Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder...“

Alles was nirgenswo rein passt.

Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon Tanke » 26.07.2020, 13:04

Ich hoffe (nicht wirklich) dass die Zahl von 95 noch abgsenkt wird. Dann schau ich hier nochmal rein und werde lesen, was die ganzen „hurra! hurra! Scheisst auf die Gleichbehandlung und unsere Grundrechte!“-Schreier hier dann für ne Meinung vertreten, wenn dann plötzlich eine F800 auch zu laut und vom Fahrverbot betroffen ist...........

Mal ne Vermutung: nieeeemals wäre hier dann jemand anderer Meinung!
Pffff...is klar.
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon HarrySpar » 26.07.2020, 13:28

Tanke hat geschrieben:... wenn dann plötzlich eine F800 auch zu laut und vom Fahrverbot betroffen ist...........

Ja, rein theoretisch kann es in Zukunft sein, dass dieser Wert z.B. auf 88 gesenkt wird.
Dann sind fast alle Motorräder betroffen.
Ich denke es gibt dann eine sehr große Nachfrage, z.B. die F800 Modelle um 2dB(A) leiser zu machen. Also z.B. von 90 auf 88.
Dann werden die Zubehörauspuffhersteller sicher solche Nachrüstschalldämpfer anbieten. Oder sogar die Motorradhersteller selber.

Dass die Anwohner dieser stark betroffenen Straßen einfach mit Lärm von Fahrzeugen rechnen und leben müssen, ist irgendwie schon klar. Aber dass sich die Hersteller plötzlich Auspuffklappen einfallen lassen und ohne irgend eine technische Notwendigkeit die nagelneuen Motorräder lauter machen als alle Motorräder der letzten 30 Jahre - DAS muss sich ein Anwohner nicht gefallen lassen!!!

Wären die betroffenen Motorradbesitzer wirklich auch selber an einer Lärmreduzierung interessiert, dann sollen sie lieber nicht zu Tausenden demonstrieren sondern den Herstellern die Bude einlaufen, dass sie diese Motorräder schleunigst leiser machen.
Harry
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon Langstreckler » 26.07.2020, 15:55

@ SingleR: Deinem letzten Beitrag kann ich nur zustimmen!
Leider gibt es auch in diesem Forum Leute, denen der Sound ihrer Maschine wichtiger als das Lärmempfinden der Anwohner beliebter Motorradstrecken ist.

Ich rede hier nicht von denen, deren im Originalzustand belassenes Motorrad den Tiroler 95dB(A)-Grenzwert reißt. Das ist wirklich ärgerlich, und es bleibt nur zu hoffen, dass bald Nachrüstlösungen angeboten werden, die den Schalldruckpegel – und damit verbunden vielleicht auch die eine oder andere Pferdestärke - signifikant reduzieren.

Kein Verständnis habe ich aber für diejenigen, die angesichts der aktuellen Lärmdiskussion, die an Schärfe sicher noch zunehmen wird, wenn der Motorradlärm nicht abnimmt, sich immer noch Zubehörtüten hinter die Krümmer schrauben wollen. Das ist so ähnlich, wie wenn Zigarettenraucher auf Zigarillos umgestiegen wären, während parallel über Rauchverbote in Kneipen diskutiert worden ist.

An anderer Stelle (http://www.f800-forum.de/viewtopic.php?f=44&t=15384#p200567) hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass die Nachrüstlösungen de facto fast immer lauter als die Originalanlagen sind und im Laufe der Zeit noch lauter werden, weil sie mit schallschluckender Dämmwolle gestopft sind, die im Laufe der Zeit verkokelt.
Dass das so ist, wissen die Herrschaften. Diese Tatsache wird aber offensichtlich nonchalant beiseitegeschoben nach dem Motto: „Ist doch nicht mein Problem, wenn SC Project & Co Auspufftöpfe bauen, die wohl nur als ausgewähltes Sonderexemplar die Abnahmeprüfung bestanden haben und im Laufe der Zeit noch lauter werden.“

Da zu viel Lärm ähnlich schädlich wie zu hohe Abgase ist, wäre es doch eine gute Idee, bei der Hauptuntersuchung neben einer Abgas- auch eine Standgeräuschmessung einzuführen, um festzustellen, ob der eingetragene Wert noch eingehalten wird. Die Fahrer von im Originalzustand belassenen Moppeds hätten da garantiert nichts zu befürchten - das gilt nicht nur für die F800-Fraktion -, und die Zubehörauspuffhersteller würden zukünftig vielleicht etwas verantwortungsvoller entwickeln.

