Conti TKC 80?

Reifen - Freigaben - Erfahrungen zur F800GS und der F 650 GS - 2 Zyl. 800 ccm.

Beitragvon Techniker » 08.12.2008, 17:26

Hallo Leute
Welchen Reifen ihr montieren wollt ist doch vor allem eine Frage des Einsatzbereiches. Für den vorwiegenden Einsatz auf der Strasse ist der Tourance schon wegen des geringeren Verschleißes die bessere Wahl.
Für den K60 sagt Heidenau 70% Strasse und 30% Gelände .Wer es gröber braucht sollte zum TKC greifen.

Gruß Manfred
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Beitragvon rubbermuh » 08.12.2008, 18:25

Lieber Techniker - nix für ungut, aber von den drei genannten Reifen gibt's nur einen, der zur Zeit die Anforderungen für den Straßenverkehr erfüllt! Und dieser Zusatz sollte vor allem für einen Händler wichtig sein.
BMW hat uns mit einer Fabrikatsbindung gesegnet (falls es in Deutschland anders ist, bitte um Richtigstellung!). Somit holt sich die Versicherung bei einem Unfall u.U. Geld vom Fahrzeughalter zurück, wenn ein nicht freigegebener Reifen montiert ist. Und seid sicher - wenn die irgend etwas am Mopped kontrollieren, dann die Reifen. Und wer kann (vor allem zu dieser Jahreszeit) einen Rutscher ausschließen? Somit heißt es dann "eine mangelnde Eignung der Reifen kann als Unfallursache nicht ausgeschlossen werden".
Ohne Freigabe heißt ohne Betriebserlaubnis. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein.
Und wer dann nicht rechtzeitig zum Stehen kommt (an Personenschaden möchte ich hier gar nicht denken), den holt der :evil: !
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Beitragvon Techniker » 08.12.2008, 23:11

Hallo rubbermuh

Wo du recht hast, hast du recht. TKC ist eingetragen. Der K60 läuft bei mir im Moment mit einer Einzelfreigabe für die Tests, wird aber laut Heidenau zum Frühjahr offiziell freigegeben.
Mit dem Tourance liegst du richtig. Wäre aber nichts passiert, da wir vor der Reifenmontage grundsätzlich die Freigabe abrufen.
Werde mich aber bei Metzeler erkundigen wie die Planung aussieht.

Bis dann Manfred
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Beitragvon rubbermuh » 08.12.2008, 23:27

Laut Metzeler ist derzeit keine Freigabe für den alten Tourance geplant, für den EXP kommt sie im Frühjahr.
Ich möchte hier wirklich niemandem vom Probieren abhalten, wichtig ist aber, daß sich jeder bewußt ist, worauf er sich einläßt. Die Versuchung ist bei der Auswahl aus gerade mal vier Reifen ja wirklich groß! Im Herbst hab' ich mir den K60 auch schon überlegt, der TKC ist dann nach Heidenau's Zusage einer Freigabe als Zwischenlösung draufgekommen (sonst hätte ich wahrscheinlich nie mehr einen Grund für solche Stollen gefunden :wink: )
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Beitragvon Techniker » 08.12.2008, 23:48

Hallo rubbermuh

Das sind aber keine tollen Nachrichten in Bezug auf Metzeler, da der EXP
bisher vor allem in Sachen Verschleiß nicht überzeugen konnte. Zumal laut Metzeler der alte Tourance im Programm bleiben soll.
Wäre die letzte Möglichkeit eine Einzelabnahme beim TÜV.

Manfred
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Beitragvon rubbermuh » 31.01.2009, 18:03

Kleine Zwischenbilanz für alle Schneegeplagten, die sich noch rechtzeitig neue Reifen für kommenden Sonnentage bestellen wollen:
nach 5200km noch 6mm an der schwächsten Stelle der Stollen auf VR und HR (ausgenommen das innerste Eck der Mittelstollen hinten - da sind's auf 3mm² weniger :wink: ). Davon waren 2500km flotte Kurvenfahrerei in Friaul und Südtirol mit Gepäck und etwa 1000km mit Sozius, allerdings keine schnelle Autobahnfahrerei (sonst wäre hinten sicher mehr weg).
Neuzustand war 10mm; für stollensuchende Tourenfahrer also eine sicher eine interessante Lebenserwartung!
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Beitragvon rubbermuh » 12.03.2009, 10:51

