Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Alles was nirgenswo rein passt.

Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon agentsmith1612 » 22.06.2019, 10:28

Ich finde diese Idee gar nicht so schlecht denn wenn man ehrlich ist:
- Führerscheininhaber die den Schein vor 1980 gemacht hatten haben den kompletten A1 Schein mit drin ohne jemals auf einem solche Fahrzeug gesessen zu haben.

- Mit der BE (Anhängerschein) das gleiche meine Eltern haben ihn ich musste ich ihn machen. Verfüge obwohl ich ihn gemacht habe dennoch wenn ich mir dann einen Hänger leihe nicht über mehr Praxis als sie.

- Man nehme ein Piaggio MP3 LT knapp 30 PS darf jeder fahren der einen Autoschein hat ohne jegliche Einweisung oder Ausbildung.>

Ich denke wir sollten in Deutschland mal ein wenig weg von der Überregulierung jemand der sich bewusst dafür entscheidet diesen 125er Schein Lite zu machen wir den Unterricht und die Fahrstunden ernst nehmen und sich anschließend intensiver damit auseinander setzen. Kostet schließlich auch ca. 500€ die wird wohl nicht jeder einfach mal eben so raushauen nur weil er mal eben fahren möchte.
Das Stichwort heißt hier "Eigenverantwortung" und genau daran hapert es in Deutschland, die Politik denkt alle Bürger sind dumm.

Der Punkt mit Unfällen ist sicher richtig, jedoch hat jeder von uns mal klein angefangen und wir durften und direkt nach der Fahrschule auf dicke Maschinen setzten und sind auch nicht gestorben. Und seien wir mal ehrlich, der Staat soll uns also Schützen damit wir nicht leichtsinnig uns tot fahren? Achso deswegen auch die ganzen Streckensperrungen hier in meiner Umgebung damit ich mich nicht tot fahre, ob ich vernünftig fahre ist dem Staat also egal lieber mal Strecke sperren weil sich da jedes Wochenende die unvernüftigen Deppen hinlegen.

Und ganz klar ist auch das es ein großer Unterschied ist ob jemand ohne Zweiraderfahrung einen 125er Roller fährt oder eine 125er Maschine, letzteren denke ich wäre eher eine sehr kleine Zielgruppe welche diesen Schein überhaupt machen würde.

Also alles in Allem find ich das eine gute Idee, Eigenverantwortung heißt das Zauberwort. Soll doch jeder selber entscheiden dürfen ob er das kann oder nicht.
Und wenn der Staat 0 Verkehrstote als Ziel hat dann möchte er bitte uns allen einen Panzer der 3 km/h fährt vorschreiben.
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon SingleR » 22.06.2019, 10:42

HarrySpar hat geschrieben:Aber mit einem 50er mit 45km/h geht es nun auch nicht. In München auf dem mittleren Ring fließt der Verkehr mit 75km/h. Da braucht man schon eine 125er.

So weit mir bekannt (es ist noch nicht lange her, dass ich in München war), gilt auf dem Mittleren Ring in München auf weiten Streckenabschnitten Tempo 60 (und auf den wenigen anderen Tempo 50). Wenn man dort deutlich schneller fährt, dann sicher nur außerhalb des Berufsverkehrs und unter vorsätzlicher Missachtung der höchstzulässigen Geschwindigkeit.

Heiko-F hat geschrieben:Ich finde die Regelung gut, ist eigentlich schon überfällig. Auch sollte man über die 50er mit 45 km/h nachdenken. Nicht umsonst sind auch bei uns immer mehr alter DDR Mopeds unterwegs, die gehen alle über 60,so kannste einigermaßen mit schwimmen.

Ich bin wie Du der Meinung, dass die Beschränkunng der Höchstgeschwindigkeit der Fuffis auf 45 km/h - schon damals - Unfug war. Insofern ist es absolut ausreichend, die Höchstgeschwindigkeit dieser Geräte - quasi als "Kompromiss" in der aktuellen Diskussion - auf 60 km/h herauf zu setzen. Aber nicht darüber hinaus: dann klappt's auf dem Mittleren Ring, und die Dinger dürfen dann nicht auf die Autobahn. :)

Ein ü100 km/h schnelles Motorrad ist kein Fahrrad. Die Beherrschung auch eines kleinen Motorrads will und muss gelernt werden. Dann kann und soll es auch gerne eine komplette Fahrausbldung sein, inkl. praktischer und v.a. theoretischer Prüfung, wenn ich mir überlege, wie viele Deppen sich heutzutage im Verkehr bewegen, die aber schon die einfachsten Regeln vergessen zu haben scheinen. Der Erwerb einer neuen Fahrerlaubnisklasse wäre eine gute Gelegenheit, das Regelwerk noch einmal zu wiederholen und zu verinnerlichen.

