Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Die neue F800S + F800ST + F800GT im allgemeinen.

Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Beitragvon SingleR » 06.08.2017, 22:06

Nein, BMW geht einen anderen Weg. Zumindest bei den Fahrzeugen, die auf 4 Rädern stehen. Der vorgenommene Service wird im Fahrzeug selbst (im iDrive-System) gespeichert. Das Ganze soll angeblich sehr manipulationssicher sein. Ein Serviceheft in der gewohnten Form gibt es seit einigen Jahren nicht mehr - man kann es aber wohl als "Zubehör" kaufen und die Servicearbeiten manuell von der Werkstatt erfassen lassen.

So weit zu den Pkws... Nach meinem Kenntnisstand erfolgt auch bei BMW-Motorrädern keine zentrale Datenerfassung. Die Werkstatthistorie kann also nur bei denjenigen Werkstätten abgefragt werden, die die Inspektionen und Reparaturen auch tatsächlich ausgeführt hat. Bei Rückrufen ist das aber sicher anders. Das wird man nur zentral steuern können.
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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Beitragvon Tuebinger » 07.08.2017, 13:38

nach Anruf beim BMW-Werkstattmeister hier vor Ort wurde mir anhand der Fahrgestellnummer bestätigt, dass alle seitens BMW erforderlichen Rückruf-/Serviceaktionen bei meiner BMW durchgeführt wurden - zum Thema Konstantfahrruckeln hätte es jedoch niemals eine gegeben, so seine Aussage.

Die frühen F800 (meine ist EZ02/2006) würde jedoch auffällig rauher und rappeliger laufen als spätere Modelle, so seine Aussage, was ich mangels Vergleich nicht bestätigen kann ... Da hab ich dann wohl leider Pech gehabt :?

Die ECU's sind auch nicht untereinander tauschbar (zum probehalber Austesten) wegen der Wegfahrsperre, sondern es können nur neue ECU's angelernt werden.

Hintergrund: bei mir ist angeblich der Motor auf dem Prüfstand auf den LeoVince Auspuff abgestimmt worden - ein Diagramm hab ich jedoch nicht trotz mehrfacher Nachfrage nicht erhalten, auch nicht die Adresse vom Tuner - ich hätte es gerne mal verifiziert gehabt, nur man kann es jedoch nicht auslesen, überschreiben mit einem aktuellen Standardmap ist wohl risikobehaftet, da es schon zu Abstürzen danach kam ... Und verschlechtern will ich eigentlich auch nichts! Was mich stutzig macht ist der geringe Verbrauch von ø4,1l und die Aussage sie hätte 91,7PS auf der Rolle gehabt - beides sind eher Werte mit einem Standardmapping ?!?

Gruß vom T.
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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Beitragvon Roadster1962 » 07.08.2017, 14:33

Tuebinger hat geschrieben:Die frühen F800 (meine ist EZ02/2006) würde jedoch auffällig rauher und rappeliger laufen als spätere Modelle, so seine Aussage, was ich mangels Vergleich nicht bestätigen kann ... Da hab ich dann wohl leider Pech gehabt :?


Korrekt, meine ist auch aus 2006, Freunde von mir fahren/fuhren verschiedene Modelle aus 2007-2009, alle laufen ruhiger wie meine und haben auch eine geschmeidigere Schaltung. Bin neulich mal eine 2017er GS Probe gefahren, die war gegen meine quasi wie ein E-Mopped. Absolut perfekt zu fahren aber auch dadurch mir einfach schon zu langweilig.

Tuebinger hat geschrieben:Hintergrund: bei mir ist angeblich der Motor auf dem Prüfstand auf den LeoVince Auspuff abgestimmt worden - ein Diagramm hab ich jedoch nicht trotz mehrfacher Nachfrage nicht erhalten, auch nicht die Adresse vom Tuner - ich hätte es gerne mal verifiziert gehabt, nur man kann es jedoch nicht auslesen, überschreiben mit einem aktuellen Standardmap ist wohl risikobehaftet, da es schon zu Abstürzen danach kam ... Und verschlechtern will ich eigentlich auch nichts! Was mich stutzig macht ist der geringe Verbrauch von ø4,1l und die Aussage sie hätte 91,7PS auf der Rolle gehabt - beides sind eher Werte mit einem Standardmapping ?!?

Gruß vom T.


Hab auf meiner ein Rexxer-Mapping drauf und stolze 82 PS am Hinterrad plemplem, reicht zwar aber wäre schon froh wenn sie wenigstens die Nennleistung erreichen würde. Aber ist halt die erste Serie, da gab es scheint's heftige Streuung, mit Deinen 92 PS kannst Du Dich echt nicht beschweren.

Dafür hab ich durch die verbaute Komplettanlage und das darauf abgestimmte Mapping kein Drehmomentloch mehr und Konstantfahrruckeln kenn ich nur von meiner Aprilia.