Schaut euch mal die Bilder an; die Amis fahren vorne TKC 80 und hinten Battlewing auf der F:
http://dino2000.smugmug.com/gallery/7559901_yFLrU#488506191_ZyNkL
Vorne war der TKC noch von der Grand Canyon Tour drauf - ob das die Ordnungshüter bei uns wohl auch akzeptieren :shock: ?
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Beitragvon Lampe » 12.03.2009, 15:56

@Rubbermuh
Hast Du gerade die TKC80 drauf?
Die waren bei mir nach 4000 Vorne und 4500 Hinten komplett runter (der Vordere war da Slick*gg*).
Ich wundere mich immer wieder, wie so hohe Laufleistungen mit den Reifen geschafft werden können. Auch wenn ich höre, dass ein BW 13tsd km Laufleistung macht falle ich fast um ;-)
Vielleicht ist der Teer und Schotter im Schwarzwald und den Alpen so rauh, dass es meine Reifen so runtermacht.
Lampe
--------------------------
Wenn Gott gewollt hätte das Enduro´s sauber sind hätte er Spüli in den Regen getan...
Aus gegebenen Anlass:
Der hier von mir gepostete Inhalt ist meine Meinung.
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Beitragvon rubbermuh » 12.03.2009, 16:43

Hallöchen,

derzeit hab' ich ca. 5500km drauf und noch gute 5mm Gummi dran!
Aber ich fahre die mit 2,2/2,4bar - bei höherem Druck scheint der Verschleiß rasch zu steigen (und der Grip ebenso zu sinken :wink: ).
Das waren auch zum Teil Winterkilometer; bei höheren Temperaturen mag's auch schneller weg sein.
An den Alpen kann's nicht liegen, da sind meine zwangsläufig im Einsatz :lol: !
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Beitragvon rubbermuh » 12.03.2009, 17:39

Hab' vergessen, Vergleichswerte anzugeben:
Mein BW hat vorne 6000km und hinten 12000km gehalten! Somit wird der TKC nicht wesentlich teurer kommen (durch die längere Haltbarkeit vorne).
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Beitragvon rubbermuh » 17.05.2009, 23:04

Hier mal ein "Profiltiefenmapping" nach 8.500km:
Bild
Bild
Trotz deutlicher Sägezahnbildung (beachtet mal den Unterschied zwischen benachbarten Stollen) ist keine Beeinträchtigung im Fahrbetrieb zu bemerken. Nur beim Schieben merkt man stärkeres Rubbeln der Stollen.
Zu den Betriebsbedingungen: nur ca. 400km Autobahn (mit Vmax 120km/h), ca. 800km mit Sozius, Herbst und Wintertemperaturen (Mitte Juni dann neue Erfahrungen nach ausgiebiger Slowenien/Korsikatour), Landstraßentempo irgendwo zwischen Blümchenpflücker (auf den langweiligen Geraden) und Anfängersupermoto (auf den engen Kurvenstrecken), Druck: 2,2/2,4bar (mit Gepäck 2,5 hinten).
Die Erwärmung mit dem erwähnten Druck war nicht spürbar höher als bei einem Battlewing (auf V-Strom 650; hintereinander gefahren, Fahrer 25kg leichter als ich :wink: ). Bei 0,2 bar weniger wird der Reifen bereits sehr warm (optimal im Winter!), bei 0,1 bar mehr wird er nervös, bei 0,2 bar mehr ist Schluß mit lustig - da wird er einfach unberechenbar; also unbedingt eigenen Druckprüfer verwenden - die bei den Tankstellen sind nicht zuverlässig.
Der Schlauch zeigte deutlichen Abrieb im Bereich der Stollen.
Weiteres (vom "Warmwetterverhalten") dann Ende Juni.
Ich betone ausdrücklich, daß ich KEIN Reifenexperte bin - das sind nur meine persönlichen Eindrücke. Aber vielleicht können sie dem einen oder anderen bei seiner Entscheidung helfen. Der TKC muß jedenfalls nicht nach 2000km abgefahren sein; aber es geht sicher :wink: !