Gruß
Dietmar
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon HarrySpar » 26.07.2020, 18:22

Bei der HU horchen die schon auf die Lautstärke. Gibt aber eine ziemlich große Messtoleranzspanne.
Wenn der Prüfer denkt, dass der zu laut ist, wird er schon mal das Mikrofon zücken. Denke ich zumindest.
Harry
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon agentsmith1612 » 26.07.2020, 20:35

Reiner52 hat geschrieben:Ich habe einen legalen Diesel mal für viel Geld gekauft und darf jetzt auch nicht überall
mehr fahren !


Hier liegt aber der große Unterschied.
In der Zeit haben sich die Abgasnormen geändert, von Euro 4 auf Euro 5 und auf Euro 6.
Das heißt du könntest theoretisch ein Auto kaufen welches die neue Abgasnorm erfüllt und wärst nicht betroffen.

Bezogen aufs Moped, hier kannste du nichts neues kaufen. Die Vorschriften sind alle identisch. Klar ist meine XR mit Euro 3 älter als die XR mit Euro 4 am Geräusch hat sich aber nichts getan, weil sich in Sachen Vorschriften was den Lärm an geht auch nichts getan hat.

HarrySpar hat geschrieben:Dass die Motorradhersteller mittels Klappen die Motorräder jetzt derart laut machen, konnte man nicht ahnen. Und in Tirol sind ja sogar nicht mal alle Klappenmotorräder verboten. Nur die über 95. [...]

Harry, ich glaube wir wissen jetzt das bei dir die böse Klappe alles schuld ist.
Und jeder der so ein Motorrad mit Klappe kauft ist deiner Meinung nach bestimmt auch mitschuldig?

Ich stelle mir gerade vor, ich latsch mit 20k € zu BMW und sag ja XR ist toll hat die ne Klappe "ja", ok und die GS hat die auch ne Klappe "ja" gibts bei Ihnen auch was in der Größe ohne Klappe "Nein", ok dann kann ich leider kein Motorrad bei Ihnen kaufen, die sind alle böse.
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

SingleR hat geschrieben:Der Fehler ist, dass Deine Herangehensweise an das Problem bereits mit Fehlern behaftet ist (s.o.). ;-) Eine Gesellschaft bzw. das in ihr verankerte Rechtssystem ist steten Veränderungen unterworfen. Was gestern noch tolerierbar war, muss morgen, weil sich inzwischen die Voraussetzungen geändert haben, nicht mehr sinnvoll sein. Wenn Du weiterhin der Meinung bist, dass Deine Rechtsauffassung richtig ist, dann kann die Empfehlung nur lauten, auf dem Rechtsweg gegen die jeweiligen Verordnungen vorzugehen.


Danke für deinen Beitrag, ich bin ganz bei dir, das ist auch gut so das unser System so funktioniert und das es das gibt.
Welche Vorraussetzungen haben sich denn geändert? Also die Zulassungsnormen haben sich nicht geändert? Und ich lese auch nichts in dem Bereich das hier in nächstes Zeit was geändert werden soll, viel mehr lese ich nur Verbote, Verbote, Verbote.

Was mich an dem ganzen aber einfach nur ärgert und was ich nicht verstehen kann ist die Methode.
- Man nimmt willkürlich einen Wert 95 dbA
- Man nimmt noch willkürlicher das Standgeräusch was einfach gar nichts mi dem fahrenden Motorrad zu tun hat
- möchte den Lärm eindämmen, nimmt aber nur spezifisch Motorradfahrer, keine PKWs, keine LKWs oder andere Fahrzeuge, somit keine Gleichbehandlung von allen lärmverursachenden Fahrzeugen.

Ich kann doch nicht sagen, Motorradlärm nervt mich aber der Bauer Ewald der hier vorbei fährt stört mich nicht? Als Anwohner kann ich das sagen, aber doch nicht als Gesetzgeber.

Aus dem Ganzen hier wissen wir, Lärm wird unterschiedliche wahrgenommen in Abhängigkeit der Frequzenz und jeder einzelne empfindet unterschiedlichen Frequnzen als unterschiedlich störend oder auch nicht.

