Sinn der Yamaha Niken?

Alles was nirgenswo rein passt.

Re: Sinn der Yamaha Niken?

Beitragvon schaaf » 25.05.2018, 08:11

Mittlerweile ist auch der Test von 1000PS online:

https://www.1000ps.de/testbericht-30044 ... -test-2018

Auch dort ist man positiv überrascht vom neuen Yamaha-Konzept.

Dort wird auch die Aussage getroffen, dass die Niken grundsätzlich schon die Voraussetzungen erfüllt um mit dem Autoführerschein gefahren werden zu können. Allerdings sehe Yamaha die Gefahr, dass dieses Konzept einen ungeübten Autofahrer schlichtweg überfordern könnte (durch die möglichen Fahrleistungen, nicht wegen zweifelhafter Fahrleistungen...) und deshalb einen Motorrad-Führerschein vorausgesetzt hat.

Ich persönlich finde die Niken sehr interessant weil sie einfach wieder mal was anderes ist.
Wenn sich mal die Möglichkeit ergeben sollte werde ich bestimmt mal ne Probefahrt machen um mir selbst nen Eindruck über die Fahrleistungen bilden zu können... :D
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Re: Sinn der Yamaha Niken?

Beitragvon HarrySpar » 25.05.2018, 09:08

Von Motorradfahrern mit Motorradführerschein wird die meiner Meinung nach nicht gekauft werden.
Jeder sagt zwar, dass er die Niken toll und interessant findet. Aber für sich selber kaufen wird sie keiner.

Ist ähnlich wie bei den Elektroautos oder auch Elektromotorrädern. Jeder findet sie toll und interessant.
"Aber kaufen können sie gern die anderen. Für MICH ist das eher nichts!"

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Re: Sinn der Yamaha Niken?

Beitragvon SingleR » 25.05.2018, 10:46

blackhawk2k hat geschrieben:Das Ding war einfach zu früh dran, ähnlich wie damals der Audi A2.

Das ist so nur zum Teil richtig bzw. nur so lange, wie man die Aussage auf den 1.2TDI (mit 3 l Verbrauch) beschränkt. Schließlich gab es den A2 auch mit zunächst 2, ab Ende 2003 mit 4 weiteren eher konventionellen Motorvarianten.

Die Probleme das A2 waren die vergleichsweise aufwändige und Gewicht sparende Konstruktion (Alu-Space-Frame, Kunststoff) zu entsprechend hohen Produktionskosten, das stark polarisierende Design und Fehler im Marketing. Aber es hat heute auch einen Vorteil: gut erhaltene A2 erzielen inzwischen Wertsteigerungen (vom direkten Konkurrenten, der inzwischen verrosteten Elch-A-Klasse redet inzwischen niemand mehr!) und sind aufgrund ihrer Konstruktion nahezu unkaputtbar (da keine Korrosion). Mechanische Teile kommen aus dem VW-Baukasten (u.a. Polo, Golf-IV) und lassen sich daher meist kostengünstig beschaffen und ersetzen.

blackhawk2k hat geschrieben:Wenn sich der Niken dynamisch genug fährt, gebe ich dem schon ne Chance auf dem Markt.

Mit diesem Gerät versucht Yamaha ganz offensichtlich, neue Käuferschichten zu erzielen: in den Ballungsräumen in Frankreich und Italien gehören "Mehrspur-Kräder" schon lange zum Verkehrsbild. Dies deswegen, weil die Dinger bei entsprechender Spurweite ja auch mit dem Pkw-Führerschein gefahren werden können. Der Niken versucht nun, Käuferschichten aus dem Dreiradsegment zu erreichen, denen das bisherige Angebot zu leistungsschwach ist. Außerdem sicher auch gestandene Motorradfahrer, die ein Fahrzeug für den urbanen Verkehr suchen, das vergleichsweise kompakt ist, aber - insbes. bei Eis und Schnee - im Vergleich zu einem klassischen Motorrad ganzjahrestauglich ist.

Das Ganze erinnert mich stark an sie Vorstellung des ersten Großrollers namens Yamaha T-MAX. Bis dato hatte der leistungsstärkste Roller ca. 20 PS und 200 cm³ Hubraum. Der T-MAX begründete seinerzeit eine neue Roller-Klasse, die alles andere als unerfolgreich war und viele Nachahmer auf den Plan brachte. Es gab seinerzeit viele, die vom klassischen Motorrad auf den T-MAX umgestiegen sind.
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Re: Sinn der Yamaha Niken?

Beitragvon HarrySpar » 04.06.2018, 10:26

Da gibt's jetzt so ein "1000PS Video" wo sie die Niken getestet haben.
Also das ganze Video lobt eigentlich von Anfang bis Ende nur die gigantische Haftung der Vorderräder und wie schnell man damit deshalb durch die Kurven fahren kann.
Keine weiteren Vorteile gegenüber einem Motorrad.
Meine Freude beim Motorradfahren kommt aber nicht ausschließlich daher, die maximale Kurvengeschwindigkeit zu erzielen. Mir macht das Motorradfahren auch mit "normaler" Kurvengeschwindigkeit Spaß.
Folglich gibt es für mich keinen Grund, die ganzen Nachteile der Niken in Kauf zu nehmen und sie zu kaufen (hässliche Optik, viel mehr Gewicht, aufwendige und teure Vorderräder).
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Re: Sinn der Yamaha Niken?

