Hände über den Kopf zusammen. Sowas von Ignoranz und Missachtung von ganz klar für jeden "richtigen" Verkäufer zu erkennenden Signalen. Und sowas in den "Hauptverkaufskanälen". Wenn ich nicht noch einen kleinen lokalen sehr persönlich agierenden Händler in der Nähe hätte, wäre ich schon lange weg.

Wenn ein (auch potentieller) Kunde erst mal weg ist ist er nur schwer zurückzugewinnen.

:!: :!: :!:
Bin letztens recht ausgiebig eine aktuelle Triumph Tiger 1200 gefahren. Die ist für mich im Moment die bessere BMW (R 1200 GS).
Mein Sohne hat mir eben 2 Angebote für ein Mopeds geschickt die er sich eventuell kaufen will. Das eine, eine F 800 R und das andere ein Triumph Street Triple. Das für die Triumph war ganz klar das bessere.
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon Basti87 » 03.04.2018, 15:28

Hatte einen Termin für den Service gemacht, Tag und Uhrzeit wann ich kommen waren fix. Die Dame am Telefon sagte mir das der Service 2-3 Stunden dauern würde. Kein Problem. 9 Uhr hin und 12 Uhr wieder zurück ist in Ordnung.

3 Tage vorher wurde ich angerufen und gefragt, ob es dabei bleibt, das ich kein Ersatzfahrzeug brauche. Ich fragte, wozu? Die 3 Stunden warte ich einfach.
Die Dame am Telefon sagte zu mir, dass sei nicht möglich.
Ich habe doch aber einen Termin um 9 Uhr. Warum ist es nicht möglich bis 12 zu warten.
"Nun, es ist richtig das der Service nur 2-3 Stunden dauert, aber ihr Motorrad kommt nicht sofort in der Werkstatt dran, es kann auch sein, das es erst 14 Uhr dran ist."

Was soll der Mist? Wozu mache ich dann eine Termin? Zumal die Werkstatt 50km weit weg ist. Ich habe den Service dann storniert und mit eine andere Werkstatt gesucht. Kundenorientiert ist anders.
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon HarrySpar » 03.04.2018, 18:17

Ich kann generell leider auch nur jedem von BMW abraten.
Meine F800S ist zufällig voll mein Geschmack. Und sie hat die meisten Kinderkrankheiten schon nicht mehr.
Aber die gibt es jetzt nicht mehr.
Somit würde ich mir jetzt auch keine BMW mehr kaufen.
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon Reiner52 » 03.04.2018, 18:25

Was wäre die Alternative ?
Ich tendiere neben meiner BMW zu Triumph Street Triple und KTM 790.
Gruß Reiner
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Beitragvon HarrySpar » 03.04.2018, 20:32

Für die R gibts ja Tausend Alternativen.
Von Triumph, Ducati, Yamaha, KTM
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon wzmeisteroehme » 03.04.2018, 21:31

Ich war Weihnachten 2016 in der Niederlassung und wollte eigentlich eine F800R kaufen .

Wie ich so rumlaufen und schaue kommt ein Verkäufer und sagt zu mir " Aber sie wollen doch so kurz vor Weihnachten kein Motorrad mehr kaufen " , der meinet das Ernst , er wollte Feierabend machen .

Ich hab sie dann paar Tage später bei einem Privathändler, 30km weiter , bestellt der hat sich wirklich sehr bemüht .

Vorher hatte ich eine KTM Duke 690 (leider hab ich zwei Jahre auf die 790er gewartet und sie wurde dann wieder um ein Jahr verschoben) , mit den KTM Händler war ich sogar mal in Mattighofen zur Werksbesichtigung , da hat man schon eher das Gefühl dazu zu gehören .

Die Niederlassungen bewegen sich erst wenn man 20000 Euro ausgeben will .

Ich lasse mir aber von den Händlern nicht das eigentliche Motorrad vermiesen , irgendwo gibt es immer einen ordentlichen Händler .

Emotional zieht es mich eher zu KTM .

Technisch zieht es mich eher zu BMW .
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon SingleR » 03.04.2018, 23:35

Wenn man sich das bei BMW (Motorrad) alles mal durch den Kopf gehen lässt, dann is klar, wo der Hase im Pfeffer liegt. Betrachten wir die Pkw-Sparte von BMW, dann fällt auf, dass sie aus Verbrauchersicht noch so etwas wie in Europa entwickelte und produzierte Premiumqualität verkörpert, die über alle Zweifel erhaben ist.