agentsmith1612 hat geschrieben:Das Stichwort heißt hier "Eigenverantwortung" und genau daran hapert es in Deutschland, die Politik denkt alle Bürger sind dumm. ... Achso deswegen auch die ganzen Streckensperrungen hier in meiner Umgebung damit ich mich nicht tot fahre, ob ich vernünftig fahre ist dem Staat also egal lieber mal Strecke sperren weil sich da jedes Wochenende die unvernüftigen Deppen hinlegen.

Du hast Dir gerade selbst die Antwort gegeben, warum das mit der "Eigenverantwortung" nicht funktionieren kann. Steckensperrungen werden insbes. dann ausgesprochen, wenn andere Maßnahmen versagt haben. Dabei geht es nicht ausschließlich ums "Totfahren", sondern auch um vermeidbare Lärmbelästigungen. Wenn sich diejenigen, die in "Eigenverantwortung" vorsätzlich zu schnell oder zu laut unterwegs waren, an die geltenden Regeln gehalten hätten, gäbe es keine Streckensperrungen. Insofern muss ich der Politik leider zustimmen: es gibt zu viele Bürger, die "dumm" sind und folglich vor sich selbst geschützt werden müssen.

agentsmith1612 hat geschrieben:Der Punkt mit Unfällen ist sicher richtig, jedoch hat jeder von uns mal klein angefangen und wir durften und direkt nach der Fahrschule auf dicke Maschinen setzten und sind auch nicht gestorben

WIR (!), die wir hier diskutieren, mögen nicht gestorben sein, aber ich kenne Fälle (damalige Arbeitskollegen meines Vaters), wo es anders war und sich die Söhne, die damals mit 18 Lenzen kaum älter waren als ich, mit für die damalige Zeit "großen" Motorrädern kurz nach der Fahrausbildung totgefahren haben. Mein Vater war damals strikt dagegen, dass ich den Moppedführerschein machte. Zuwiderhandlung hätte den Entzug des "Sponsorings" für den Pkw-Schein nach sich gezogen. Ich konnte meinen Vater im Nachhinein und Jahre spâter - als ich die erste Fahrstunde auf dem Motorrad absolvierte - verstehen. Auch, dass man, kurz nachdem ich den "Einser" in der Tasche hatte, die Stufenführerscheinregelung einführte, von der ich im übrigen heute noch überzeugt bin, dass sie "richtig" war.
Zuletzt geändert von SingleR am 22.06.2019, 11:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon HarrySpar » 22.06.2019, 10:59

Auch mit Vmax 60km/h bist du auf dem mittleren Ring ein Hindernis. Auch wenn nur 60 erlaubt sind.
Der Verkehr rollt nunmal mit 75.
Mit einem Zweirad mit 60 kannst du dann ständig ganz rechts am Rand fahren und die anderen überholen dich einer nach dem anderen.
Das ist für dich selber unangenehm und auch für die Autos.

Umgang mit einem Zweirad mit Vmax über 100:
Dafür reichen als Basis 6 praktische Stunden LOCKER aus.
Ich hab den Schein damals mit 20 mit etwa 15 Fahrstunden gemacht.
Und wie war das damals? Gleich mit dem Motorrad direkt von der Fahrschule im Straßenverkehr losgestartet!
Den Schein hätte man mir nach der ersten 90 minütigen Fahrstunde geben können. Denn das "normale" Fahren und die Gangschaltung war gelernt.
Die restlichen Fahrstunden haben nicht das geringste an zusätzlichen Fahrfähigkeiten gebracht. Denn ich konnte ja nie fahren, so wie ich es wollte. Permanent immer nur schön brav und langsam vor dem Fahrschulauto voran. Was soll das weiter bringen?
Diese "weiteren" Fahrfähigkeiten habe ich dann mit meinem eigenen Motorrad selber erworben!!!
Ein Neuling im Straßenverkehr war ich dabei natürlich nicht. Bin ja schon zwei Jahre Auto gefahren.
Aber das sind die Leute gemäß der angedachten Regelung ja auch. Sogar schon FÜNF Jahre Autoerfahrung.
Also? Ist doch alles voll OK so, wenn die dann die 125er fahren dürfen.
Aber was ist nun der Grund, warum diese Leute nicht den A1 Führerschein bekommen sondern nur eine zusätzliche Erlaubnisbemerkung bei der Klasse B?
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon SingleR » 22.06.2019, 11:40

HarrySpar hat geschrieben:Auch mit Vmax 60km/h bist du auf dem mittleren Ring ein Hindernis. Auch wenn nur 60 erlaubt sind.
Der Verkehr rollt nunmal mit 75. Mit einem Zweirad mit 60 kannst du dann ständig ganz rechts am Rand fahren und die anderen überholen dich einer nach dem anderen.