Gruß
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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Beitragvon Tuebinger » 08.08.2017, 18:44

82PS am Hinterrad? Bei Motorrädern mit Kette ist die Verlustleistung vom Hinterrad zur Kupplung/Kurbelwelle in der Regel 8,5%, wobei 4,5% alleine auf den Kettenantrieb entfallen .... Unter der Annahme, dass die Werte zum Zahnriemen in etwa gleich wären, dann hast du ca. 89PS nominal, also in etwa Serienleistung innerhalb der Serienstreuung.

Das Mapping glättet bei dir also eher die Leistungskurve. Müsste wirklich mal eine Serien-F800 zum Vergleich fahren, ob der Durchzug bei 4000-5000 U/min dort geringer ist? Denn meine zieht in dem Bereich schon spürbar durch, auch im 6. Gang, aber nicht so kräftig und frei wie ab 5000 U/min, eben nicht wirklich linear. Wie ist das bei dir? Hast du zufällig ein Leistungsdiagramm schon irgendwo gepostet? Bezüglich KFR: Ist bei dir immer noch die Lambdasonde aktiv oder durch einen Dummy ersetzt worden?

Gruß vom T.

PS. Und eine zweite Probefahrt mit einer neueren F800 zum Vergleich des rauen Motorlaufs wäre auch noch interessant ... Oder ich fahre lieber doch gleich die neue Shiver900 oder MT09 Probe :mrgreen:
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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Beitragvon Roadster1962 » 09.08.2017, 10:28

Moin,
wie geschrieben, Leistung reicht ja prinzipiell aber sie hat def. weniger als die neueren Modelle meiner Mitfahrer. Wenn wir denn mal auf der BAB unterwegs waren haben wir es schon mehrfach ausprobiert, 6. Gang 120 Km/h und Vollgas ab Aufhebung der Begrenzung. Bis ca. Tacho 200 ziemlich gleich auf dann ziehen alle weg und lt. Navi ist bei meiner bei 210-214 km/h Feierabend.

Hab meine damals mit dem Serienkrümmer und einem Remusendtopf gekauft, von linearer Beschleunigung konnte da keine Rede sein, so bei ~ 3900 war es als hält jemand fest und so um die 5000 spürte man regelrecht einen Leistungssprung.

Hab dann die Remuskrümmer gekauft und das Drehmomentloch war zwar noch leicht spürbar aber nicht mehr wirklich störend. Das Rexxer-Mapping hat es dann endgültig beseitigt.

Lambdasonde ist noch original, Leistungsdiagramm hab ich nur als PDF, schicke ich Dir mal als PN

Gruß
Christian

P.S. Die GS war ein super Angebot bei einem örtlichen Händler, leider zu lange gewartet/überlegt. Inzwischen verkauft.

Die alte Shiver war mein absoluter Favorit aber die wollten meine damalige Maschine nicht in Zahlung nehmen daher ist es dann die F 800 S geworden. Hatte aber auch nicht die Leistung der BMW obwohl mit 95 PS angegeben. Die neue fällt leider bei mir raus, die Endtöpfe finde ich einfach nur grottenhäßlich und Ersatz ist durch den Doppelauspuff zu teuer. Dorso Duro finde ich zu teuer. Wollte gegen eine Z900 tauschen weil zu dem Preis derzeit nix besseres zu bekommen ist. Hammer Motor, optisch allerdings mehr Alien als Motorrad. Nur solange ich die BMW nicht los werde wird das nix.
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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Beitragvon HarrySpar » 09.08.2017, 11:41

Roadster1962 hat geschrieben:.... optisch allerdings mehr Alien als Motorrad.

Genau so sehe ich das auch. Schlechter geht Optik nimmer!!!
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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Beitragvon Tuebinger » 16.08.2017, 09:42

Auf die Gefahr hin, dass ich das org. Thema vollends zerschiesse, melde ich mich doch nochmals zu Wort:

Bin zurück aus den Bergen, habe zusammen mit einem guten, alten Freund auf Yamaha Fazer 1100km in 2,5 Tagen erlebt - was selten ist und super passt, weil wir beide denselben Fahrstil haben: ohne zu rasen,aber mit viel Schräglage unter Zug durch die unzähligen Kurven & Kehren und ordentlich rausfeuern - die Reifen haben also dramatisch an Profil verloren. :mrgreen: Dabei hab ich mich etwas besser auf die Eigenheiten der F800 "eingeschossen": Schon unglaublich wie der Motor mit nur 800 ccm im 3. oder wenns ganz eng wird auch im 2. Gang quasi ab Leerlaufdrehzahl rundläuft und aus den Ecken drückt clap Der LeoVince tönt dort vollmundig dazu, soweit alles gut im unteren Drehzahlbereich. Der Durchzug im Bereich 4000-5000 U/min ist objektiv auch noch gut, also bei meiner F800 kein Drehmomentloch sondern eher eine leichte Delle, da subjektiv nicht so beeindruckend wie ganz unten und auch nicht so wie bei der spürbar besseren Drehfreude die danach noch einsetzt - allerdings muss man sich oben raus trotz LeoVince an die andere Geräuschkulisse gewöhnen - eine Mischung aus Scheppern und Schnarren - einstellen :shock: Das Getriebe schaltet leider sehr hakelig, in den Gängen 5 und 6 nur mit Nachdruck, da man sonst leicht im Zwischenleerlauf landen kann, aber die braucht man eh nur auf Verbindungsetappen oder beim Rollen, sonst geht alles im 3. oder 4. Gang, es sind also auch kaum Gangwechsel am Pass nötig.

