Motorradketten - Vergleich

Die Technik zur F800R - F 800 R.

Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon Holger1 » 06.08.2019, 06:45

Was Agentsmith sagt ist schon richtig.
Das hört man ja sogar.
Eine trockene Kette ist deutlich lauter und rauher als eine geschmierte Kette. Das ist quasi gehörter und gefühlter Verschleiß. :D

Die Fettkammer wird das Problem Nr. 1 sein. Ist die am Ende, gehts mit der Kette dem Ende entgegen.

Und ich kann mir gut vorstellen, dass genau hier der Kettenöler greift. Dadurch das die Kette immer frisch geschmiert ist, hat das Öl auch die Möglichkeit in/durch den O-Ring/X-Ring zu wandern und sorgt so dafür das auch über das theoretische Ende des Fettes in der Fettkammer weiterhin geschmiert wird. So meine Vermutung.

Wäre der Kettenverschleiß rein der Durchbiegung, Längng, also der mechanischen Kraft geschuldet, würde ein Kettenöler nix bringen.
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon SingleR » 06.08.2019, 15:53

Holger1 hat geschrieben:Und ich kann mir gut vorstellen, dass genau hier der Kettenöler greift. Dadurch das die Kette immer frisch geschmiert ist, hat das Öl auch die Möglichkeit in/durch den O-Ring/X-Ring zu wandern und sorgt so dafür das auch über das theoretische Ende des Fettes in der Fettkammer weiterhin geschmiert wird.

Ich bin mir nicht sicher, ob das Öl des Kettenölers tatsächlich die Dichtringe passieren kann. Bisher habe ich immer angenommen, dass das Kettenöl zwischen Rolle und Hülse gelangen und dort für Schmierung und Dämpfung sorgen soll. Wenn das Kettenöl tatsächlich einigermaßen "problemlos" die Dichtringe passieren könnte, dann müssten diejenigen, die einen Kettenöler einsetzen, am Ende auch mit einer ("Sport"-) Kette ohne jegliche Dichtringe auskommen. Ich befürchte aber, dass genau das noch niemand ausprobiert hat und somit keinerlei Langzeiterfahrungen vorliegen.

In den technischen Unterlagen von Regina werden "dauergeschmierte" Ketten erwähnt, die mit dem Hinweis, harte Lastwechsel verdauen zu können, speziell fur Off-Road-Bikes konzipiert sind. Wenn man mal davon ausgeht, dass derartige Ketten aus höherwertigen Materialien gefertigt werden, könnte ich mir zumindest vorstellen, dass eine "Enduro"-Kette, auf einem Straßenmotorrad eingesetzt, einen Laufleistungsvorteil ggu. On-Road"-Ketten hat.

So langsam wäre es an der Zeit, dass sich mal eine seriöse Motorradzeitschrift mit diesen Themen (Materialqualität bei On-Road-Ketten - Off-Road-Ketten bei On-Road-Bikes) beschâftigt. Mir fehlen nämlich zum Testen einfach nur die technischen Mittel, um derartige Tests in einem zeitlich überschaubaren Rahmen durchführen zu können ;-)
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon Karl Dall » 07.08.2019, 08:48

Zitat:
"Und ich kann mir gut vorstellen, dass genau hier der Kettenöler greift. Dadurch das die Kette immer frisch geschmiert ist, hat das Öl auch die Möglichkeit in/durch den O-Ring/X-Ring zu wandern und sorgt so dafür das auch über das theoretische Ende des Fettes in der Fettkammer weiterhin geschmiert wird. So meine Vermutung."

Wirklich NUR eine Vermutung! Wenn Öl (und Dreck) von Aussen rein sollte, hätte man die Entwicklung 4-fach abgedichteter Glieder
sparen können--es geht beim Pflege-ölen nur ums Bemühen, Kriechöl zwischen Rolle und Hülse zu bekommen (ob das bei schnelllaufender Kette durch gelegentliches "Hinträufeln so gut funzt wie von Hand?)
Kollege hat jedenfalls mit WD40-Sprühen auch 35000km erreicht
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon HarrySpar » 07.08.2019, 09:27

Karl Dall hat geschrieben:...Kollege hat jedenfalls mit WD40-Sprühen auch 35000km erreicht

