Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Die Technik zur F 800 GS und der F 650 GS - 2 Zyl. 800 ccm.

Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon elgomat » 30.11.2010, 23:07

ist es eigentlich möglich eine LPG Anlage ans Motorrad anzubauen. Ich habe zwar schon mal ne Erdgasanlage an einem gesehen und optisch sah es gar nicht mal schlecht aus. Der Tank wurde als zweiter "Blindendtopf" angebaut.
Wenn es möglich wäre, würde ich da liebend gerne umsteigen, habe es an meinem Auto und bis heute noch nicht einmal bereut und etliche Kilometer damit schon gerissen.
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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon Skater » 01.12.2010, 07:30

@Tiefflieger
Die wasserstoffhaltige und perfluorierte Fluorkohlenwasserstoffe wurden vor ein paar Jahren in die Liste der Treibhausgase aufgenommen.
Gruß Skater
Wasserdampf ist auch ein Treibhausgas. Wasserdampf wird in großen Mengen in Kühltürmen hergestellt.
Auch Autos die mit Wasserstoff betrieben werden stellen Wasserdampf her. Auch keine Lösung.
PPS
Solarzellen brauchen zehn Jahre bevor ihre Enegiebilanz positiv wird.
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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon DerKoch » 01.12.2010, 23:54

Skater hat geschrieben:PPS
Solarzellen brauchen zehn Jahre bevor ihre Enegiebilanz positiv wird.


Ist da die Entsorgung schon eingerechnet oder nur die Herstellung und Transport?
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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon Skater » 02.12.2010, 07:27

@DerKoch
Ist da die Entsorgung schon eingerechnet oder nur die Herstellung und Transport?


So eine Energiebilanzrechnung ist nicht einfach.
Wird der verbrauchte Strom gerechnet oder wird eine vollständige CO2 Bilanz erstellt?
Ob nun acht Jahre oder 12 Jahre ist nicht unmittelbar wichtig, eher die irrige Meinung,
dass Solarzellen die globale Erdwärmung sofort stoppen könnte.
Ähnliches wird uns gerade mit dem Elektroauto vorgegaukelt.
Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis der letzte Mensch stirbt.
Vermutlich eher durch Nuklearwaffen oder explodierende Leichtwasser-Kernreaktoren
als durch die globale Erderwärmung.

Ich wll nicht das Thema aus den Augen verlieren, lediglich auf den Unsinn der mittlerweile getrieben wird.
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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon Eike » 02.12.2010, 07:55

DerKoch hat geschrieben:Wie dem auch sei... das was in der PDF auf Seite 2 Absatz 2 Satz 1.) steht ist aller größter Quatsch und ich kann absolut nicht verstehen warum die Regierung an diesen allseits bekannten Lügenmärchen festhält.


Lieber Herr Koch,

die Folgen des Klimawandels sind inzwischen offensichtlich, schau doch mal aus dem Fenster :!: Solche Nörgler wie Du behindern uns auf dem Weg ins ewige Öko-Glück. Mitdenken ist hier definitiv nicht angebracht. Es gab ja schon mal Leute, die einfach behaupteten, die Erde sei keine Scheibe. Und, hat das eine einzige unschuldige Hufeisennase gerettet? Also bitte keine weitere Blasphemie, sonst muß ich Dich melden.

Gruß Eike
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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon DerKoch » 03.12.2010, 02:23

Eike hat geschrieben: schau doch mal aus dem Fenster

Hab ich gemacht. Es ist dunkel. Vermutlich geht im Moment die Welt unter.

Eike hat geschrieben:Hufeisennase gerettet?

Was ist eine Hufeisennase?
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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon Skater » 03.12.2010, 06:49

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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon DerKoch » 03.12.2010, 21:43

Aha, danke vielmals.
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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon Tito_2000 » 09.12.2010, 11:28

Und ich hab trotzdem keinen Bock auf diesen Dreckethanol, ich will astreinen Super !
Erst schaffen die Normal ab und jetzt wird der Super zum Normal, und Superplus welches (NOCH) Power fürs Möp und Töff bringt bleibt unbezahlbar.
Ist doch echt ne Frechheit
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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon Roadslug » 09.12.2010, 14:02

Soweit ich weiß hat Ethanol einen um rund 40% niedrigeren Heizwert als reines Benzin ohne Ethanol. Wenn der Ethanol-Anteil im Kraftstoff um 5% höher wird als er jetzt eh schon ist macht das im Heizwert und damit in der Motorleistung theoretisch rund 2% aus. Hm, ob man das merkt ist zumindest fraglich. Wahrscheinlich wird nur der Verbrauch etwas höher.