Etwas Subjektives kann meiner Meinung nach nicht als Grundlage für irgend eine Regelung gelten. Dafür haben wir Messwerte und Schall kann man in Dezibel messen.
Also wenn ich eine Grenze für einen Schall festlege dann kann ich nur mit Messwerten argumentieren und diese eben auch begründen und dann eben für alle Fahrzeuge nicht nur für Einzelne.

Im übrigend zeitliche Fahrverbote für Zweiräder auf bestimmten Strecken wegen eine zu großen Zahl an Unfällen finde ich genauso bescheuert.
Entweder ich habe die Unfallgefahr (Fahrbahn, Neigung, Kurven oder was auch immer) oder ich habe sie nicht. Wie kann eine Strecke am Wochenende gefährlich für Zweiräder sein in der Woche aber nicht. Oder noch besser Wochentags von 8-17 Uhr nicht ab 17 Uhr und am Wochende aber schon?
Mit Physik ist das nicht zu erklären und daher mich einfach nicht glaubhaft. Entweder ganz oder gar nicht.
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon HarrySpar » 26.07.2020, 21:14

Agentsmith:
Man hat den Kesselberg am Wochenende gesperrt, weil da das "Rennaufkommen" im Vergleich zu unter der Woche stärker ist. Die Alternative wäre, 365 Tage im Jahr zu sperren. Ist das besser? Da ist mir "nur" am Wochenende lieber.

Und klar ist nur die Klappe an allem schuld!!! Ohne Klappe müsste das Abgas IMMER durch den gedämmten Auspuffteil und das Motorrad wäre IN JEDEM BETRIEBSZUSTAND so leise wie alle anderen die 30 Jahre zuvor auch.
Und dass das Standgeräusch als Parameter verwendet wird, ist alles andere als dumm. Es ist ein klares Indiz für die Lautstärke bei geöffneter Klappe. Auch beim Fahrbetrieb.

Die Besitzer derlei Klappenmotorräder konnten ursprünglich nicht viel dazu. Aber jetzt!!! Jetzt sollen sie BMW, Ducati und anderen die Bude einrennen, dass die Nachrüstungen zur Lärmdämmung anbieten. Nicht demonstrieren!

Lärm wird vom menchlichen Ohr frequenzabhängig unterschiedlich wahrgenommen. Z.B. etwa bei 2000Hz ist das menschliche Ohr sehr empfindlich. Deshalb wird der Geräuschpegel nach der Messung in Frequenzbänder unterteilt und bewertet. Das ist die allgemein verwendete "A" Bewertung. Deshalb geht es nie um die dB Werte sondern um die dB(A) Werte.
Die dB Werte sind erst mal nur die gemessenen Schalldrücke übers ganze hörbare Frequenzband. Z.B. von 125Hz bis 8000Hz.
Danach werden diese "Rohdaten" bewertet. Das Frequenzband um 2000Hz lässt man etwa ohne Faktor so stehen.
Denn dieses Frequenzband wird sehr laut wahrgenommen vom menschlichen Ohr.
Und die Frequenzen darüber und darunter werden mit Faktoren (alle kleiner 1) multipliziert. Denn diese Frequenzen werden nicht so laut wahrgenommen. Erst dann hat man das Endergebnis, also die dB(A) Werte, um die es immer geht.

Und klar macht so mancher Traktor oder BMW M5 auch riesigen Lärm. Aber auf einen Traktor oder BMW M5 auf den relevanten Strecken kommen wahrscheinlich 250 Motorräder.

Harry
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon Langstreckler » 26.07.2020, 21:46

HarrySpar hat geschrieben:Bei der HU horchen die schon auf die Lautstärke. Gibt aber eine ziemlich große Messtoleranzspanne.
Wenn der Prüfer denkt, dass der zu laut ist, wird er schon mal das Mikrofon zücken. Denke ich zumindest.
Harry


Horchen reicht nicht, Harry.
Der Prüfer schaut eben, ob es für den Topf eine ABE gibt, und gut ist es. Was ist , wenn der Prüfer einen Hörschaden hat oder sein Hörgerät falsch eigestellt ist?

