Kaufberatung F800GT

Die neue F800S + F800ST + F800GT im allgemeinen.

Kaufberatung F800GT

Beitragvon Udo-MH » 27.08.2018, 17:04

Hallo zusammen!

Wie in meiner Vorstellung schon beschrieben, suche ich ein Motorrad, wenn ich denn die Prüfung bestehen sollte. In der FS fahre ich im Moment eine SV 650 ABS die mir nicht sonderlich gefällt. Sie ist mir einfach zu klein. Okay die ist auch tiefergelegt, wegen der "Masse" die eben kleiner ist als ich.

Da ich Autotechnisch schon seit 6 Jahren BMW fahre und auch den Service im PKW Bereich schätze ist die Wahl der Marke für mein erstes Maschinchen gefallen. Eine BMW F800 GT soll es eigentlich werden. Eine mit Scheibe und Koffern ausgestattete F800 R würde auch gehen, aber die Verkleidung der GT ist einfach für Touren schöner. Damit wären wir schon beim geplanten Einsatzbereich. Das wären zu 70% Touren. Auch mal was weiter weg also südlichstes Deutschland, A, CH etc. Ich würde gerne meine Frau als Sozia mitnehmen und die ist auch schon Feuer und Flamme. Wenn es noch weiter gehen würde, käme auch ein Hänger mit Motorrad hinten drauf. Fürs Grobe kein Thema. Ich für meinen Teil habe mich in eine GT verliebt. Solider Rotax Motor (die Marke kenne ich aus der manntragenden Fliegerei) und auch für hochgewachsene eine angenehme Sitzposition.

Ich möchte gern nach der Prüfung auf die Suche gehen und denke ich werde wohl mehr Zahlen müssen als ein Fuchs der im tiefsten Winter kauft. Damit sind wir beim Budget. Also bis 7-7,5K darf es ruhig sein. Absulutes KO Kriterium ist eben ESA und ASC. Weil ich nicht viel Rumschrauben will und auf die Helferlein im Auto auch nicht verzichten wollte. ABS ist ja serienmäßig. BJ am liebsten 2016 8) ich will aber realisitsch bleiben. Eine SH gepflegte GT aus 2014 geht natürlich auch wenn sie nicht grade 50T Km runter hat und veru(n/m)fallt ist.

Schön wäre natürlich aus NRW um einfach vorbei zu fahren und sich das Objekt der Begierde direkt anzusehen und oder Probe zu fahren.

Ist meine Vorstellung realitätsfremd? Wo sollte ich am besten Suchen? Mobile und Autoscout ist schön und gut. Aber da sind die Preise teilweise echt gesalzen für alte Maschinen ohne ESA/ASC. Mein Fahrlehrer meinte es gibt auch Motorradtreffen mit Gebrauchtmarkt. Ich solle mal googeln hab aber nichts wirklich aussagekräftiges gefunden.

Vielleicht ist meine Modellwahl ja auch Kappes? Also Versicherungsteschnisch ist es egal. Die Maschine soll ganzjahr gefahren werden. Natürlich nicht bei Eis und Schnee.

Ich würde mich wirklich freuen wenn Ihr mir Erfahrungen und Tipps geben könntet. Auch in Hinsicht auf meine Körpermaße bzw. Masse :lol:

Lieben Gruß,
Udo
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon Spätstarter69 » 27.08.2018, 17:45

Für 2016er werden 1-2 k mehr aufgerufen. Aber die ganzen elektronischen Helferlein werden ja schon länger angeboten. Ich denke Baujahr 13/14 mit wenig Kilometern ist möglich. Ich habe auf einer ST meine Fahrschule gemacht. Ich würde mir am Anfang eine R holen. Wenn du die GT umlegst, gehen schon ein paar Euro über den Jordan. Ich habe mir eine R geholt. Werde diese 1 bis 2 Jahre fahren und mir dann eine GT oder was ähnliches holen. Viel Spass
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon HarrySpar » 27.08.2018, 17:57

Dieses ESA und ASC muss wirklich sein?
Aber ansonsten kann ich die F800GT schon empfehlen. Der Motor hat längst keine Kinderkrankheiten mehr und ist echt super.
Und der Zahnriemen ist auch super.
Harry
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon Udo-MH » 27.08.2018, 18:09

Danke für den Hinweis. Umlegen möchte ich eigentlich kein Motorrad. Ich würde eben gern mit dem Ziel starten. Der Umweg über eine R ist zwar nicht schlecht aber die Fahrpraxis auf der angepeilten GT erscheint mir weniger stressig als nochmal umgewöhnen. Ich möchte die GT gerne etwas fahren (5-6 Monate) und dann nach dem Kauf direkt ein Sicherheitstraining bei BMW oder dem ADAC buchen. Der Termin wird dann wohl eher Sommer 2019 werden.

Aus 2014 gibt es einige Angebote. Auch gute. Aber noch hab ich die Pappe nicht. Es fehlt mir auch noch Wissen um ein faules Ei zu erkennen. Habe hier dazu aber schon einiges gelesen.

Zur Sichtprüfung habe ich folgende Punke notiert:

1. Gabeldichtungen
2. Zylinderkopf- Zylinderfußdichtung
3. Ventildeckeldichtungen
4. Reifenzustand
5. Originalteile (Riemen, Auspuff etc)

Probefahrt:

1. Spurtreue
2. Getriebe
3. Geräusche
4. Vibrationen


Ich denke die Liste ist noch nicht vollständig für eine F800 aber erstmal ein Anfang. Habe auch nen Kumpel der eventuell mitkommen würde. Der Fährt aber eine S1000RR und findet die F800GT, ich sage mal bescheiden. Er ist aber auch der Racer und ich der Tourer.

