Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Alles was noch mit der F800S + F800ST + F800GT + F800GS und der F800R zu tun hat.

Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Beitragvon OSM62 » 02.05.2019, 19:30

Durch die vielen Reifenwechsel bei meiner K 1600 GT hat mich eine Eigenart schon fast zur Weißglut gebracht,
die durch keinen der vielen Reifen bisher abgestellt werden konnte. Das vibrieren des Motorrades, besonders
vorne ab einer Geschwindigkeit ab ca. 170 km/h. Egal welcher Reifen bei mir drauf war, es mussten bei mir
vorne gegenüber des Ventils ca. 80-90 Gramm geklebt werden.

Bild

Habe das sogar schon mehrfach bei BMW reklamiert und sogar einen "Pumafall" von machen lassen,
aber von BMW kam bis jetzt noch kein Lösungsansatz. Da ich immer schon der Meinung war das das Problem mit den
Reifendrucksensoren zu tun hat (mein Rennerle hat ja keine RDKS-Sensoren und auch kein Problem mit Vibrationen),
habe ich jetzt dankbar den Hinweis aufgenommen das es von Schrader (die stellen übrigens auch die original
verbauten RDKS-Sensoren her) eine neue, leichtere Generation von RDKS-Sensoren für die BMW-Motorräder gibt.
Hier im Bild das was für die K 1600 GT benötigt wird:

Bild

Hier im Bild mal der direkte Vergleich alt/neu bzw. Generation 1 mit langer Verschraubung und rechts
der neue Sensor (Generation 2) mit neuer, kurzer benötigter Schraube:

Bild

So sieht das ganze dann verbaut aus:

Bild

Gespannt war ich natürlich nach der Montage des Reifens wie besonders das Vorderrad nach dem Auswuchten aussieht.
Hier schon mal die erste positive Überraschung, es konnten 35 Gramm an Wuchtgewichten entfernt werden.

Bild

Gespannt war ich natürlich auch ob sich die Sensoren ohne Schwierigkeiten anlernen lassen. Beim losfahren zur Werkstatt
wurde zwar noch kein Fehler (nur kein Luftdruck - also Striche) angezeigt , aber auf halben Weg gab es es dann doch
den kompletten Alarm:

Bild

In der Werkstatt dann muss die BMW dann natürlich an den Werkstattcomputer ( RDKS anlernen müsste doch mit diesen
Geräten wie GS911 auch gehen?) damit die Sensoren angelernt werden können. Es klappte sofort die neuen Generation 2
Sensoren anzulernen. Und so hatte ich nach dem los fahren sofort die gewohnte, temperaturkorrigierte Druckanzeige.
Um die wichtigste gewünschte Eigenschaft zu testen musste ich dann noch 25 Kilometer bis zur meiner Teststrecke (A4)
das schöne Wetter ausnutzen und noch ein paar schöne Kurven mit nehmen um die neuen Reifen zu genießen.
Auf der Autobahn natürlich jede Chance genutzt um meine gewöhnliche Reisegeschwindigkeit zu testen.
Yeah, endlich läuft Sie ab 170 km/h ruhig ohne zu vibrieren. So es eigentlich immer schon sein sollte.
Es kann also ein "Pumafall" von mir geschlossen werden.

Da bei den BMW-Motorrädern egal mit welchen neuen RDKS-Sensorn, diese sowieso angelernt werden müssen,
kann man also die Chance nutzen (wen zum Beispiel die Batterie in den alten Sensoren leer sind), um auf die neue
Generation aufzurüsten um auch das geringere Gewicht (das man ja dann nicht mehr auswuchten muss)
für ein ruhigeren Lauf der Räder zu nutzen.
Selten einen so segensreiche/beruhigende Veränderung am Moped vorgenommen.
Die neuen "Generation 2" Reifendrucksensoren kann man über die Autoteilegrosshändler bzw. Werkstatt bekommen.
Sie kosten pro Stück (Artikel-Nr.:3141M) , je nach Anbieter so um die 100 Euro.
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Re: Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Beitragvon Roadrunner72 » 03.05.2019, 05:45