Spaß beiseite. So wie die Abgase (CO-Gehalt) gemessen werden, muss dann eben auch das Standgeräusch bei der HU überprüft werden. Wenn die Abweichungen gegenüber dem eingetragenen Wert bei bereits neuen Zubehörschalldämpfern bis zu 4 dB(A) (Bos vs. F800R Original) betragen, dann geht das nicht in den Messtoleranzen unter. Gegebenenfalls müssen die Prüfstellen eben noch ein wenig in entsprechende Schallmesstechnik investieren, um zuverlässige Messwerte zu ermitteln.

Gruß
Dietmar
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon agentsmith1612 » 26.07.2020, 22:11

HarrySpar hat geschrieben:Man hat den Kesselberg am Wochenende gesperrt, weil da das "Rennaufkommen" im Vergleich zu unter der Woche stärker ist. Die Alternative wäre, 365 Tage im Jahr zu sperren. Ist das besser? Da ist mir "nur" am Wochenende lieber.

Aber genau das ist ja der ganze Quatsch, weil sich einige mehr zu bestimmten Zeiten erheblich daneben benehmen als zu normalen Zeiten, sperrt man direkt für alle zu diesen Zeiten?
Ich komme darauf weil ich genau so eine Strecke vor der Haustür habe, die Wochentags ab 17 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen komplett für Motorräder gesperrt ist. Ich bin an einem Mittwoch (Feiertag) dort mal hergefahren und wurde natürlich angehalten, ich argumentiere "an einem normalen Mittwoch wäre es um diese Zeit in Ordnung zu fahren an einem Feiertags Mittwoch aber nicht, ändert sich die Strecke, so eine Art Transformer?"
Der Polizist sagte nur weiß er auch nicht, er muss das nur durchsetzten. Warum stehen die nicht an den "Renntagen" dort mal und ziehen die Leute die da eben "Rennen" fahren raus? Bei uns hier war das eben so, einige Tote, und Leute die sich treffe und mit Stoppuhr da hoch und runter rasen. Habe ich kein Verständnis für, aber für so ein Verbot genauso wenig.

HarrySpar hat geschrieben:Die Besitzer derlei Klappenmotorräder konnten ursprünglich nicht viel dazu. Aber jetzt!!! Jetzt sollen sie BMW, Ducati und anderen die Bude einrennen, dass die Nachrüstungen zur Lärmdämmung anbieten. Nicht demonstrieren!

Hatte bei BMW ja angefragt, bei Kesstech auch, gibt nichts für ne XR.
BMW argumentiert eben auch mit der unsicherer Gesetzteslage. Nach dem Motto, die Bescheuerten da machen ihre eigenen Regeln, da ziehen wir nicht mit.
Welchen "Hebel" haben denn die Leute die schon längst ein Motorrad gekauft haben, BMW und Ducati hat unser Geld. Die die potenziell eines kaufen möchten die haben einen Hebel um da zumindest etwas in Rollen zu bringen.

HarrySpar hat geschrieben:Und klar macht so mancher Traktor oder BMW M5 auch riesigen Lärm. Aber auf einen Traktor oder BMW M5 auf den relevanten Strecken kommen wahrscheinlich 250 Motorräder.

Laut ist aber laut, ob einer oder viele und von den 250 Motorrädern sind auch nicht alle laut, und darunter sind sicher welche < 95 dbA die laut fahren aber eben auch welche die > 95 dbA haben und leise fahren.
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon HarrySpar » 27.07.2020, 09:22

Diese Regelung gilt in Tirol ja erst mal nur dieses Jahr. Das ist bei denen vielleicht einfach mal ein Versuch, den Krach zu mindern.
Wahrscheinlich werden die im Winter das Ergebnis mal untersuchen und beratschlagen, wie sie es 2021 machen. Ist bei denen halt auch erst mal ein Lernprozess.
Und es ist auch klar, dass die nicht an jeder Strecke eine Hundertschaft Polizisten einsetzen können, um genau nur die Krachmacher und Rennfahrer rauszufiltern. Die Polizei hat auch noch paar andere Aufgaben.
Ich weiß, Du hast BMW geschrieben und eine Negativantwort erhalten.
Aber wenn immer wieder zehn oder zwanzig Betroffene in München vor der Zentrale mit Schildern stehen, und vielleicht auch mal das Fernsehen kommt und schaut, was da los ist, dann wird sich BMW vielleicht nicht mehr einfach nur rausreden sondern was zur Geräuschdämmung anbieten.
Da reichen locker zwanzig Leute. Müssen keine 6000 Demonstranten sein! Und hat eine bessere Wirkung. Und bitte mit normaler Kleidung oder Motorradkleidung. Nicht mit Kutten und Clubaufnähern. Das erzegt bei der Bevölkerung eher Unmut.
Und die Multistrada von meinem Nachbarn ist IMMER laut. Der startet die nur mit Standgas und kommt auch nur mit Standgas wieder von der Tour zurück an seine Garage. Aber DIE hör ich immer durchs geschlossene Fenster. Mit der KANN man einfach nicht so leise fahren wie mit einem anderen Motorrad.
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon Lardlad » 27.07.2020, 11:41