Ich war froh, dass ich in München auf dem Mittleren Ring 30 fahren konnte, als ich dort war. ;-) Und ein paar Stunden später war ich froh, dass ich wg. niedrigerer Verkehrsdichte die erlaubten 60 km/h fahren konnte .Wenn man dort 75 km/h fahren könnte, dann nur dann, wenn wenig Verkehr ist. Und dann ist, weil Platz zum Überholen ist, aucn ein Krad mit 60 km/h kein Verkehrshindernis. Aber bitte wieder BTT, denn den Mittleren Ring gibt es nur in München! :mrgreen: Und nur für München oder auch max. 3-4 andere Großstädte brauchen wir keine bundesweite Fahrerlaubnisreform. ;-) :lol:
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon Eike » 22.06.2019, 12:19

Auch ein 60er Roller ist zwischen zwei Dörfern nichts - damit einen keine Lkw/Busse überholen, braucht man nun mal 90 Km/h. Und erst dann fühle ich mich akzeptabel sicher. Es komme jetzt bitte kein Schlaumeier, daß Lkw ja außerorts nur 60 Km/h fahren dürfen. Und ja, auf dem mittleren Ring ist man mit 45 oder 60 Km/h verloren. Die Diskussion um 60 Km/h ist auch sinnlos, da nicht EU-rechtskonform. Es gibt nur 45 Km/h oder 125er. Alles andere dauert in Brüssel 20 Jahre und erfordert zusätzlich die Subventionszusage für weitere 5 Millionen nicht vorhanden Olivenbäume ;-)
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon HarrySpar » 22.06.2019, 12:38

Stimmt eigentlich! Diese 45km/h Dinger sind eigentlich für nichts gut.
Innerhalb der Ortschaft zu langsam. Und auch zu schwache Beschleunigung. Denn mit so einem Teil will ich schließlich an der roten Ampel nach vorn fahren und bei Grün als erster vorne weg losstarten. Mit so einem 3,5PS Ding bring ich aber dann nur den Autofahrer hinter mir auf die Palme. Zurecht! Erst vorne hinstellen und dann beim Losbeschleunigen auch noch aufhalten.
Aber mit 10PS fahre ich dem davon und halte den nicht länger auf. Somit ist das ganze für den Autofahrer dann auch kein Ärgernis mehr.
Und hier auf dem Land mal 20km in die nächste Ortschaft? Mit 45km/h? Kannst auch vergessen.
10PS und 90 bis 100km/h sind schon nötig.
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon Eike » 22.06.2019, 14:08

Zumal so ein 45er in den Bergen ernsthaft Mühe hat, einen Berg überhaupt hoch zu kommen. Zu zweit bleiben die dann schon mal stehen., selbst erlebt. Aber in Berlin gibt's ja keine Steigungen, in Brüssel auch nicht...
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon Smaily01 » 22.06.2019, 15:01

Ich bin einer von "denen" die vor 80 den klasse 3 gemacht und somit auch gleich im Besitz des A1 sind ohne Nachweis von Fahrpraxis einfach eine 125iger kaufen und losfahren durften/dürfen. Da ich in meiner Jugend fleißig Mopped (50ccm) Kreidler etc. gefahren hab, war der Aufstieg auf die 125iger Honda Shadow kein großes Problem, obgleich ich nach so langer Pause schon nochmal überlegen musste was so alles angesagt ist zur Beachtung. Habs überlebt und bin heute froh wieder so eingestiegen zu sein und nicht gleich "offen" war gut so.
Aber jemand der einfach nur den 3er hat und dann was weiß ich mit 55 ne 125 iger kauft und einfach losfährt...ja der landet wohl wahrscheinlich im Graben /Krankenhaus oder wenn nicht schlimmer. Diese Regelung halte ich als extrem gefährlich.
6 Fahrstunden und Theorieuntericht bei einem fähigen Ausbilder bringen den talentierten Beginner so weit, dass er zumindest halbwegs sicher unterwegs ist. Und der mit weniger Talent wird die Fahrprüfungen wohl net schaffen und muss nachholen in der Fahrpraxis was ihm fehlt und dann den Schein bestehen....
Vereinfachungen im Erwerb der 125 iger Fahrerlaubnis müssten ein Minimum an Ausbildung garantieren...sonst voll daneben.
Wie schon vorher geschildert, kann auch leider ich berichten, dass es bei meinen Freunden damals zwei Totesfälle auf dem Zweirad (Moped) gab die falschen Fahrverhalten geschuldet waren.
Burokratie meinetwegen runterfahren, aber Ausbildung ist dringend notwendig und richtig...
Klaus
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon Schattenparker » 22.06.2019, 15:48