Hey Michael, danke dir für den Tipp! ThumbUP
Noch verrichten meine Sensoren trotz annähernd 7 Jahren klaglos ihren Dienst, aber ich fürchte, das wird sich irgendwann ändern...
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Re: Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Beitragvon HarrySpar » 03.05.2019, 06:41

Ich hoffe bei der zweiten Generation kann man jetzt kostengünstig eine neue Knopfzelle einfach nachrüsten.
Bin jedenfalls froh, dass ich diese RDC nicht hab.
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Re: Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Beitragvon SingleR » 03.05.2019, 09:54

Ja, der Tipp ist gut! Aber die Preise von den Dingern sind immer noch eine Frechheit!!! Ich behaupte, dass die Herstellungskosten eines solchen Sensors deutlich unter EUR 10 liegen...

HarrySpar hat geschrieben:Ich hoffe bei der zweiten Generation kann man jetzt kostengünstig eine neue Knopfzelle einfach nachrüsten.

Das hoffe ich im SInne der Nachhaltigkeit und im Sinne des Konsumenten auch! Zumal es kein Problem darstellen sollte, eine wechselbare Knopfzelle so im das Gehäuse des Sensors unterzubringen, ohne dass sich die Zelle bei der ersten Radumdrehung verselbstständigt.
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Re: Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Beitragvon genuede » 03.05.2019, 10:08

Mein RDKS funktioniert auch noch problemlos. Am Ostermontag hat direkt nach dem Losfahren die rote Warnleuchte angeschlagen. Nur 2,2 Bar im Hinterreifen. Konnte direkt an der nahegelegenen Tanke wieder Reifendruck richtigstellen und gemütlich 200km heimfahren. Unterwegs war dann ein geringer Druckverlust um 0,2 Bar feststellbar. Zu Hause habe ich dann das kleine Loch im Schlappen mehr erfühlt als gesehen. Ich halte die Luftdrucküberwachung für schlaflose Reifen für unbedingt nötig. Auch die Überprüfung durch Knopfdruck wird sicher öfters durchgeführt als nach dem Tanken noch mal zum Luftprüfen zu fahren.
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Re: Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Beitragvon SingleR » 03.05.2019, 15:03

genuede hat geschrieben:Ich halte die Luftdrucküberwachung für schlaflose Reifen für unbedingt nötig. Auch die Überprüfung durch Knopfdruck wird sicher öfters durchgeführt als nach dem Tanken noch mal zum Luftprüfen zu fahren.

Nun, ob RDKS nun zwingend nötig ist oder nicht, darüber kann man sicher diskutieren. Insbes. dann, wenn man sich eben doch zu den regelmäßigen "Luftdruckprüfern" zählt.

Wie ich aber schon an anderer Stelle geschrieben hatte, ist es durchaus ein Vorteil, bei einem schleichenden Druckverlust die Ist-Daten auf dem Monitor und somit stets im Auge zu haben, weil man dann, je nach Höhe des Luftverlusts, eben entscheiden kann, vor Ort an womöglich "unlustiger" Stelle bei Wind und Wetter das Tire-Fit zu benutzen oder aber - ggf. nach mit Hilfe des Navis "geschicktem" Einbauen von Tankstellen in die Rückreiseroute zwecks Ergänzung des Luftverlusts - nach Hause zu fahren und sich dort in Ruhe in der trockenen Garage um die Lösung des Problems zu kümmern.