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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon pegasus78 » 09.12.2010, 21:26

Aufgrund des massig verbreiteten "Halbwissens" zu ethanolhaltigem Kraftstoff will ich mich auch mal kurz äußern. Ethanol hat einen geringeren volumetrischen Heizwert was dazu führt das der Verbrauch prinzipiell erst mal ansteigt. Gleichzeitig hat Ethanol aber auch eine sehr gute Klopffestigkeit und eine Beimischung von 20% Ethanol zu gewöhnlichem Superbenzin nach DIN EN 228 führt zu einer Erhöhung der Oktanzahl auf ca. 102. Es dürfte weithin bekannt sein das im Ottomotor ein Kraftstoff mit bessere Klopffestigkeit günstig ist, da diese Motoren höher verdichtet werden können bzw. der Zündwinkel an der Vollast früher eingestellt werden kann. Das bedeutet mit Ethanol steigt auch der Wirkungsgrad der Motors was wiederum den Verbrauch senkt.
Insgesamt erhöht sich mit Ethanol der Wirkungsgrad deutlich wenn man den Motor darauf auslegt. Am meisten profitieren davon aufgeladenden Motoren mit Turbo oder Kompressor. Wenn man nun E10 zum Beispiel in einer F Tankt wird man die mögliche Mehrleistung an der Vollast etwas spüren, da die Klopfregelung mit etwas "Reserve" im Zündwinkel ausgelegt wird und somit ein Teil des Potentials des E10 genutzt werden kann. Gleichzeitig sinkt in der Vollast auch der Verbrauch, da die angesaugte Luftmasse und das Luftverhältnis bei gegebenem Motor gleich bleibt bzw. der Anfettungsbedarf sogar sinkt. In der Teillast ist das nicht so eindeutig, da dort auch mit ROZ 95 Kraftstoff "optimal" gezündet werden kann. Da würde nur eine Erhöhung des geometrischen Verdichtungsverhältnisses was nützen.
Fazit: Je nachdem wie man das Motorrad betreibt kann man mit E10 etwas mehr oder etwas weniger verbrauchen. Insgesamt wird man es nicht merken.
Ich bin für E85 als Kraftstoff da der noch bessere Verbrennungseigenschaften hat. Einziger Nachteil von Ethanol im Ottomotor ist die schlechte Kaltstartfähigkeit bei niedrigen Temperaturen. Deshalb ist ein Kaltstart mit E100 bei minus 20°C kaum möglich. Aber auch dafür sind technische Lösungen in der Entwicklung.

Was die Motivation zur Verwendung von Ethanol als Kraftstoff angeht, ist klar, dass keine Wälder abholzt werden dürfen und dass bei der Herstellung auch kein Konflikt zu Nahrungsmitteln auftreten darf. Deshalb geht die Entwicklung beim Ethanol auch hin zu Cellulosealkohol, der nicht auch Zucker, sondern aus ganzen Pflanzen wie z.B. Gräsern und Stroh hergestellt werden kann. Auch schnell wachsende Holzsorten wie Pappeln und Weiden kommen dafür in Frage. Diese würden dann 3 Jahre im so genannten "Kurzumtrieb" angebaut und dann abgeholzt und wieder zu Kraftstoff verarbeitet. Die abgeschnitten Stängel wachsen mit den erhaltenen Wurzeln wieder nach und nach 3 Jahren kann wieder "geerntet" werden. So lassen sich in Deutschland auf einem Hektar ca. 4000 Liter Kraftstoff pro Jahr herstellen. "Die" generelle Lösung für unser "Mobilitätsproblem" wird es nicht geben, aber eine Kombination von verschiedenen "erneuerbaren" Energien wird uns in Zukunft weg vom Erdöl als Energieträger bringen. Erdöl als Rohstoff ist für die chemische Energie sowieso viel wertvoller.

