Lenkkopflager erneutern

Die Technik zur F800R - F 800 R.

Lenkkopflager erneutern

Beitragvon duck » 27.12.2013, 09:40

Hi,
nach nun knapp 32k ist mein Lenkkopflager wohl fällig für einen Wechsel.... Habe es selbst erst gar nicht bemerkt- erst bei der letzten Inspektion wurde darauf hingewiesen. Selbst habe ich es dann festgestellt indem ich das Vorderrad entlastet habe und dann von vorne ganz sachte an den Blinkern den Lenker bewegt habe (klingt vielleicht komisch aber über die "Gummilagerung" hatte ich irgendwie eine bessere Rückmeldung bekommen)- und da war er dann der "Rastpunkt"- und ich wunderte mich, warum ich so schlecht um die Kumre komm :roll:


Da der Materialeinsatz ca 30€ beträgt, der Freundliche jedoch auch verdienen muss würden die Kosten wohl so bei 100- 130€ liegen.

Daher meine Frage an die Leute, die bereits den Wechsel selbst durchgeführt haben:
    Welche Vorkenntnisse sind erforderlich?
    Was kann man "Falsch" machen?
    Wie hoch ist der Zeitansatz für einen Gelegenheitsschrauber (Stunde/ Halber Tag, ganzer Tag?).

Zu meiner bisherigen Schraubererfahrung zählt eigentlich nur Radwechsel, (sogar das Hinterrad ging ohne Schrammen rein und raus) Einbau des Scottis (streng nach Anleitung).

Bremsbeläge und Kette werden auch demnächst fällig- da habe ich keine Bedenken. Schrauberbuch für die R und die Rep DVD sind vorhanden-

Bedenken habe ich vor dem Ausschlagen des alten Lagers und dem Einschlagen des neuen Lagers. (Abzieher wie in der Rep DVD Angegeben hab ich nicht)
Freude am Fahren :-)
-Markus-
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon Kowalski » 27.12.2013, 12:14

Damit die Lagersitze sich nicht aufweiten, vor dem Ausschlagen der Lagerschalen diese von Aussen mit einer Heissluftpistole zu erwärmen, ebenso vor dem Einziehen der neuen Lagerschalen. Beim Ein-und Austreiben gleichmässig über Kreuz schlagen, die Schalen dürfen nicht verkanten.

Ideal wäre ein Einziehwerkzeug. Ist das nicht vorhanden, mit den alten Lagerschalen die Neuen einschlagen. Lagerschalen eine Nacht vorher in den Teifkühler legen, rausnehmen und sofort einziehen. Lagerschalen aussen etwas fetten. Ebenso die Kegelrollenlager gut einbalsamieren.

Lagerspiel einstellen, Einstellschraube in Gabelbrücke oben zuerst mit 25 Nm festziehen, 60°Rückdrehwinkel, Endanzug 10 Nm.

Zeitaufwand mit De-und Montage der Gabelrohre, Lagerwechsel etwa halber Tag.
Vorkenntnisse Umgang mit Drehmomentschlüssel, Vorhandensein der Anzugsmomente.
Vorsicht wie gesagt beim Ein-Austreiben der Lagerschalen.
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon SingleR » 27.12.2013, 12:38

Hallo!

Bei vorausichtlichen Kosten von max. EUR 130 und dem Erfordernis von Spezialwerkzeug würde ich die Arbeit in einer entsprechend ausgerüsteten Werkstatt machen lassen. Das Lager etwas schief eingetrieben und montiert bedeutet, dieselbe Arbeit in Kürze wieder machen zu müssen - mit neuem Lager... Was glaubt Ihr, wie viele F-Fahrer (Einzylinder) ich kenne, die das LKL selbst gewechselt haben, nach wenigen tausend km wieder ran mussten - um sich dann über die angeblich lausige Qualität der Lager zu beschweren statt sich (in Anbetracht fehlender Erfahrung und Spezialwerkzeuge) an ihre eigene Nase zu packen? ;)

Übrigens: die Freundlichen haben doch aktuell rabattierte "Winterpreise". Vielleicht machen die ja ein "UHU"- ("unter Hundert" :mrgreen: ) Komplettangebot?
Twin-F: die perfekte Symbiose aus 2-Spark-Rotax-Eintopf und Zündabstand eines Einzylinder-2-Takters... :mrgreen:
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon CBR » 27.12.2013, 12:45

Sind die 130 inkl. Arbeitslohn ?
Wenn ja würde ich da nicht lange überlegen.
Gruß Gordon
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon Kowalski » 27.12.2013, 18:50

Ob 130 € für die ganze Arbeit ausreichen, bezweifle ich, doch hat der Freundliche Erfahrung und das nötige Werkzeug, sodass der Wechsel in gut zwei Stunden erledigt ist.

Ich habe die LKL auch schon selber gewechselt und mir dazu mittels einer Gewindestange ein Einziehwerkzeug gebastelt. Mit Anwärmen der Lagersitze und Kältespray für die Lagerschalen ging das gut und hielt wieder lange. Lager hatte ich von SRO/FAG.