Beitragvon SingleR » 06.06.2018, 12:52

HarrySpar hat geschrieben:Folglich gibt es für mich keinen Grund, die ganzen Nachteile der Niken in Kauf zu nehmen und sie zu kaufen (hässliche Optik, viel mehr Gewicht, aufwendige und teure Vorderräder).

Na, das Ding hat ja im Vergleich zu einem einspurigen Krad auch Vorteile. Z.B. kann es nicht umfallen! ;-) Und weil das so ist, ist auch das Gewicht sekundär, weil man es bei Langsamfahrt oder im Stand nicht ständig ausbalancieren muss.

Aber egal: ich kann verstehen, wenn jemand diese Dreiräder nicht mag und sie sich nicht kauft. Ich kann aber ebenso verstehen, dass es Leute gibt, die an diesen Dingern aus den schon genannten Gründen Gefallen finden.
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Re: Sinn der Yamaha Niken?

Beitragvon Kugelfang » 06.06.2018, 14:46

SingleR hat geschrieben:Na, das Ding hat ja im Vergleich zu einem einspurigen Krad auch Vorteile. Z.B. kann es nicht umfallen! ;-) Und weil das so ist, ist auch das Gewicht sekundär, weil man es bei Langsamfahrt oder im Stand nicht ständig ausbalancieren muss....
Ist das wirklich so? Ich glaube zu wissen in diversen Video´s gesehen zu haben, das die Niken mit Neigung im Stand ganz locker auf dem Seitenständer abgestellt wurde. Mich würde interessieren ob die Niken beim stehenbleiben an der Ampel umkippt wenn die Füße oben gelassen werden.
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Re: Sinn der Yamaha Niken?

Beitragvon HarrySpar » 06.06.2018, 15:13

Die hat keine solche Vorderradfeststellung wie der Piaggio MP3.
Die kippt also sofort um.
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Re: Sinn der Yamaha Niken?

Beitragvon SingleR » 07.06.2018, 00:29

Kugelfang hat geschrieben:
SingleR hat geschrieben:Na, das Ding hat ja im Vergleich zu einem einspurigen Krad auch Vorteile. Z.B. kann es nicht umfallen! ;-) Und weil das so ist, ist auch das Gewicht sekundär, weil man es bei Langsamfahrt oder im Stand nicht ständig ausbalancieren muss....
Ist das wirklich so? Ich glaube zu wissen in diversen Video´s gesehen zu haben, das die Niken mit Neigung im Stand ganz locker auf dem Seitenständer abgestellt wurde.


Ok, Danke für den Hinweis. Oder: again what learned! ;-)
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Re: Sinn der Yamaha Niken?

Beitragvon R1F800 » 08.06.2018, 09:46

Mal ein paar Worte zu diesen Aussagen.
ABS, seit 1990 in jeder meiner "Hauptmotorräder", ohne ABS seit 1992 ein NoGo.
Euro 4, wenn es denn sein muss. Für mich war der Schaltassi Pro der Grund auf aktuelle BMW umzusteigen. In Euro 4 ist meine S 1000 R für mich laut genug. Euro 4 kostet trotz anderen Aussagen von BMW nach meiner Erfahrung wirklich spürbar Leistung. Habe bei meiner K 1600 GT die versprochene V/max immer noch nicht erreicht.
DCT, habe ich gerade diese Woche wieder fahren können. Wenn lieferbar -> Mindestausstattung.
Honda Riding Assist, warum nicht. Nur muss die Abstimmung so gut sein, das ein Motorrad nicht unhandlicher wird.

Gegen den Yamaha Niken sprechen in meinen Augen, das Sie nicht mit Autoführerschein gefahren werdend darf und was ich schon oben geschrieben habe, die Masse an Material die beim lenken bewegt werden muss. Und da war ich schon von der MP3, und die hat viel weniger zu bewegende Massen, wie bleischwer die sich im Handlingkurs umlegen lässt.[/quote]

Deswegen funktionieren BMW ABS Systeme ja auch so gut. Weil die es können. NICHT

1150 GS - Horror mit ABS Ventilblock
F800GS Desaster bei der Software zur ABS Steuerung ...

Selbsterfahrungen halt ... was nützt mir ein ABS das nicht korrekt funktioniert und Dir bei Bremsungen einfach mal die Bremse auf macht .. nichts...

Aber das ist ja alles OT-

Das YAMAHA Teil .. naja .. wer es braucht und mag. Ist genauso überflüssig auf der Strasse wie ein QUAD, Geländewage oder ähnliches. Aber darum geht es nicht. Jeder kauft sich dieses "Trike" halt weil er Bock drauf hat.
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