BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Alles was nirgenswo rein passt.

BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon Kugelfang » 19.07.2018, 22:08

Grüß euch,
ich habe heute mit einer R 1200 GS geliebäugelt. Ich muss dazusagen das ich vorher noch nie eine gefahren bin, auch den Telelever nicht. Eigentlich wollte ich mir, getreu nach dem Motto "Und das Beste kommt zum Schluss", das ganze bis Ü50 aufheben. Auch da mir öfter berichtet wurde: "Wenn du die Probefahrst, kaufst du sie!". Ich hatte heute nur 45 Minuten Zeit für eine Probefahrt mit einem 2017er Model...

Was soll ich sagen... ich bin ja sowas von enttäuscht. Ich habe das Gefühl das dieses Motorrad allgemein etwas zu hoch gelobt wird.
Reib-/Mahlgeräusche aus dem Motorbereich während der fahrt, seltsames gefühlloses eieriges Fahrgefühl, und vorallem vermisse ich den viel gelobten Druck aus den Kurven heraus (Fahrmodus Dynamic). Wenn ich einen Vergleich zu meiner ehemaligen Super Tenere ziehe, war diese im Betrieb weitaus souveräner.

Hab ich einen Fehler in meinem Denken? Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht ganz...

Morgen bekomme ich nochmal für 2 Stunden die Gelegenheit mit einer anderen R1200GS zu fahren... vielleicht dauert die Große Erkenntniss bei diesem Motorrad etwas länger :D
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon OSM62 » 20.07.2018, 09:48

War es das erste mal das du ein Motorrad gefahren bist welches
keine konventionelle Telegabel verbaut hat?
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon Olchi » 20.07.2018, 10:12

Mein Sohn ist 34 Jahre alt und hat bisher nur Supersportler gefahren. Letztes Jahr hat er sich die R1200GS neu gekauft und ist so dermaßen begeistert davon. Er will nichts anderes mehr, könnte nur noch ein paar PS mehr haben. Natürlich hat er einiges nach seinen Wünschen geändert.
Gruß Olchi
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon Kugelfang » 20.07.2018, 12:40

OSM62 hat geschrieben:War es das erste mal das du ein Motorrad gefahren bist welches
keine konventionelle Telegabel verbaut hat?


Verstehe ich das Falsch, bin gerade verwirrt? :lol:
Telegabel = F800R vor Facelift
Upside Down = F800R aktuelles Model (mein aktuelles Moped / oder nennt man die auch Telegabel?)

Naja, auf jedenfall bin ich vorher den Telelever noch nicht gefahren :D


Ich muss zudem meine Aussage gestern revidieren. Die GS gestern hatte ein vom Werk aus tiefes Fahrwerk, die heute im gegenzug Standart-Höhe. Ich hätte nicht gedacht dass das tiefergelegte Fahrwerk soviel ausmachen kann. In Kombination mit der heutigen Sitzhöhe auf 870mm war es ein komplettes anderes Fahrgefühl.
Und jetzt nach 2h Wisperthal fahrt... bin ich doch begeistert. Der Umstieg auf meine F800R viel mir danach wirklich schwer, ganz besonders wegen dem Kniewinkel :(

:roll: Sorry an alle wegen meinem Missmut gestern! :roll:
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon f800gt » 20.07.2018, 14:41

...das komisch Fahrgefühl lag vermutlich nicht an der Tieferlegung.
Es gibt einige GSen der 2017er Generation, die haben ein schwergängiges Kugelgelenk ab Werk verbaut.
Dies hat zur Folge, dass die Kiste im langsam Fahrbereich „eierig“ zu fahren ist.
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon Tuebinger » 20.07.2018, 15:31

hatte auch schon das "Vergnügen" die wasserkühlte GS ausgiebig fahren zu dürfen ....

Unglaublich wie man bereits nach 3 Kurven ordentlich schräg und völlig unbemerkt mit 160 über die Landstrasse dübelt, das Fahren ist einfach zu unspektakulär damit und damit kann jeder - also wirklich jeder - immer und überall viel zu schnell damit unterwegs sein!

Es gibt ein Zitat von Walter Röhrl: mit dem Fahrzeug kann auch ein dressierter Affe schnell sein - trifft auf die GS zu 100% zu! Total entkoppelt kann man ohne jede Ahnung von Fahrphysik, guter Kurvenlinie oder Blickführung richtig schnell sein, das Ding fährt einfach irgendwie und das ziemlich gut neenee

Mich wunderts nicht mehr, dass ich mit meinen Motorrädern trotz meinem vollem Einsatz bei aller nötigen Vorsicht im Strassenverkehr mit diversen GS-en im Schwarzwald bzw. den Vogesen zu tun hatte, übergewichtiger Herr mit Mutti hinten drauf, 3 Koffern noch dazu, trotzdem mit einem unvorstellbaren Speed unabhängig von der Strassenbeschaffenheit scheinbar locker immer mein Tempo mitgehen konnte ...