Meine Meinung dazu:
Schon die 01.04.1980 Regelung ist Quatsch.
Kurz und bündig, wer Auto fahrt benötigt einen Autoführerschein. Wer Motorrad (mot. Zweirad) fahrt, benötigt einen Motorradführerschein. Egal ob das Bike 15 PS oder 115 PS hat.
Der Schattenparker
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon HarrySpar » 22.06.2019, 16:05

Sehe ich nicht so. Wer den Autoführerschein hat, weiß schon mal generell, wie alles im Straßenverkehr abläuft.
Das zusätzliche Motorradspezifische kann man in 6 Stunden LOCKER lernen.
Und das geübte Fahren kann man nur selber in der Praxis lernen.
Harry
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon Langstreckler » 22.06.2019, 17:13

Das ist die erste Idee, die aus dem CSU-geführten Verkehrsministerium kommt, die ich gut finde. Insofern kann ich den Beiträgen von Harry und Eike nur zustimmen.
Ziel der geplanten Reform soll es ja sein, den Zugang zum Fahren von Leichtkrafträdern (bis 125 cm³) zu erleichtern, damit sich der Eine oder die Andere überlegt, kleinere Entfernungen anstatt mit dem Auto mit einem spritsparenden Leichtkraftrad zurückzulegen. – Bus / Bahn / Fahrrad oder E-Bike wären natürlich besser!
Wer dafür den A1-Führerschein machen muss, wird sich gut überlegen, ob er das Geld ausgeben will. Mein 17-jähriger Sohn hat Anfang letzten Jahres den A1 gemacht: Kostenpunkt 1744,47 €, davon ca. 200 € Prüfungsgebühren; insgesamt 17,5 (ganze) Fahrstunden, davon 9 Pflichtstunden (Dunkelheitsfahrt, Überlandfahrt, Autobahnfahrt). Die praktische Fahrprüfung bestand aus 30 Minuten Stadtfahrt, 2 unterschiedlichen Slalomübungen und 3 verschiedenen Bremsübungen. Seit über einem Jahr ist er sturz- und unfallfrei unterwegs.
Seine Yamaha MT 125 verbraucht knapp 2l/100km. Da ich selbst auch schon ab und zu damit gefahren bin, weiß ich, dass man damit sehr gut im Stadtverkehr und auf Kreis-/ Landesstraßen „mitschwimmen“ kann, ohne zum Verkehrshindernis zu werden. Die Fahrleistungen sind aber nicht so, dass das Drehen am Gasgriff Respekt oder gar Furcht einflößen würde.
Deshalb bin ich auch überzeugt, dass ein(e) Fünfundzwanzigjährige(r) mit Auto- und wahrscheinlich auch Fahrraderfahrung – bei 25° Schräglage und Sand fliegen beide aus der Kurve - die Grundzüge des Motorradfahrens in 6 Fahrstunden erlernen kann. Weitere Erfahrung muss man danach sowieso durch eigenes „Doing“ gewinnen. Da helfen keine weiteren Fahrstunden und auch keine Prüfung, sondern nur persönliche Reife, keine Selbstüberschätzung und manchmal auch ein Schutzengel, den wahrscheinlich die meisten von uns auch schon einmal gebraucht haben.
Wenn ich zurückdenke, dass ich den 1er nach 2 Jahren Kreidler mit 2 Fahrstunden gemacht habe (45 km zum Ebnisee, Fahrlehrer mit Yamaha XS360 / ich mit Suzuki GT185; zurück mit getauschten Moppeds), dann ist die „Scheuer-Initiative“ mit einem deutlichen Plus an praktischer Übung verbunden. Das müsste reichen!
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon Smaily01 » 22.06.2019, 23:05

ist doch sinngemäß meine Rede Oder?? habe ich undeutlich formuliert? :D
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon agentsmith1612 » 23.06.2019, 08:07

SingleR hat geschrieben:Du hast Dir gerade selbst die Antwort gegeben, warum das mit der "Eigenverantwortung" nicht funktionieren kann. Steckensperrungen werden insbes. dann ausgesprochen, wenn andere Maßnahmen versagt haben. Dabei geht es nicht ausschließlich ums "Totfahren", sondern auch um vermeidbare Lärmbelästigungen. Wenn sich diejenigen, die in "Eigenverantwortung" vorsätzlich zu schnell oder zu laut unterwegs waren, an die geltenden Regeln gehalten hätten, gäbe es keine Streckensperrungen. Insofern muss ich der Politik leider zustimmen: es gibt zu viele Bürger, die "dumm" sind und folglich vor sich selbst geschützt werden müssen.

