BMW stellt Motor der R 18 vor

Alles was nirgenswo rein passt.

BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon OSM62 » 29.11.2019, 20:08

So sieht der neue Boxermotor von BMW aus:

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Das sind die Informationen von BMW dazu:

Hubraumstärkster Zweizylinder-Boxermotor aller Zeiten.

Herzstück der neuen BMW R 18 ist ein komplett neu entwickelter Zweizylinder-Boxermotor, der „Big Boxer“, wie er bisher nicht nur in den beiden Concepts von BMW Motorrad – dem Concept R 18 und dem Concept R 18 /2 –, sondern auch in den von BMW Motorrad unterstützten Custom Bikes „The Departed“ von ZON und „Birdcage“ von Revival Cycles die zentrale Rolle spielte. Jetzt stellt BMW Motorrad diesen neuen, charakterstarken Motor im Detail vor.

Nicht nur mit seinem eindrucksvollen äußeren Erscheinungsbild, sondern auch in technischer Hinsicht knüpft der neue „Big Boxer“ an die traditionellen Boxermotoren an, die seit Beginn der BMW Motorrad Fertigung im Jahre 1923 rund 70 Jahre lang bis zum Erscheinen des luft-/ölgekühlten Nachfolgers synonym für die Motorräder aus München beziehungsweise Berlin-Spandau standen: klar gezeichnete und im Sinne bester Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit konstruierte Motoren, mit logisch angeordneter, aber gleichwohl leistungsfähiger Technik.

Mit ohv-Ventiltrieb sowie separatem Motor- und Getriebegehäuse trägt auch der neue „Big Boxer“ die konstruktiven Merkmale, die bereits den ersten BMW Motorrad Boxermotor, damals noch mit seitengesteuerten Ventilen, auszeichneten. Der hubraumstärkste, jemals in der Motorradserienfertigung eingesetzte Zweizylinder-Boxermotor verfügt über 1 802 cm3 Hubraum, resultierend aus 107,1 mm Bohrung und 100 mm Hub. Die Motorleistung beträgt 67 kW (91 PS) bei 4 750 min-1. Das maximale Drehmoment von 158 Nm liegt bereits bei 3 000 min-1 an. Dabei sind von 2 000 bis 4 000 min-1 mehr als 150 Nm abrufbar. Das bedeutet enormes Durchzugsvermögen und – in Verbindung mit üppig bemessener Schwungmasse – auch vorbildliche Laufkultur. Dies sind die im Fahrbetrieb so wichtigen Vorteile dieser Leistungs- und Drehmomentdarstellung. Die Maximaldrehzahl beträgt 5 750/min-1, die Leerlaufdrehzahl liegt bei 950/min-1.

Luft-/Ölkühlung, vertikal geteiltes Motorgehäuse und dreifach gleitgelagerter Kurbeltrieb.

Der neue „Big Boxer“ ist luft-/ölgekühlt, besitzt großflächig verrippte Zylinder und Zylinderköpfe und bringt inklusive Getriebe und Sauganlage 110,8 kg auf die Waage. Er verfügt über ein vertikal geteiltes Motorgehäuse aus Aluminium.

Im Gegensatz zu den klassischen luftgekühlten Zweiventil-Boxermotoren von BMW Motorrad verfügt die aus Vergütungsstahl geschmiedete Kurbelwelle des „Big Boxer“ jedoch über ein zusätzliches Hauptlager in der Mitte, das aufgrund des enormen Zylindervolumens notwendig wurde, um unerwünschte Biegeschwingungen der Kurbelwelle zu unterbinden.

Die beiden Pleuel mit I-Schaft sind wie die Kurbelwelle gleitgelagert und ebenfalls aus Vergütungsstahl geschmiedet. Sie nehmen aus Aluminium gegossene Kolben mit zwei Kompressionsringen und einem Ölabstreifring auf. Die Lauffläche der Leichtmetallzylinder ist mit einer NiCaSil-Beschichtung versehen.

Die Versorgung mit Schmier- und Kühlöl übernimmt eine Nasssumpfschmierung mit einer zweistufigen, via Hülsenkette von der Kurbelwelle angetriebenen Ölpumpe.