Im Forum für Honda Innova / CuB / Wave schwärmen sie alle vom Kettensägeöl. Allerdings haben diese Ketten (angeblich) keine O-Ringe et.c.
Mein Papa macht auch immer Kettensägeöl auf seine Wave.
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon Karl Dall » 07.08.2019, 14:11

wenn wir schon dabei sind...
... möchte ich die Fragestellung etwas erweitern:
wir wünschen doch eigentlich, dass ne Kette so lange hielte, wie ein Kardan (bis ein defekter Simmering das Hinterrad einsaut), oder?
Wenn die Dinger denn mal 70-900000Km halten sollen, müssen wir mal einen Seitenblick zur Steuerkette riskieren:
Die halten, obwohl mickrig dimensioniert, bei der 5-10 fachen Umlaufgeschwindigkeit ein Autoleben lang---es sei denn, die Kaufleute zwingen die Konstrukteure zum Sparen.
Warum?--weil sie im Ölbad und Staubdicht betrieben werden.
Die Oiler-Fraktion betont immer wieder, dass das Träufelöl vom Hinterrad-Sandstrahler auf die Kette geworfenen Staub alsbald wieder abwäscht.
Nun die Frage: Welche (Bastel-)Konstruktion könnte denn diesen gerade bei Regenfahrten aufgebrachten Schleifstaub von der Kette fernhalten?
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon agentsmith1612 » 07.08.2019, 17:54

Interessanter Vergleich. Eines wurde aber noch vergessen. Die Steuerketten sind alle komplett geführt und komplett gespannt ohne jeglichen Durchhang oder Spiel.
Eine andere Frage ist wie viel Belastung kommt auf so eine Steuerkette?

Andersherum ist auch interessant längen sich die Antriebketten aufgrund der Belastung oder auf Grund von äußeren Einflüssen wie Korrosion und Durchhang? Oder sogar weil eine Fettpackung nach langer Zeit undicht wird, ausläuft und dann nicht mehr schmiert? Das würde dann aber doch eher zu einem steifen Glied führen?

Ich habe mal ausgerechnet für die S1000 XR wird bei normalem Ritzel im 1. Gang bei höchstem Drehmoment 440 kg bzw. 4312 Nm Zug auf die Kette ausgeübt. Also ungefähr ein Zehntel der Zugfestigkeit.
Zuletzt geändert von agentsmith1612 am 09.08.2019, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon HarrySpar » 07.08.2019, 18:38

Also die Honda Innova hatte einen Kettenkasten, in dem die Kette völlig eingehaust ist. Und wenn man seitlich einen etwa 3cm großen Stopfen rauszieht, kann man von dort aus schmieren.
Der Nachfolger, die Honda Wave hatte keinen Kettenkasten. Staub und Wasser können also an die Kette. So auch bei meinem Papa.
Aber Unterschiede bei den Lebensdauern der Ketten sehe ich da eigentlich keine.
Halten immer so 20000 oder 25000km.
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon Holger1 » 07.08.2019, 22:59

Weiß auch nicht ob das Kettenöl die Dichtringe der Kette passieren lässt, eventuell hilfts ja nur das kein oder weniger Wasser eindringt oder Fett austreten kann. Wobei so ein Gummiring ja schon am arbeiten ist und der durch seine Bewegung sicher nicht so gut abdichtet wie ein Wellendichtring.
Ausschließen würde ich es jedenfalls nicht.
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon Karl Dall » 08.08.2019, 19:34

verstehnix scratch

Zitat: "ob das Kettenöl die Dichtringe der Kette passieren lässt"
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon SingleR » 08.08.2019, 23:26

agentsmith1612 hat geschrieben:Ich habe mal ausgerechnet für die S1000 XR wird bei normalem, Ritzel im 1. Gang bei höchstem Drehmoment 440 kg bzw. 4312 Nm Zug auf die Kette ausgeübt. Also ungefähr ein Zehntel der Zugfestigkeit.

Danke für die Berechnung - von der ich ausgehe, dass sie richtig ist. ;-) Und es scheint die These zu bestätigen, dass eine höhere Zugfestigkeit nicht automatisch mit einer höheren Laufleistung gleichzusetzen ist.