HarrySpar hat geschrieben:Agentsmith:


Und klar ist nur die Klappe an allem schuld!!! Ohne Klappe müsste das Abgas IMMER durch den gedämmten Auspuffteil

Harry


Ja bist Du den des Wahnsinns fette Beute?? Dabei könnte es zu erhöhtem Strömungswiderstand kommen, der im schlimmsten Fall den Verbrauch um bis zu einem ganzen halben Prozent erhöhen könnte.
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon HarrySpar » 27.07.2020, 11:51

ThumbUP winkG
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon agentsmith1612 » 28.07.2020, 16:04

https://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/ ... bal-de-DE#

Netter Artikel, trifft es eigentlich auf den Punkt.
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon Hartmut_HB » 28.07.2020, 19:17

Vor allem SACHLICH. clap
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon Saraphong » 29.07.2020, 13:51

HarrySpar hat geschrieben:Bei der HU horchen die schon auf die Lautstärke. Gibt aber eine ziemlich große Messtoleranzspanne.
Wenn der Prüfer denkt, dass der zu laut ist, wird er schon mal das Mikrofon zücken. Denke ich zumindest.
Harry


Bevor ich zum TÜV fahre baue ich immer den Originalen dran. Warum ich das tue, nicht weil mein Zubehörschalldämpfer zu laut ist (gefühlt ist er schon lauter als der Originale), sondern ich nicht wieder so ein Theater haben will. Als ich das erste Mal mit dem neuen Zubehörschalldämpfer (SC Project) beim TÜV war holte der Prüfer als erstes das Lärmmessgerät und wollte gleich IN DER HALLE eine Messung machen. Nach meinem Protest und einigem hin und her hat er dann das Bike vor die Tür geschoben, ein Meter vor die Halle. Die Messung war natürlich Mist. Nach einem weitern "Gespräch" schob er dann das Bike auf den Parkplatz, Messung ergab genau die erlaubten 90dB(A).
Um mir das zu ersparen fahre ich zum TÜV nur noch mit dem Originalen (bei 2 Schrauben kein Akt), bei dem Originalen Topf interessiert ihn der Lärm nicht die Bohne.
Man muss nicht davon ausgehen das die beim TÜV immer Ahnung haben.

Gruß Ralph
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Re: Österreich „ Fahrverbot für besonders laute Motorräder..

Beitragvon Lardlad » 29.07.2020, 17:03

.... weshalb ich seither nicht mehr zum TÜV fahre, sondern mit sämtlichem Kraftfahrzeugen zur KÜS oder GTÜ. Die haben nach meiner Erfahrung mehr Durchblick. Die weisen auf kritische Punkte hin, machen aber kein Drama wie der TÜV, der ernsthaft einmal die Plakette verweigert hat, weil bei einem Kofferträger die Fahrtrichtungsanzeiger je 2, in Worten, zwei mm zu dicht zum Brems-/Rücklicht befestigt waren. Hab dann zur Nachprüfung mit Unterlegscheiben unterfüttert um den TÜV-Onkel glücklich zu mschen. War echt 'nen ziemlicher Vorschriftenjockey. DEKRA habe ich ähnlich pingelig erlebt. GTÜ und KÜS sind nach meiner Erfahrung daran orientiert ausschließlich sichere Fahrzeuge mit einer Plakette zu versehen, und nicht auf Teufel komm raus Mängelschlüssel für pillepalle Sachen in den Prüfbericht zu schreiben. Bei dem Puffi hätte mein Prüfer vermutlich, sofern er nicht derbe laut ist, darauf hingewiesen, dass die Polizei damit Probleme haben könnte, weil der auch weiß, dass bei Nörgelei einfach umgebaut, und dann wieder zurückgebaut wird.
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