Klassischer ohv-Ventiltrieb mit zwei Nockenwellen wie bei der legendären R 5 bis zur R 51/2 gepaart mit moderner Vierventiltechnik und Doppelzündung.

Obgleich der neue „Big Boxer“ im Sinne bestmöglicher Drehmomentdarstellung sowie optimaler Verbrauchs- und Emissionswerte auf vier Ventile, Doppelzündung, eine moderne Brennraumarchitektur sowie Saugrohreinspritzung und das Motormanagement BMS-O vertraut, setzt er beim Ventiltrieb auf die klassische ohv-Bauart, wie sie bei BMW Motorrad rund 70 Jahre lang zum Einsatz kam.

Bei der Entwicklung des Ventiltriebs für den „Big Boxer“ ließen sich die BMW Motorrad Ingenieure – ganz im Sinne des Heritage-Gedankens – von einer ganz besonderen Motorenkonstruktion in der Geschichte von BMW Motorrad inspirieren: dem Zweizylinder-Boxermotor der R 5/R 51 (1936 – 1941) beziehungsweise R 51/2 (1950 – 1951), dem ersten BMW Motorrad mit Boxermotor nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Gegensatz zu den anderen ohv-Konstruktionen von BMW Motorrad verfügt dieser, von Kennern hochgeschätzte Motor über zwei mittels Hülsenkette von der Kurbelwelle angetriebene Nockenwellen.

Wie beim historischen Vorbild sind die beiden Nockenwellen auch beim „Big Boxer“ links und rechts oberhalb der Kurbelwelle angeordnet. Vorteile dieses „Zweinockenwellen-Boxers“ sind kürzere Stößelstangen. Damit einher gehen reduzierte bewegte Massen, verringerte Durchbiegungen und geringere Längenausdehnungen. Ein insgesamt steiferer Ventiltrieb mit verbesserter Steuerpräzision und höherer Drehzahlfestigkeit ist die Konsequenz dieser aufwendigeren Konstruktion.

Gabelkipphebel und manuell über Einstellschrauben justierbarer Ventilspielausgleich nach traditionellem BMW Boxer Vorbild.

In traditioneller BMW Motorrad Boxerbauweise betätigen die beiden Stößelstangen pro Zylinderseite für die Ein- und Auslassseite je eine, auf der Oberseite der Zylinder in einem abgedichteten Stößelrohr geführte Stößelstange. Die Betätigung der beiden Ein- und Auslassventile im Zylinderkopf erfolgt jeweils paarweise über Gabelkipphebel.
Entgegen der heute verbreiteten Motorentechnik geschieht der Ventilspielausgleich jedoch nicht über Hydroelemente, sondern – wie bei den meisten klassischen luftgekühlten BMW Zweiventil-Boxern über Jahrzehnte hinweg üblich – über je eine Einstellschraube mit Kontermutter pro Ventil. Wie einst bei den klassischen Zweiventil-Boxern gelingt die Justierung des Ventilspiels (0,2 – 0,3 mm) damit auch beim „Big Boxer“ der R 18 in sehr kurzer Zeit. Die aus Stahl gefertigten Ventile messen im Tellerdurchmesser auf der Einlassseite 41,2 mm, auslassseitig sind es 35 mm. Der Ventilwinkel beträgt einlassseitig 21 Grad, auf der Auslassseite 24 Grad.

Klauengeschaltetes Sechsganggetriebe und selbstverstärkende Einscheiben-Trockenkupplung mit Anti-hopping-Funktion.

Wie bei den allermeisten BMW Motorrad Boxermotoren seit Jahrzehnten üblich (Ausnahme: vertikal durchströmter, luft-/wassergekühlter Boxer seit 2012), überträgt eine Einscheiben-Trockenkupplung das vom Motor erzeugte Drehmoment zum Getriebe. Sie ist erstmals als selbstverstärkende Anti-hopping-Kupplung ausgeführt und eliminiert damit das unerwünschte, durch das Motorschleppmoment bedingte Stempeln des Hinterrades bei hartem Herunterschalten.