Die Kettenlängung kann im wesentlichen nur 2 Ursachen haben:

1. Längung der Laschen
2. Verschleiß an der Kontaktstelle zwischen Bolzen und (innerer) Hülse, also in dem Bereich, der abgedichtet ist

Will man Kettenlängung vermeiden, gibt es also folgende Möglichkeiten:

1. qualitativ hochwertige Abdichtung des kritischen Bereichs, gepaart mit hochwertiger Fettfüllung
2. Verwendung von hochwertigen Stahllegierungen ("hochwertig" = weniger Längung bzw. geringerer Abrieb)
3. bei Verwendung von "minderwertigeren" Legierungen: Erhöhung der Laschenstärke

Am besten ins Marketing passen - mit Verweis auf die Kataloge und Datenblätter der Hersteller - 1 und 3. Und für "Dummies" - mit Verweis auf die o.g. Berechnungen - wohl auch die Rigiditätswerte. ;-) Oder liege ich falsch?
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon agentsmith1612 » 09.08.2019, 16:10

Wir sind uns denke ich alle einig das Ketten sich irgendwann längen, manche früher und stärker andere später und schwächer, wie auch immer und das sie sich ungleichmäßig längen.

Rausgefunden warum sich eine Kette längt haben wir noch immer nicht richtig.
Es wäre wirklich interessant ob sich die Glieder oder die Bolzen längen bzw. die Bolzen sich abtragen.
Vermutlich passiert beidesm, aber im welchen Maße?
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen das sich Glieder längen, denn hochbelastet ist keine Kette, zumal man niemals dauerhaft volles Drehmoment nutzt.
Ich beobachtete das im S1000-Forum schon mehrfach berichtet wurde das die original BMW Kette auf R, RR und XR wohl eine lange Zeit kaum Längung aufweißt und kurz bevor das Lebensende dann erreicht ist mehr oder weniger schlagartig eine starke Längung eintritt.
Dies würde doch wenn ich richtig liege dafür sprechen, dass es einen Zeitpunkt gibt an den die Fettfüllung oder oder weniger an einigen Stellen weg ist und es dort dann zu hoher Reibung kommt und damit Abrieb an den Bolzen.

Eine Längung der Glieder die schlagartig eintritt würde nur dadurch erklärt werden das durch nicht mehr vorhandene Schmierung die Stelle an der Glied auf Glied tritt so stark warm wird, dass eine plastische Verformung durch den Zug hervorgerufen wird. Sprich durch Reibungshitze wird die Zugfestigkeit runtergesetzt und die Kette verformt sich vom Zug.

Um das zu beweisen, wüssen man die Glieder und die Rollen bei einer neuen Kette messen und dann bei einer verschlissenen.
Blöd nur das man jedes Glied messen müsste. Nicht das man später genau die Glieder erwischt die sich nicht gelängt haben ;-).
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon Karl Dall » 09.08.2019, 21:37

wenn du schon mal ein Fahrrad gehabt hättest, wüsstest du wie man Kettenverschleiss misst...

https://www.youtube.com/watch?v=y-6my4V5BIA
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon SingleR » 09.08.2019, 22:51

agentsmith1612 hat geschrieben:Es wäre wirklich interessant ob sich die Glieder oder die Bolzen längen bzw. die Bolzen sich abtragen.
Vermutlich passiert beidesm, aber im welchen Maße?
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen das sich Glieder längen, denn hochbelastet ist keine Kette, zumal man niemals dauerhaft volles Drehmoment nutzt.

Mit Verweis auf Deine Berechnungen würde ich eine Kettenlängung infolge Längung der Laschen auch eher ausschließen. Theoretisch möglich wäre es jedoch.

agentsmith1612 hat geschrieben:Ich beobachtete das im S1000-Forum schon mehrfach berichtet wurde das die original BMW Kette auf R, RR und XR wohl eine lange Zeit kaum Längung aufweißt und kurz bevor das Lebensende dann erreicht ist mehr oder weniger schlagartig eine starke Längung eintritt.
Dies würde doch wenn ich richtig liege dafür sprechen, dass es einen Zeitpunkt gibt an den die Fettfüllung oder oder weniger an einigen Stellen weg ist und es dort dann zu hoher Reibung kommt und damit Abrieb an den Bolzen.