lg,
Andi
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Beitragvon rubbermuh » 25.05.2009, 09:25

Kleine Ergänzung zur Laufleistung:
Derzeitiger Stand: 1800km seit dem Wechsel, davon ca. 350km unbefestigte Straßen (zwischen gut erhalten und Gleisschotter wechselnd), zwei Mal über den Stol - und hinten noch zwischen 4 und 8mm Profil in der Mitte. Rundlauf ade :lol: ! Auch am Rand deutlicher Verschleiß - aber keine Sägezahnbildung :lol: !
Somit ist eines klar: nicht das Rollen frißt Gummi, sondern Bremsen bis zum ABS-Einsatz, oder fahren ohne ABS im Schotter. Da zeigt der Reifen dann auch "Fraßspuren" auf der Traktionsseite (daher auch keine Sägezähnchen!).
Die Erwärmung blieb mit ca. 45° (Autobahn bei 110) und handwarm (nach "flotter" Fahrt von Süden auf den Vrsic bei 25° Luft), Druck 2,3/2,5 (mit Gepäck) im normalen Rahmen. Also nix mit "Finger verbrennen" usw. - aber bei 0,2bar weniger (wg. Schotter am Vortag) hieß es am Asphalt Gas weg, da wurde er schon bei 80 deutlich warm!
Griff auf Asphalt: bis zum Hauptständerschrappen; aber nach 120km Schotter war der Reifen auch rauh wie Schleifpapier :wink: .
Also auch im Sommer ein toller Tourenreifen, wenn man aber Schotter in flotter Gangart einplant, sollte man die km-Leistung etwas zurückschrauben.
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Beitragvon Canario » 07.06.2009, 19:55

rubbermuh hat geschrieben:Bei 0,2 bar weniger wird der Reifen bereits sehr warm (optimal im Winter!), bei 0,1 bar mehr wird er nervös, bei 0,2 bar mehr ist Schluß mit lustig - da wird er einfach unberechenbar; also unbedingt eigenen Druckprüfer verwenden - die bei den Tankstellen sind nicht zuverlässig.

Hallo Andi,

gestern war ich bei 9°C und strömendem Regen etwa 120 km im Rhein-Main-Gebiet unterwegs. Das ich hier jetzt sitze und gestern keinen schweren Unfall hatte führe ich zu 5% auf Motorsporterfahrung (Trial) und 95% Glück zurück. Absolut unberechenbar und Grip teilweise gegen Null. Klar, es hatte lange nicht geregnet und es war sicher viel Staub und Gummiabrieb auf der Staße, welcher dann wie Schmierseife wirkten. Trotzdem kannte ich so ein Verhalten nicht bei der alten F650 mit Tourance-Bereifung -> ist ja auch absolut nicht vergleichbar).

Ein paar Kilometer bleiben die TKC noch drauf, dann sind die Battlewing angesagt. Ich fahre sowieso zu 90% Straße und zu 10% ganz leichtes Gelände. Der Vorbesitzer hielt es genauso, keine Ahnung warum er die TKC aufziehen liess.

Gruß
Stefan
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Beitragvon rubbermuh » 14.06.2009, 10:44