Das klauengeschaltete Sechsganggetriebe befindet sich in einem zweiteiligen Gehäuse aus Aluminium und ist als Vierwellengetriebe mit schrägverzahnten Gangradpaaren konstruiert. Die Getriebe-Eingangswelle mit Knaggendämpfer treibt die beiden Getriebewellen mit den Gangradpaaren an.
Zur Distanzüberbrückung und Drehrichtungsumkehr ist eine Abtriebswelle angeordnet. Als Sonderausstattung ist ein Rückwärtsgang erhältlich. Dieser ist über ein Vorgelege und einen Elektromotor angetrieben und manuell schaltbar.

Offen laufender Sekundärtrieb nach klassischem Vorbild.

Wie bei allen BMW Motorrädern mit Boxermotor erfolgt die Drehmomentübertragung vom Getriebe zum Hinterrad auch bei der R 18 über einen Gelenkwellen- beziehungsweise Kardanantrieb mit Kreuzgelenk, Welle sowie Hinterachsantrieb mit Kegel- und Tellerrad. Wie bis einschließlich des Modelljahres 1955 bei BMW Motorrad üblich, sind Gelenkwelle und Kreuzgelenk im Sinne faszinierender klassischer Motorradtechnik glanzvernickelt und laufen offen. Für den Längenausgleich kommt getriebeseitig ein sogenanntes Tripoidgelenk zum Einsatz.

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Noch mehr Bilder gibt es hier:
http://www.bmw-motorrad-bilder.de/mb/th ... ?album=228
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon HarrySpar » 29.11.2019, 23:29

"Ach Gott!" kann ich da nur sagen. Was soll das für ein Motorrad werden, wo so ein Motor Sinn macht? Kann ja eigentlich nur ein Motorrad zum Herzeigen sein, und keins zum Fahren.
Ist ein Motor wie der von der Yamaha MT01. Nur andere Zylinderanordnung.
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon EPN Itzehoe » 30.11.2019, 01:41

Harry, du sprichst mir aus der Seele!
Für die Neuerfindung der Vergangenheit, für Eisenhaufen-Romantik a la Harley und offensichtlich sogar für die eigene Produktion dieses Unikums in Mini-Stückzahlen ist das Geld da, aber die Mittelklasse wird fremdgefertigt und auf Allerweltsniveau festgenagelt. Ich glaube die haben da pro Quartal eine psychedelische Sitzung, wo die jeweils neueste Geschäftsstrategie ausgewürfelt wird. Ich weiß was: Als nächstes kommt ein Seitenventiler! Geil! Das hat noch keiner gewagt.
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon HarrySpar » 30.11.2019, 09:40

1800cm3 - und dann nur 91PS und 158Nm!!! 180Nm wären die obligatorischen zehn Prozent vom Hubraum.
Für ein Motorrad sinnlos.
So ein Motor taugt eher als Stationärmotor. Z.B. für eine Bewässerungspumpe in der Landwirtschaft für 8760h Laufzeit im Jahr und für 50 Jahre.
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon SingleR » 30.11.2019, 09:46

HarrySpar hat geschrieben:"Ach Gott!" kann ich da nur sagen. Was soll das für ein Motorrad werden, wo so ein Motor Sinn macht?

Bitteschön! Die Karre eignet sich ja nichtmal zum Brötchen Holen!!! ;-) Aber über eins kannst Du Dich sicher nicht beschweren: nämlich dass der Motor kein Drehmoment abliefert... :mrgreen:

EPN Itzehoe hat geschrieben:Für die Neuerfindung der Vergangenheit, für Eisenhaufen-Romantik a la Harley und offensichtlich sogar für die eigene Produktion dieses Unikums in Mini-Stückzahlen ist das Geld da, aber die Mittelklasse wird fremdgefertigt und auf Allerweltsniveau festgenagelt..