Wenn zuvor keine anderen Maßnahmen durchgeführt werden?
Lärmbelästigung ist nicht zutreffend, da jedes normale Motorrad korrekt zugelassen ist.
Kann ich bestätige, jedoch ist eine kollektive Maßnahme eben auch das Übel welches ich verurteile. Erst recht dann wenn mein eigenes Hobby und dafür sind wir ja hier dadurch eingeschränkt wird.

Sprechen wir doch mal über die potenzielle Zielgruppe dieses Führerscheines:
Wer jung und mobil sei möchte und vor einem Roller keine Angst hat macht mit 15 die M Klasse --> 45 km/h
Wer schneller sein möchte und eventuell schon Motorräder toll findet macht mti 16 den A1 --> teuer und fast obsolet da mit 17 die B Klasse gemacht werden kann bei dem M mit drin ist und ein Jahr weiter dann A gemacht werden kann. Sprich den Sprößlingen für 1 Jahr mit 10 PS Maschinen statt 4 PS Roller viel Geld ausgeben, halte ich für viel Geldverschwendung.

Wer kauft sich den zu heutiger Zeit einen 125er Roller? Entweder die ältere Generation die vor 1980 den Schein gemacht hat oder ja niemand. Jemand der die A Klasse hat wird mit Sicherheit keinen 125er Roller kaufen.

Der Aufwand und die "Hemmschwelle" sich so ein Gefährt zu kaufen und zu nutzen würde durch die neue Regelung gesenkt. Der Markt für solche Fahrzeuge ich gehe mal eher von Rollern aus (auch Elektrisch) würde "gefördert" werden und mehr Konkurenz würde entstehen was sich auf Auswahl und Preise bemerkbar machen würde.
Der derzeitige Markt für diese Gefährte ist ja mehr oder weniger in Deutschland tot, weil es nur wenige potenzielle Fahrer gibt.
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon HarrySpar » 23.06.2019, 08:27

Es wäre einfach nur für alle Beteiligten toll, wenn z.B. in München 2000 Autos weniger zur Arbeit oder zum Einkauf fahren würden und dafür 2000 von diesen Gefährten mit 1,5 anstatt 6l/100km.
Mit Gepäckkiste kriegt man da auch den Wocheneinkauf rein.
Also schnell her mit der neuen Regelung!!! Besser heute als morgen!!!
Harry
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Re: Führerschein für 125cm3 jetzt leichter?

Beitragvon SingleR » 23.06.2019, 10:35

Eike hat geschrieben:Die Diskussion um 60 Km/h ist auch sinnlos, da nicht EU-rechtskonform. Es gibt nur 45 Km/h oder 125er. Alles andere dauert in Brüssel 20 Jahre und erfordert zusätzlich die Subventionszusage für weitere 5 Millionen nicht vorhanden Olivenbäume ;-)

Die Diskussion um 60 km/h ist eben nicht sinnlos, weil man sie EU-weit änern bzw. neu festlegen kann. Deine Argumentation, dass Diskussionen auf EU-Ebene 20 Jahre dauern, ist mit der hier diskutierten "Variante" der Fahrerlaubnisreform krachend widerlegt. :mrgreen:

agentsmith1612 hat geschrieben:Lärmbelästigung ist nicht zutreffend, da jedes normale Motorrad korrekt zugelassen ist.

Und was ist mit all denen, die mit nicht zugelassenen Auspuffanlagen unterwegs sind (u.a. entfernte dB-Killer), die die Umwelt akustisch zumüllen?

Aber wie gesagt: wir müssen über den Sinn und Unsinn besagter Regelung nicht weiter diskutieren, so lange uns die Verkehrsunfallstatistik in denjenigen Ländern, in denen man sie schon eingeführt hat, genügend Argumente liefert. In welche Rechtung auch immer. ;-)

So, und jetzt gucke ich weiter 24h-@Nürburgring im TV. Liefert mir mehr Erkenntisse als diese Diskussion hier im Forum. :)
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