Fahrwerk ist super, ideal auf den oft schlechten Passstrassen, da sehr stabil und handlich, trotzdem eher auf der komfortablen Seiten, keine Stösse und kein Versetzen auf Wellen/Kanten, die einfach absorbiert werden - allerdings an der Grenze zur Unterdämpfung da bei schnelleren Passagen doch etwas Unruhe, ein leichtes Rühren, reinkommt ....

Soweit mein Bericht.

Gruß vom T.
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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Beitragvon Belgarda » 28.08.2017, 08:28

Ich habe bei zwei Maschinen jeweils einmal bei BMW angerufen und einmal gemailt, mit der Fahrgestellnummer. Habe für beide eine vollständige Auskunft bekommen. Die Hotline meinte erstmal "alles gemacht" und hat dann auf Nachfrage Punkt für Punkt bestätigt. Man bekommt also schon vor einem Kauf alle Infos die man braucht. Das Softwarupdate bspw. war bei keiner der beiden Maschinen irgendwo in Rechnung und Servicenachweis zu finden, wurde aber bei beiden gemacht.

...und nochmal eine andere Frage: Die Setviceintervallanzeige könnte ja irgendwann mal nerven, wenn man seinen Service selbst macht. Kommt die auf Basis von Kilometern oder auch auf Zeitbasis? Also bspw. jedes Jahr. Kann die nur der BMW-Service zurücksetzen oder schafft das auch jede Autowerkstatt mit normalen Diagnosegeräten?
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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Beitragvon HarrySpar » 28.08.2017, 11:26

Ich glaube die Anzeige "Service" kommt nur nach 10000km.
Bei mir scheint diese Anzeige schon seit 2011. :D
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Re: Was kann man alles noch im Self-Service machen?

Beitragvon Andreas vwWe » 28.08.2017, 12:53

Hallo zusammen,

an der F800 kann man noch sehr viel selber machen, zuletzt habe ich das Ventilspiel kontrolliert, auch eine Einstellung durch Austausch der Shims ist in der Heimwerkstatt möglich.

Zu den Qualitäten des Motors: Ich habe meine F8R mit einer SR-Racing-Anlage sowie einem PiperX-Luftfilter versehen und den Motor dann auf dem Prüfstand bei Andreas Reh in Herborn abstimmen lassen. Ergebnis: 100 PS, 95 Nm, läuft ab 1800 Touren sauber hoch und zieht von 3.000 bis zum Begrenzer mit nahezu linear steigender Leistung durch - keine Drehmomentloch, kein KFR. Das Leistungsdiagramm hatte ich bereits früher gepostet.

Ich bin zuletzt vier Wochen unterwegs gewesen: 7000 km Elsass, Jura, französische Westalpen, Cevennen, Provence, Seealpen, Vercors etc, mit Gepäck und die Hälfte der Strecke mit Sozia; das Teil läuft wie ein Dilledop und ich habe sie nicht geschont: Der erste Z8-Hinterreifen war bei 4.000 km an den Flanken glatt. Nur wenige Male hätte ich mir beim Herausbeschleunigen aus Kehren im Soziusbetrieb noch ein Quäntchen mehr Leistung gewünscht.

By the way: Auf interessanten Strecken - also auf kurvigen Landstraßen und in den Bergen, nicht in der Stadt, auf der Autobahn oder geraden Nationalstraßen - bin ich selbst mit Sozia nur ein einziges Mal überholt worden; und das war auf der D2 im Vercors (auf der Karte suchen, geniale Strecke) von einer BMW S1000R oder RR - ein einheimischer Streckenkenner zeigte mir alleine auf dem Hobel sitzend, wo der Barthel den Most holt; meine Frau und ich waren uns einig, dass wir nicht hinterherfahren sollten winkG

Mit dem Wilbers-Federbein ist nun auch das Fahrwerk formidabel und perfekt an Strecke und Einsatzzweck appassbar, so dass ich nach fast 40.000 km in gut zwei Jahren sagen muss, dass die F8R schon ein richtig gutes und vor allem unglaublich vielseitiges Mopped ist, dazu relativ leicht, handlich problemlos zu fahren, uneingeschränkt soziustauglich und nicht zu teuer. Der Trainer beim Sicherheitstraining in Grevenbroich meinte sogar, es sei ein "Mädchenmotorrad" - das war bestimmt sehr positiv gemeint, oder?

Dennoch werde ich vielleicht auch mal ein R12R probieren scratch

Gruß

Andreas
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