Hallo Canario,

Da ist halt ein großer Unterschied zwischen uns: ein Trialer wird durch seine Erfahrung auch beim Battlewing spüren, wann es zu viel ist - und dessen zweifellos wesentlich bessere Haftung und Spurführung daher nutzen können (und sie auch beim TKC erwarten).
Mir als "Ottonormalfahrer" ist dagegen der TKC lieber - der brüllt mir förmlich ins Ohr, wenn es allmählich zu schnell wird. Das Flüstern eines Battlewing war mir einfach zu leise :? ! Und wenn es naß ist, genügt mir ein "Mitschwimmen" mit den Autos; da hatte ich mit dem TKC noch nie Probleme.
Auch in schnellen Kurven ist der TKC durch die merkbare Bewegung auf den Schulterstollen für schnelle Fahrer sicher nervend.
Aber nimm' die Tour, von der ich gestern zurückkam: Bei 7°C und strömendem Regen Abfahrt bei Wien, über den Semmering bei 3°, dann allmählich trocken, über den Katschberg, durch die Dolomiten, am Falzarego nach der Ausfahrt von Cortina eine zuvor frech überholende Yamaha (solo und ohne Gepäck - ich mit Campingzeug drauf) unter Vernichtung von Ständersubstanz (trotz max. Federvorspannung!) in den Kehren wieder abgehängt, und dann noch durch die kleinen Straßen westlich von Trento nach Arco am Gardasee. Fahrzeit: 10 Stunden, ca. 650km. Da brauche ich einfach einen idiotensicheren Reifen!
In Korsika nette Bergstraßen, teilweise etwas gröber geschottert und steil (siehe Foto).
Bild
Da ist der TKC einfach unschlagbar! Mein Sohn fuhr mit Tourance EXP auf einer 650er V-Strom (den Weg am Foto mußte er aber umfahren, da war die Suzi absolut überfordert :D ), und auf Sand kam der EXP sehr schnell an seine Grenzen.
Bei solcher Verwendung und flotter Fahrt auf korsischem Schmirgelasphalt ist nach 4500km leider der hintere TKC nahezu am Ende. Erstaunliche Erkenntnis: bei hohen Temperaturen (29°C) war der TKC wesentlich kühler als der Tourance (Tourance nahe an Fingerverbrennen, TKC nur etwas über Handwarm)! Da scheint die große Oberfläche der Stollen gut zu kühlen.
Ansonsten hatte ich nie Probleme, mit dem Junior mitzuhalten - obwohl der die netten kleinen Rüsseltiere am Rand seiner Tourance auch gnadenlos plattfährt. Somit sind nicht die TKC, sondern die immer wieder aufsetzenden Ständer (auch der Seitenständer ist mittlerweile messerscharf) als Spaßbremse aufgefallen. Wie gesagt: bei maximaler Federvorspannung :cry: - eigentlich traurig. Und mein Gepäck war nicht übermäßig schwer! Da liegt noch Entwicklungspotenzial; oder die Federbeine sind mit Ketten und Steckachsen verwandt ..... .
Aber Schluß mit der Jammerei - Mopped und Reifen haben sich für maximalen Spaß in Gelände und Asphalt bewährt. Und Ständer braucht eh keiner - in Italien lehnen sie die Moppeds auch immer wo an. Also laß' ich meine in Zukunft einfach zu Hause :lol: !
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Beitragvon Canario » 16.06.2009, 21:30

Hallo Rubbermuh,

für Freunde von gröberen Geländeeinlagen ist der TKC sicher eine prima Wahl. Mir fehlt ja momentan jegliche Vergleichsmöglichkeit auf der F800GS, da die Reifen vorbesitzerseitig quasi frisch montiert waren.

War am Sonntag 430km unterwegs vom Taunus zum Edersee und zurück. Zwischen Bermoll und Großaltenstädten fahre ich gemütlich durch den Wald. Am Ende des Waldabschnittes ergibt sich ein wunderbarer Blick auf die Burg Hohensolms. Während ich also einen kurzen Blick nach rechts riskiere und die schöne Burg bewundere meldet mein Popo, daß gerade das hintere Rad die gewünschte Spur verlassen hat und anfängt zu rutschen. Die Straße wurde ausgebessert und großzügig mit Rollsplit bestreut...ein Warnschild oder eine Vorankündigung gab es nicht. Falls dort also jemand evtl. in nächster Zeit unterwegs ist -> Vorsicht!

Was den Reifenverschleiß anbetrifft war ich auch etwas erstaunt über die Aussagen hier im Forum. Bei den meisten hält der vordere Reifen nicht so lange wie der hintere. Bestenfalls halten beide Reifen die gleiche Distanz aus.

Habe gerade mal bei meinen gemessen, jeweils nur die mittleren Stollen im Schnitt (habe die Teile nun 3500km gefahren):
- vorne: 9,5mm (sieht neuwertig aus)
- hinten: 4,5 - 5mm (der hält nicht mehr lange)

Daher frage ich mich neuerdings: Gibt es die F800GS auch mit Frontantrieb? :mrgreen:

Gruß
Stefan
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