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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon Roadslug » 09.12.2010, 22:48

Genau, du schreibst es. Die höhere Klopffestigkeit bringt nur dann etwas, wenn der Motor dafür ausgelegt ist. Der Motor unserer F800x ist allerdings auf ROZ95 ausgelegt, daher bringt ein klopffesterer Kraftstoff in dem Fall nichts. Das wäre der gleiche Effekt, als wenn man Super Plus tankt. Auch eine Klopfregelung würde hier nichts bringen, da sie nur nach "unten" regeln kann. Uns bleibt also nur ein geringfügig höherer Kraftststoffverbrauch, der in der Praxis aber wahrscheinlich gar nicht auffällt.

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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon naidhammel » 10.12.2010, 15:03

Roadslug hat geschrieben:...
Uns bleibt also nur ein geringfügig höherer Kraftststoffverbrauch, der in der Praxis aber wahrscheinlich gar nicht auffällt.
...


Und das auch nur, wenn man E10 tankt, denn das muß man nicht, den Super bleibt (vorerst) weiterhin bestehen. :mrgreen:

mfg

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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon qwerty38 » 22.08.2013, 20:54

Hallo,

auch wenn die Diskussion hier ein paar Jahre auf dem Buckel hat, so würde mich dann trotzdem interessieren, wie sich die Sache mit dem Ethanol, vom chemischen Standpunkt aus betrachtet, verhält. Die Kraftstoffleitungen/Dichtungen aus Naturgummi wurden schon erwähnt - diese könnten dabei wohl aufquellen (warum?).
Aluminium würde wohl auch von den Dämpfen angegriffen. Was passiert denn dabei? Zerbröckelt denn, übertrieben gesagt, das Metall? Verändert es seine Oberfläche und wird porös? Oder gibt es andere Effekte? Mich würden die Auswirkungen auf den gesamten Pfad vom Tankdeckel bis zum Auspuff interessieren.
Plump ausgedrückt: was würde in der hypothetischen Situation passieren, wenn jemand den Tank einer F800x komplett mit z.B. 98%-igem Spiritus füllen würde? Wäre am nächsten Morgen nur noch eine zischende, rauchende Pfütze an der Stelle, wo früher ein vollwertiges Motorrad stand? ;)

Außerdem verstehe ich den Zusammenhang zw. Klopffestigkeit und variablem Zündzeitpunkt/Zündwinkel nicht ganz. Wenn ein Kraftstoffgemisch mit einer Verdichtung von N:1 komprimiert werden kann, ohne selbst zu zünden, der Motor (Kolben) aber mit N-1:1 komprimiert, worin genau besteht denn der Vorteil eines N+1:1 Kraftstoffes?
Es wird doch eh' erst nach dem Totpunkt (-> höchster Verdichtung) gezündet, oder?

Danke im Voraus für die Antworten,
Dimi
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Re: Neuer Kraftstoff mit 10% Bio-Ethanol

Beitragvon RatFan » 22.08.2013, 23:52

Gezündet wird vor OT, damit wird die Zeit ausgeglichen die die Verbrennung braucht, um den höchsten (Verbrennungs-) Druck aufzubauen. Diese Druckspitze sollte dann möglichst bei OT anliegen. Bei minderwertigem Kraftstoff (weniger Oktan) kann die, durch die Kompression erzeugte, Hitze, den Kraftstoff schon vor dem optimalen Zündzeitpunkt entzünden, nur leider unkontrolliert und ungleichmäßig. Dann klopft der Motor. Moderne Automotoren haben einen oder mehrere Klopfsensoren, erkennen diesen Zustand und steuern dem KLopfen durch noch weiter vorverlegte Zündung entgegen. Das ist alles andere als optimal, funktioniert aber einigermaßen (mit Verlusten). Ein Motor der auf 95 Oktan ausgelegt/eingestellt ist wird aber mit 98 oder mehr nichts anfangen können.
Bei den Bikes gibts diese Technik meines Wissen immer noch nicht, deshalb sollte man sich an die vom Hersteller gefordete Klopffestigkeit auch halten.

Für mich ist das Problem mit dem E10 aber eher eine Gewissensfrage. Ich verbrenne ungern Lebensmittel oder Futtermittel aus Spaß in meinem Mopped/Auto. Schlimm genug, das im Super95 auch schon 5% drin sind. Nebenbei ist dieser ganze E10-Mist nur auf Propaganda aufgebauter Schwachsinn! Ohne Mich!
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