Und ich wollte hier schon die Mutter aller Fragen stellen, ob sie diesen Klumpen aus Alu und Stahl auch in China zusammenlunkern lassen... :mrgreen:
Twin-F: die perfekte Symbiose aus 2-Spark-Rotax-Eintopf und Zündabstand eines Einzylinder-2-Takters... :mrgreen:
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon HarrySpar » 30.11.2019, 10:09

Ja genau!
Ist was für Rechtsanwälte und Zahnärzte, denen mit 50 einfällt, dass sie Motorrad fahren wollen.
Die kaufen sich so einen Mist.
Fahren dann in den nächsten 8 Jahren insgesamt 3200km damit und lassen in dieser Zeit 8 Kundendienste machen.
Nach 8 Jahren verlieren sie dann wieder die Lust und verkaufen sie wieder.
Und dann kommt ein Interessent und will sie probefahren. Aber weil sie schon ein ganzes Jahr nicht mehr bewegt wurde, ist die Batterie leer und springt nicht an. Und der 58 jährige Rechtsanwalt weiß dann 100 prozentig nicht mal, wo die Batterie steckt. Ist bei diesem Modell ja auch extrem schwierig zu erahnen, wo die stecken könnte. Naja, nimmt man halt das Handy und ruft den ADAC. winkG
Harry
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon 815-mike » 30.11.2019, 11:33

...nee - wat seid Ihr fies...

Endlich mal ein Krad für wallende Emotionen, feuchte Augen generierend.
Und auch noch in D statt soooo weit im Osten produziert.

Und wieder motzt Ihr rum...

popcorn
mike
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon Spätstarter69 » 30.11.2019, 13:12

Ich würde sie mir nicht kaufen, aber die vorgestellte rote R18 /2 sieht schon geil aus.
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon Joe » 30.11.2019, 17:37

So ein Motor ist schlecht für einen Cruiser.
Wo sollen da die Beine vom Fahrer hin. Da sind doch die Zylinder im Weg. Das war doch schonmal ein Kritikpunkt.
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon GT_FAHRER » 30.11.2019, 18:41

Ein geiler Drehmomentmotor für einen Cruiser oder Chopper, da macht der Motor mit seinem grossen Hubraum Sinn.

Und dann auch konsequenter Weiser wieder ein Boxer Motor mit dem BMW groß geworden ist. ThumbUP

Aber kein Motor für mich, da ich mit Cruiser oder Chopper nichts anfangen kann.

Es könnte aber mit diesen Motorrädern der ein oder anderen USA Schrott Fahrer zum umsteigen bewegt werden.


lG Peter
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon blackhawk2k » 30.11.2019, 18:55

Glaube nicht, dass du den Harley Fahrer auf so ein Ding bringst, eher steigen ein paar Leute von der GS um, die damit eh keine Touren fahren
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon Karl Dall » 30.11.2019, 21:12

Dat Dingen ist doch ein Flugmotor...muss noch der Prolepper dran
Gruss Karl Dall
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon Heiko-F » 30.11.2019, 21:14

Dieses Modell ist auch nur ein Nischenmodell ,und wird dann wieder ganz schnell verschwinden. Die Kohle hätte man lieber in die Mittelklasse stecken sollen.......
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon wzmeisteroehme » 01.12.2019, 08:11

Morgen Gemeinde .

So recht erschliesst sich auch mir der Sinn dieses Trum nicht .

Aber für das Marketing ist das eben die zahlungskräftige Zielgruppe . So ab 30000 Euro wird die kosten . Dafür wird investiert .

Was wir hier so fahren ist doch für die " das sogenannte Ackermansche Peanuts " , wir sind die Motorradproleten .

Für Motorräder so um die 10000 Euro wir nix mehr investiert , da langt ein Chinaimport .
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Re: BMW stellt Motor der R 18 vor

Beitragvon wzmeisteroehme » 01.12.2019, 08:19

noch was dazu kurz :

Ich war mit meiner Frau in München in der NL um ihr mal die F800R damals zu zeigen .

Der Verkäufer hat die ganze Zeit immer in Richtung meiner Frau gesprochen , bis sie sagte das sie gar keinen Motorradschein hat .

" Ach das ist gar nicht für Sie sondern für ihren Mann ???!!! "

Er war total perplex das so ein relativ billiges Motorrad für mich ist . Nix grosses , nix teures , sondern was für den Alltag .

So ticken die bei BMW .
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