Und die Motorradsparte? Die ist weit genug davon entfernt! Nämlich ein übelst zusammen gewürfelter Haufen aus High-Tech (S-Modelle) und Tradition (R-Boxer) made in Germany sowie Durchschnittsware, die das Image der gesamten Marke "BMW" nicht mehr so recht transportieren bzw. aufrecht erhalten kann. Dazu "passen" dann noch die Entscheidungen des Managements, Motoren in China (Ein- und Reihen-Zweizylinder) oder gar ganze Fahrzeuge in Korea fertigen zu lassen. Man übertrage dieses Szenario auf die Pkw-Sparte - und niemand würde sich wundern dürfen, wenn immer weniger ein Auto von BMW fahren wollten...
Was ist nur los mit BMW-Motorrad? Man muss schon sehr arrogant sein, wenn man glaubt, Fernostware als "Bayerisches Motorenwerk" verkaufen zu können. Noch dazu, wenn etwaige Kosteneinsparungen, die durch Fernostimporte entstehen mögen, nicht auch an den Kunden weiter gegeben werden.

Aber mal der (Modell-) Reihe nach - und ich halte es wie OSM62...

S-Modelle: als die RR vorgestellt wurde, habe ich gedacht: "Na endlich! Endlich mal ein Motorrad, noch dazu eins für die Superbike-WM, wo die deutsche Ingenieurskunst zeigt, was sie drauf hat, um im fürs Image wichtigen Rennsport übermächtigen Konkurrenten wie den Japanern und Ducati Paroli zu bieten!" Da hätte man konsequent dran bleiben müssen! Aber es stellt sich auch die Frage, ob in dieser Leistungsklasse Roadster (S1000R) oder "Quasi-Reiseenduros" wie die XR nötig gewesen sind.

K-Modelle: eine Modellreihe, die nicht mehr so recht weiß, wohin sie gehören soll. Soll es "sportlich" werden, stünden die S-Modelle bereit. Soll es tourentauglich werden, fände man Alternativen bei den Boxern - die außerdem mit Blick auf den Kardanantrieb noch was für Leute sind, die sich nicht die Finger schmutzig machen wollen oder es wg. 2 linken Händen nicht können. Heißt so viel wie: Die K braucht heute kein Mensch mehr. Auch eine K1600 vermag keine Nadelstiche bei der Konkurrenz zu setzen, zumal das Marktvolumen für ü300-kg-Trume sehr begrenzt ist.

R-Modelle: rein technisch gesehen braucht sie auch kein Mensch, aber sie wird halt fleißig gekauft! Der Ast, auf dem man sitzt, der zu einem großen Teil noch typische BMW-Werte wie Solidität, Qualität und Alltagstauglichkeit made in Germany verkörpert (noch dazu und bezogen auf die GS gekoppelt mit dem Hauch von Freiheit und Fernreiseabenteuer), sollte man nicht absägen. Einen historisch angehauchten Café-Racer auf Boxerbasis zu bringen, war ein genialer Schachzug. Jede andere BMW-Modellreihe hätte hier gnadenlos floppen müssen!

F-Modelle: tja, und hier geht's leider schon los mit dem "Werteverlust" (Image) und Wertverlust durch Billigkomponenten! Noch dazu in einem Marktsegment, in dem man "Volumen" macht! Gebt den Käufern eines Mittelklasse-Motorrads nicht das Gefühl, dass man sie mit (gefühlt) allenfalls mittelklassiger Technik abspeisen muss! Antriebe aus China zu verbauen, also eine "BMW" zur "CMW" mutieren lassen zu müssen ist schwer vermittelbar, wenn sie in allzu krassem Gegensatz zu den von der S- bzw. R-Reihe geprägten typischen BMW-Werten stehen. Ein grundsolider Motor made by Rotax Austria ist authentischer und nicht nur räumlich auch näher dran an bajuwarischen Wurzeln. Dass es außerdem keine Einzylinder-Fs mehr gibt, ist nicht allein der Tatsache geschuldet, dass der Trend zu immer höheren Motorleistungen geht. Aber warum soll man bei den Reihen-Zweizylindern nicht wiederholen dürfen, was man bei den Einzylinder-Fs schon geschafft hat? Nämlich einer Modellreihe das europäische Herz (Motor) und somit die europäische Indentitiät zu rauben und damit in der Versenkung verschwinden zu lassen?

G-Modelle: welche typischen BMW-Attribute verkörpert diese Modellreihe? Keins? Also weg damit! Warum auch sollte man sich eine BMW, die absolut keine ist, in die heimische Garage stellen, wenn man auch Chinaware mit "Zündapp"- oder "Kreidler"-Emblem kaufen kann, die ebenso von ihren Ursprüngen etwa so weit entfernt sind wie der Homo Sapiens vom Schimpansen? Ansatzweise könnte man sich in dieser Fahrzeugklasse noch ein "Retro"-Bike mit einem Zylinder vorstellen, dass konzeptionell an die "Vor-Boxer"-Zeiten erinnert. Aber bitte nicht als Fernostimport!