Wenn die Fettfüllung weg ist, fehlt der im abgedichteten Bereich vorhandene "Puffer" zwischen Bolzen und Hülse - was per se also schon eine Längung bedeutet. Da sich nun Bolzen und Hülse ohne Fettpolster weiter aufreiben können, wird es unverzüglich zu einer weiteren Längung aufgrund von Materialabtrag kommen. Inwieweit man das mit entsprechend abriebfesteren Stahllegierungen verhindern kann bzw. ob es sich lohnt, in diesen Punkt zu investieren, steht auf einem anderen Blatt. Ob sich die bei dem direkten Kontakt von Bolzen und Hülse entstehende Reibungswärme derart auf das Materialgefüge der Laschen auswirkt, damit diese sich längen könnten, möchte ich jedenfalls bezweifeln.

Final betrachtet, dürfte also die Fettkammer bzw. deren Abdichtung das (fast) alles entscheidende Kriterium für die Kettenlängung sein. Nachschmieren an dieser Stelle scheidet ja aus, weil das nachträglich aufgetragene Fett nicht in den abgedichteten Bereich vordringen kann. Der von mir ganz weit oben verlinkte Kettentest aus 2007 lässt vermuten, dass die Ketten, die am Anfang ihrer Nutzungsdauer nicht bzw. weniger oft nachgespannt werden müssen, auch die längste Laufleistung haben. Aber nichts Genaues weiß man nicht, weil der Test nach meinem Empfinden viel zu früh abgebrochen wurde.
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon agentsmith1612 » 10.08.2019, 18:38

Karl Dall hat geschrieben:wenn du schon mal ein Fahrrad gehabt hättest, wüsstest du wie man Kettenverschleiss misst...
https://www.youtube.com/watch?v=y-6my4V5BIA


Ich hatte schon mal Fahrräder, wenn auch nur zum Fahren weniger zum Sporttreiben. Ich wusste das Ketten sich längen, habe aber keinen Wert drauf gelegt, bei einem 200€ Fahrrad oder was das auch immer war ist mir das auch egal gewesen.

An diese Messmethode habe ich auch gedacht, jedoch ist das wenig hilfreich um zu beweisen ob Glieder oder Bolzen verschleißen ebenso hilft es nichts so zu messen wenn die Kette sich unterschiedlich längt.
Zwar kann man mit dieser Methode immer die selbe Stelle messen mit den selben Gliedern jedoch kann es dann auch passieren, dass genau diese Stelle sich mehr oder weniger längt als andere Stellen.
Um wirklich genaue Aussagen zu treffen muss man jedes Glied ausmessen.

Ein anderes Thema ist natürlich die Stahllegierung. Ich gehe davon aus das alle Hersteller die selbe Legierung verwenden. Die andere Frage ist jedoch, wie genau halten sich die Stahlproduzenten an die Spezifikation der Legierung?
Ich denke eine andere Legierung verwenden die abriebfester ist führt nur zu anderen schlechteren Eigenschaften. Beispielsweise könnte eine hohe Härte und Festigkeit die Kette dafür spröder machen oder korrosionsanfälliger.
Leider ist das bei vielen Werkstoffen so, verbessere ich das Eine, verschlechtert sich das Andere. Es ist immer ein Kompromiss.
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Motorradketten - Vergleich

Beitragvon Gegi » 10.08.2019, 23:43

Ne Kette hat Bolzen und Bohrungen. Die Bolzen nutzen sich ab und die Bohrungen weiten sich auf, daher kommt die Längung.
Man kann das durch gutes kontinuierliches Schmieren und auch durch entsprechenden Fahrstil minimieren. Mein Langzeittest hierzu läuft bereits 10 Jahre und 43 TKm und die Erstausrüsterkette wurde, außer ggf. beim KD vom Freundlichen, von mir noch nie nachgespannt. Ich schätze, dass sie einschl. Kettenrad locker nochmal 20 TKm übersteht. Und ja: ich gehöre zur Kettenölerfraktion (CLS).
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