Noch ein Wort zum Motor: der 1200er 4-Zylinder der Suzuki Banidt (offen 125PS - 100Nm bei 300 U/min) oder selbst der kleine 955er Triumph Speed Triple 3-Zylinder (120PS, knappe 100Nm) meiner ehemaligen Bigbikes drückten viel besser unten raus als der 1200er Boxer. Die Enttäuschung kann ich nachvollziehen, zumal die Drehfreudigkeit der beiden Motoren oben raus vom Boxer nicht erreicht werden!

Egal, meins ist das nicht.

Wenn schon Crossover oder Funbike, dann lieber 900er Tracer Yamaha oder die XR1000 von BMW!

Gruß vom T.
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon Kugelfang » 20.07.2018, 16:51

Tuebinger hat geschrieben:...Unglaublich wie man bereits nach 3 Kurven ordentlich schräg und völlig unbemerkt mit 160 über die Landstrasse dübelt, das Fahren ist einfach zu unspektakulär damit und damit kann jeder - also wirklich jeder - immer und überall viel zu schnell damit unterwegs sein!...
:lol: :lol: :lol:
Genau das habe ich heute auf meiner Probefahrt getan. Und genau die von dir beschriebenen 160km/h waren schnell erreicht und wenig spürbar. Auf einer geraden Straße natürlich. ;-)

Mir hat heute meine Bank zwar den Kreditaufschlag nicht verneint, ich hätte noch 7k Euro draufzahlen müssen, aber letztendlich hat dann Gott sei dank wieder die Vernunft eingesetzt, wenn auch mit einem weinenden Auge.

Ich werde sie mir definitiv holen, irgendwann einmal, wenn "zuviel" Geld da ist. :?
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon Tuebinger » 20.07.2018, 17:06

Tuebinger hat geschrieben:Noch ein Wort zum Motor: der 1200er 4-Zylinder der Suzuki Banidt (offen 125PS - 100Nm bei 300 U/min


Sollte 3000 U/min heissen....
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon f800gt » 20.07.2018, 18:40

Tuebinger hat geschrieben:
Tuebinger hat geschrieben:Noch ein Wort zum Motor: der 1200er 4-Zylinder der Suzuki Banidt (offen 125PS - 100Nm bei 300 U/min


Sollte 3000 U/min heissen....


die 100 Nm hat die GS K50 schon bei 2500 U/min und die 125 Nm bei 6500.
125 PS bei 7750 U/min
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon Wachtendonker » 20.07.2018, 18:41

Wollte auch unbedingt mal so einen Panzer fahren. Beim letzten BMW-Oktoberfest meines Freundlichen waren die aber immer sofort weg, da musste ich "leider" S1000RR fahren cofus

Habe mittlerweile 5 Fahrtraining in den letzten 3 Jahren gemacht & es waren immer min. 2 GS dabei. Ich muss so ein Teil unbedingt mal ausprobieren. Allerdings halte ich es bei dem Teil so wie NastyNils von 1000PS: "Voll aufmagazinieren als ADV mit Koffern, Sturzbügeln etc, wie einen Panzer" :D
Vergnügen bringt das Leben, wo Weisheit fehlt.
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon agentsmith1612 » 20.07.2018, 18:43

Tuebinger hat geschrieben:meiner ehemaligen Bigbikes drückten viel besser unten raus als der 1200er Boxer. Die Enttäuschung kann ich nachvollziehen, zumal die Drehfreudigkeit der beiden Motoren oben raus vom Boxer nicht erreicht werden!


Ich war mal eine XR Probe gefahren (da besaß ich noch eine F800ST) unten rum lief nichts, Überholen unter 5000-6000 da kam nichts, aber dann kam der Schub und das Grinsen:-).

4 Woche später fuhr ich eine R1200RS Probe, Fahrwerk etwas anders näher vorne näher an der Gabel alles etwas tiefer. Man merkte mehr und durch den tieferen Schwerpunkt (das Bike alleine ist schon viel kleiner als XR oder GS). Das mehr Gewicht zur XR oder gar zur F800 merkte man aber.
Als ich ein paar PKWs überholte merkte ich dann das ist ein Boxer. Unten ist man schon ab 2000 gut unterwegs was sehr angenehm ist aber obenrum kurz vor 9000 ist Schluss, da kommt zwar gleichbleibend etwas ab eben schnell ist man oben am Drehzahl Ende.