C-Modelle: BMW ist nicht "Roller", war nicht "Roller" - und wird es auch niemals werden, wenn nichts BMW-Typisches drin steckt. Könnte oder wollte man bei BMW Highlights in diesem Bereich präsentieren, sähe es wohl etwas anders aus. Stichwort: E-Roller mit technologischem Führungsanspruch - der im übrigen auch gut zum von BMW gerne gebrauchten Begriff des "Urban Mobility" passt.
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon Steff798R » 04.04.2018, 08:04

Sorry lieber SingleR, aber in deinem Beitrag sind einige Punkte, die ich zum einen überhaupt nicht verstehe oder mal so gar nicht teile. Würde mich freuen, wenn du uns diese ein wenig genauer erläutern könntest, wie du zu diesen Schlüssen kommst.


Aber es stellt sich auch die Frage, ob in dieser Leistungsklasse Roadster (S1000R) oder "Quasi-Reiseenduros" wie die XR nötig gewesen sind.


Wieso sollten R und XR nicht nötig gewesen sein? Die Motorräder sind/waren in ihrer Klasse beide die Benchmark und verkaufen sich auch prächtig.


R-Modelle: rein technisch gesehen braucht sie auch kein Mensch


Wieso sollten die Boxer kein Mensch brauchen bzw. welches Modell aus dem BMW-Portfolio sollte sie denn deiner Meinung ersetzen?
Wer mal einen aktuellen LC-Boxer gefahren ist, wird so eine Aussage sicher nicht tätigen.
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon SingleR » 04.04.2018, 11:01

Steff798R hat geschrieben:Sorry lieber SingleR, aber in deinem Beitrag sind einige Punkte, die ich zum einen überhaupt nicht verstehe oder mal so gar nicht teile. Würde mich freuen, wenn du uns diese ein wenig genauer erläutern könntest, wie du zu diesen Schlüssen kommst.

Ok, dann fange ich mal an... ;-)

Wieso sollten R und XR nicht nötig gewesen sein? Die Motorräder sind/waren in ihrer Klasse beide die Benchmark und verkaufen sich auch prächtig.

Nun, es ging mir eher um die Positionierung der S-Modelle im Markt. Die RR ist / war ja nunmal eindeutig rundstreckenorientiert. Ich habe nichts gegen eine S1000R oder XR, aber ich hätte sie in der Modellpalette eigenständiger positioniert. Mit "nötig" meinte ich auch eher die Frage, ob es einen rationalen Sinn hat, eine Reisenduro oder ein Naked-Bike mit 160PS auszustatten. Ok, viele Leute wollen so etwas haben. Also baut und verkauft man es. Kaufmännisch gesehen ist die Entscheidung von BMW also richtig (gewesen).

Wieso sollten die Boxer kein Mensch brauchen bzw. welches Modell aus dem BMW-Portfolio sollte sie denn deiner Meinung ersetzen?

Meine Aussage bezog sich auf die Technik der Boxermodelle, da ein Boxermotor im Gegensatz zu einem Reihenmotor vergleichsweise aufwändiger konstruiert und somit teurer ist. Rein technisch gesehen "braucht" man keinen Boxermotor, um ein gutes Motorrad zu bauen. Wären - grau ist alle Theorie - bei BMW keine R-Motorräder mehr zu kaufen, stünden für die leistungshungrige Fraktion die S-Modelle bereit. Und für die "Genügsameren" die F-Modelle. Aber da sich die R-Modelle ja auch prächtig verkaufen und quasi bayerisches Urgestein darstellen, müssen wir uns über etwaige Alternativen keine Gedanken machen. Insofern hat BMW - bezogen auf ebendiese Modellreihe - auch alles richtig gemacht. Es besteht also aus Marketingsicht absolut kein Anlass, hier etwas zu ändern. Fakt ist aber auch, dass viele Leute keine BMW hätten, wenn es bei BMW nur Boxermodelle zu kaufen gäbe. Das erklärt den Erfolg der F- und S-Modelle.
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon OSM62 » 04.04.2018, 11:18

Also der Boxermotor hat aus Traditions/ und Alleinstellungsgründen absolut seine Berechtigung im BMW-Motorrad Programm.
Sonst würde man ja nur "auswechselbare" Motorkonzepte fahren. Wie langweilig.
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Re: 10 Jahre www.S1000RR.de - oder wie geht es mit BMW weite

Beitragvon SingleR » 04.04.2018, 11:32

Ich habe sinngemäß auch nichts anderes geschrieben. "Berechtigt" ist das, was sich gut verkaufen lässt. Warum auch immer!
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