Ohne etwas Sachverstand würd ich's beim Händler machen lassen.
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon ronne » 27.12.2013, 19:42

Das Lager kannst du auch einen Tag vorher in den Eisschrank legen.
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon Heiko-F » 27.12.2013, 21:49

Hier würde ich auch beim :D nach dem Wintertarif fragen,oder in eine freie gehen.
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon Richard » 27.12.2013, 23:37

Hallo,

bei meiner S hat der Wechsel des Lenkkopflagers 186,- Euros gekostet. KM-Stand damals: 59253. Bin heuer nur 3x mit der S gefahren.

Teuer wird's erst, wenn das alte Lager raus ist und das neue nicht rein geht. Dann musst du das Moped abholen lassen.

Habe mich darum auch für die Werkstatt entschieden.

Gruß Richard
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon mrsklempus » 29.12.2013, 12:15

Hallo,

bei meiner S (47tkm) waren die LKL auch "fertig", d.h. Rastpunkt in der Mittelstellung. Mein Papa hat beide Lager selbst gewechselt.
Er meinte, wenn du noch nie ein Lager gewechselt hast bzw keine Grundkenntnisse von Schlosserei/Maschinenbau hast, dann laß es die Werkstatt machen. Die Lagersitze sind (wie der gesamte Rahmen da vorn) aus Alu. Und wenn die einmal versaut sind(durch unsachgemäße De- bzw Montage) dann wird es richtig teuer! Falls du es dir trotzdem zutraust, dann spare nicht bei den Lagern! Von FAG kosten 2 Stück ca 30 €. Kaufe keinen Ch...-Schrott!

Gruß Anne
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon cultus » 29.12.2013, 13:12

Hi Markus,

mach das selbst - und Du lernst dein Moped kennen und bist ihm ein Stück näher.

Wenn Du vorsichtig bist, passiert da nix. Heißluftfön und Gefriertruhe sind aber Pflicht. Und dann keine Gewalt! Ganz leicht Schläge mit dem Kunststoffhammer - immer schön ans Verkanten denken.

Übrigens sind japanische Lager (NGK) nicht schlechter und bei BMW auch oft verbaut.

Wenn Du es nicht rauskriegst, kannst Du immer noch alles wieder zusammenbauen und die Karre zu BMW bringen.

Rein geht einfacher, weil die gekühlten Lager einfach in die warmen Sitze fallen (sollten).

Gruß
Holger
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon Richard » 29.12.2013, 15:58

Arbeitet die BMW-Werkstatt da auch mit einer Kühltruhe und dem Heißluftfön?

Gruß

Richard
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon Kajo » 29.12.2013, 16:47

Richard hat geschrieben:Arbeitet die BMW-Werkstatt da auch mit einer Kühltruhe und dem Heißluftfön? Gruß Richard


Mein Freundlicher hat eine Kühltruhe, da ist Bier und alkoholfreie Getränke und manchmal auch Eis gelagert. Ob die hübsche, nette Brünette am Empfang einen Heißluftfön hat weiß ich allerdings nicht.

Mit kühl fönendem Gruß - Kajo
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon Kowalski » 29.12.2013, 16:48

Richard hat geschrieben:Arbeitet die BMW-Werkstatt da auch mit einer Kühltruhe und dem Heißluftfön?

Gruß

Richard


Mit Heissluftpistole ja, Kühltruhe wird durch Kältespray kompensiert, geht schneller.
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon Graver800 » 29.12.2013, 17:48

cultus hat geschrieben:Hi Markus,
mach das selbst - und Du lernst dein Moped kennen und bist ihm ein Stück näher.
Wenn Du vorsichtig bist, passiert da nix. ...
Gruß
Holger


Ja sowas würd ich nicht selbst machen, zumal der angegebene Preis doch nicht die Welt ist. Da kann man mehr "versauen" als man seinem Motorrad "näher kommt".
"Fön" und "kühl" verbinde ich lieber nicht mit nem Motorrad, da bin ich anderen Dingen lieber nah! :mrgreen: :oops:
Nix für ungut!
Die MEINE ist schwarz-weiss ... nicht kariert, nicht schraffiert, ... ... und morgen hoffentlich noch da- ... die klauen hier nämlich immer noch Mopeds wie die Raben
Meine F800R siehst du hier: viewtopic.php?f=19&t=5113&hilit=zeigt+her&start=915#p118322
Meine Vorstellung hier: viewtopic.php?f=3&t=9349&p=116335#p116335
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Re: Lenkkopflager erneutern

Beitragvon Kowalski » 29.12.2013, 19:34

Da muss Jeder entscheiden, ob er sich vom fachlichen Wissen und seiner Werkzeugausstattung sowas zutraut oder besser und am Ende günstiger und auf der sicheren Seite die Werkstätte seines Vertrauens aufsucht.
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