Was die Beschaffung der neuen Sensoren betrifft: vielleicht könnte man sich hier zusammentun und direkt bei Schrader sammelbestellen, sofern klar ist, dass es diese Mini-Sensoren auch für die R gibt. Umschifft u.U. die Marge des Großhändlers. Für den Fall, dass die nur an Gewerbetreibende abgeben wollen: diese Auflage könnte zumindest ich bereits jetzt erfüllen. ;-)
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Re: Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Beitragvon EFANNGETE » 04.05.2019, 08:59

Nur kurz Thema Kosten:
Oft sind die Kosten für uns als Consumenten unerklärlich hoch,
doch es wird hier ja nicht nur das Material, Produktion, etc. kalkuliert, sondern auch die Entwicklung.
Ist etwas Alt & Massenware, kriegt man es als Schnäpchen. Umgekehrt gibt es ja auch Alt & selten & hoher Preis.

Zu Anfang der Einführung auf dem Markt eben nicht. AKzeptieren oder bleiben lassen.

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Re: Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Beitragvon OSM62 » 04.05.2019, 09:46

EFANNGETE hat geschrieben:Nur kurz Thema Kosten:
Oft sind die Kosten für uns als Consumenten unerklärlich hoch,
doch es wird hier ja nicht nur das Material, Produktion, etc. kalkuliert, sondern auch die Entwicklung.
Ist etwas Alt & Massenware, kriegt man es als Schnäpchen. Umgekehrt gibt es ja auch Alt & selten & hoher Preis.

Zu Anfang der Einführung auf dem Markt eben nicht. AKzeptieren oder bleiben lassen.

LG Efanngete

Yepp,
sehe ich genauso.
Mir ging es auch darum das ich endlich meine "Dicke" ruhig bekomme und endlich
höhere Reisegeschwindigkeiten (die ich oft und gerne aufsuche) ohne Vibrationen
fahren kann. Und dafür ist es eine super Investition.
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Re: Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Beitragvon SingleR » 05.05.2019, 12:48

EFANNGETE hat geschrieben:Oft sind die Kosten für uns als Consumenten unerklärlich hoch,
doch es wird hier ja nicht nur das Material, Produktion, etc. kalkuliert, sondern auch die Entwicklung.

Mir ist durchaus bewusst, dass die Entwicklung von Systemen Geld kostet und kalkulatorisch in den Verkaufspreis einzurechnen ist. Nur ist das, was im Sensor an "Technik" verbaut ist, absolut nichts Neues und bereits seit Jahrzehnten in anderen Einsatzbereichen im Einsatz. Im Gegensatz zu den Steuergeräten, die entsprechend entwickelt und programmiert werden müssen. Es gibt außerdem aktive RDK-Sensoren, deren Verkaufspreis nur knapp die Hälfte dessen beträgt, was hier genannt wurde.

Auch habe ich mit meinem Hinweis auf die Herstellkosten in keiner Weise eine Aussage getroffen, dass ein Sensor zu ebendiesen Herstellkosten (oder auch nur knapp darüber) abzugeben sei. Nur ist es eben so, dass die Akzeptanz von Systemen insbes. auch davon abhängig ist, zu welchen Preisen sie angeboten werden. Insofern ist es häufig nicht verkehrt, moderat zu kalkulieren. Ich enthalte mir hier aber weitere Ausführungen zum Thema "Preiselastizität der Nachfrage". Auch hierzu kann man Berechnungen anstellen - wenn man es denn kann und will. ;-) Die Forderung, Ware zu nahe den Herstellkosten abzugeben, ist insofern genau so fehl am Platz wie sich willfährig den Preisen der Anbieter zu unterwerfen.
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Re: Schrader - RDKS - Sensoren - Generation 2 - Test

Beitragvon EFANNGETE » 08.05.2019, 19:52

Hallo SingleR
Die Forderung, Ware zu nahe den Herstellkosten abzugeben, ist insofern genau so fehl am Platz wie sich willfährig den Preisen der Anbieter zu unterwerfen.

der 2 Teil von deinem Satz finde ich klasse und passend ThumbUP - nach dem Motto: nicht mit mir!

Michael seine Beweggründe sind aber auch für mich verständlich - denn, dann mach ich es auch so, und pfeiff auf den Preis winkG

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