Das war der Grund warum ich Boxer nicht so toll fand. Gefiel mit in Kombination mit der RS die ja sportlich sein soll überhaupt nicht. In einer GS wohl ein geeigneter Motor. Wobei auch eine GS würde ich nicht unbedingt als sportlich bezeichnen, sie kann sicher und eine XR fährt der auch nicht so viel weit weg.
Ich kann mir das aber gerade sehr gut vorstellen, man sitzt auf dem hohen Bock (GS) und bekommt nicht viel mit und alles läuft easy, für die wirkliche Langstrecke sicher perfekt, so wie das jeder sicher auf solchen Etappen möchte, strengt ja dann auch nicht so sehr an. Aber nichts merken und daher düsen, finde ich so wie eure Beschreibungen klingen etwas sehr "steril".

Nächsten Monat kommt meine XR zur Inspektion da kann ich ja mal mit einer GS vom Händler nach Hause fahren. ;-)
Mit freundlichen Grüßen
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon Tuebinger » 20.07.2018, 19:31

f800gt hat geschrieben:
Tuebinger hat geschrieben:
Tuebinger hat geschrieben:Noch ein Wort zum Motor: der 1200er 4-Zylinder der Suzuki Banidt (offen 125PS - 100Nm bei 300 U/min


Sollte 3000 U/min heissen....


die 100 Nm hat die GS K50 schon bei 2500 U/min und die 125 Nm bei 6500.
125 PS bei 7750 U/min


Leistungsdiagramm Bandit1200:
http://www.motorrad-vater.de/index_htm_files/176.png

Leistungsdiagramme GS alt/neu:
https://www.motorrad-bilder.at/slidesho ... gleich.jpg

Immer gut die Fakten zu checken: Die neue GS hat wirklich unter 3000 U/min schon mehr Drehmoment als meine damalige Bandit - vielleicht liegts an der Masse (12kg weniger) oder am Vergleich Nakedbike zu SUV oder am oben beschriebenen entkoppelten Fahrgefühl oder an der Übersetzung - wobei die Durchzugswerte der GS sind auch wirklich stark - die Bandit kam mir seinerzeit irgendwie trotzdem stärker vor .... :roll: :mrgreen:

Gruß vom T.
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon henry.de » 20.07.2018, 21:16

HALLO; Ihr habt Probleme, ne GS ist mir mit meinen 64 Jahren noch nie bei auf kurvenreicher Strecke von dannen gezogen, würde mir auch nie ein solches Monstrum für soviel Euros zulegen wollen.

20 Riesen, nein DANKE.

Henry, seit einigen Jahren unter uns.

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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon f800gt » 20.07.2018, 22:07

henry.de hat geschrieben:HALLO; Ihr habt Probleme, ne GS ist mir mit meinen 64 Jahren noch nie bei auf kurvenreicher Strecke von dannen gezogen, würde mir auch nie ein solches Monstrum für soviel Euros zulegen wollen.

20 Riesen, nein DANKE.

Henry, seit einigen Jahren unter uns.

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Die GS hat Leistung satt, wenn man das Gas aufdreht, kommst Du mit der 800er nicht nach. Ich kenne den direkten Vergleich F800/R1200GS.
Aber die Landstrasse als Vergleich nehmen??? Wer sich da mit anderen messen will ist den Führerschein schnell los.
...Fahrkomfort und andere goodies können auch entscheidend sein
Und in den Bergen sieht es schon wieder ganz anders aus, da merkt man ganz deutlich den Drehmomentvorteil der GS.
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Re: BMW R 1200 GS Probefahrt gemacht

Beitragvon Andreas vwWe » 20.07.2018, 22:43

Hallo zusammen,

seit letztem September fahre ich eine R12GS, inzwischen hat sie 11.000 km auf der Uhr - vorwiegend bin ich mit Sozia unterwegs gewesen: in der Eifel, im Hunsrück, auf Korsika, morgen geht es via Vogesen und Jura in die Alpen bis nach Nizza und danach ins Vercors.

Die GS hat gegenüber meiner abgestimmten F8R, auf der ich immerhin 40.000 km abgesessen habe, den Vorteil der Souveränität beim Fahren zu zweit: Der Boxer zieht auch bei voller Beladung aus jeder Kehre als gäb's kein Morgen und das ESA NG bügelt sämtliche Unebenheiten auf schlechten Straßen weg, was vor allem die Sozia freut. Dass man das Fahrwerk dann auch noch per Knopfdruck auf eine üble Wellblechpiste anpassen kann, ist schon fast unglaublich.

Man ist mit diesem Mopped schnell, vor allem zu zweit, aber auch allein hat man echten Fahrspaß. Aber wenn es eng wird, bin ich ohne Sozia auf jeden Fall lieber mit meiner KTM Duke 690 R unterwegs und nach Aussage meiner Kollegen auch noch ein Quäntchen flotter. Oder anders: Mit der KTM musstr ich auf eine Gruppe von sehr selbstbewussten GS-Jungs vielfach an der Gabelung warten ...

Ich freue mich auf meine große Tour mit der GS, die morgen beginnt und werde Euch berichten, ob mir im Vercors beim Solotouren etwas gefehlt hat.

Bis dahin, Gruß

Andreas
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