Lieben Gruß,
Udo
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon Udo-MH » 27.08.2018, 18:20

Hallo Harry.

HarrySpar hat geschrieben:Dieses ESA und ASC muss wirklich sein?
...


Naja, ich verspreche mir davon einfach ein Sicherheitsplus beim ASC und einen Komfortgewinn beim ESA, wenn ich mit meiner Frau oder alleine Fahr. Auch bei wechselner Strassenqualität etc. muss ich dann eben nicht an den Dämpfern schrauben.

Beim ABS bin ich mir nicht sicher ob BMW auch sowas wie einen Gierwinkelsensort verbaut hat. Suzuki nennt das Stoppi-Control. Hab über google nicht wirklich was gefunden. Kann mir aber nicht vorstellen das es nicht verbaut ist.

Lieben Gruß,
Udo
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon Hartmut_HB » 27.08.2018, 18:32

Moin Udo,
fahre jetzt ja schon seit 65.000Km eine GT.
ASC finde ich gut, hat schon das eine oder andere mal angeschlagen.
ESA würde ich persönlich nicht unbedingt wiederkaufen.
Hartmut
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon GT_FAHRER » 27.08.2018, 18:58

ESA und ASC sind schon empfehlenswert.

Allerdings benutze ich nur Normal- und den Comfort-Modus, Sport ist mir persönlich zu hart.

Eine Maschine mit ESA und ASC läßt sich später auch wieder besser verkaufen

Von einer GT kann man eigentlich jedes Baujahr unbesorgt kaufen, die Kinderkrankheiten wurden schon beim Vorgänger
ST ausgemerzt.

Nur drauf achten das alle Inspektionen gemacht wurden und im Serviceheft eingetragen sind.

lG Peter
Es ist nicht schlimm 60 zu sein, es ist nur schlimm sich so zu benehmen.
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon HarrySpar » 27.08.2018, 20:42

1. Gabeldichtungen: Ja, anschauen!
2. Zylinderkopf- Zylinderfußdichtung: Noch nie gehört, dass da was faul war
3. Ventildeckeldichtungen: Links bei den Halbmonden schauen. Aber diese Krankheit ist bei der GT eigentlich schon behoben
4. Reifenzustand: Ja, anschauen!
5. Originalteile (Riemen, Auspuff etc): Ja, anschauen!

Probefahrt:

1. Spurtreue
2. Getriebe
3. Geräusche
4. Vibrationen
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon Udo-MH » 27.08.2018, 22:25

@Peter

Vielen Dank! Das ist doch mal eine Aussage. Scheckheft ist für michauch sehr wichtig. Also das ist natürlich super das alle Baujahre generell okay sind.

@Harry

Okay Danke! Dann bleiben von den 5 Sichtprüfpunken 3 Übrig - um so besser.

@Hartmut

Naja ESA ist wohl im Comfort-Paket. Ich sag mal so - wenn ich es nicht bekomme bin ich nicht traurig, aber schön wäre es schon.



Vielen Dank!

Tolles Forum!

Lieben Gruß,
Udo
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon carsten_e » 28.08.2018, 00:54

Ich fahre eine 2014er GT, die mittlerweile ca. 33500km runter hat. Bis auf den jährlichen Service, zwei komplette Reifensätze und nun einen neuen Hinterreifen habe ich absolut keine Probleme gehabt. Meine GT hat nur das Komfortpaket, Koffer und LED Blinker spendiert bekommen. Ich bin damals eine Vorführer GT gefahren mit dem Safetypaket, welches ASC und ESA beinhaltete und RDC glaube ich. Das ESA ist sowas von überflüssig, da kann man besser eben 2 Minuten an den beiden Stellrädern drehen beim Soziusbetrieb und fertig (wenn du es ein paar mal umgestellt hast, weißt du auch direkt wie weit du drehen musst!). Du muss auch trotz ESA noch die Federvorspannung (oder Dämpfung, ich verwechsel das immer! :mrgreen: ) verstellen, wenn du mit mehr Beladung unterwegs bist. ASC wäre ganz nett gewesen, aber bei 90PS ist das auch nicht unbedingt nötig, ich hab es noch nie vermisst.

Versuch auf jedenfall erstmal einige Kilometer im Solobetrieb zu sammeln. Fahrwerksmäßig schluckt die GT den Soziusbetrieb locker weg, ich bin aber immer noch der Meinung das der Motor für den Soziusbetrieb etwas zu schlapp ist. Wäre ich öfter zu zweit unterwegs, würde ich die 800er nicht mehr haben wollen. Meine Dame würde sicherlich auch gerne mal mit in die Dolomiten, aber ich will in den Dolomiten fahren und keine Blumen pflücken.

Ich will die GT nicht schlecht reden, ich finde aktuell kein vergleichbares Modell, das mir einen Antrieb ohne Kette bietet, gutes Koffersystem (das auch ohne montierte Koffer gut aussieht!), ausreichende Leistung hat um auch Spaß zu haben beim fahren, günstig im Unterhalt und auch beim Verbrauch (um die 4 Liter!) ist. Ich bin gerne mit ihr unterwegs, und sie macht mir immer noch eine Menge Spaß ...

auch wenn die S1000R vor zwei Wochen der absolute Wahnsinn war! :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon HarrySpar » 28.08.2018, 09:57

Also die F800GT für hauptsächlich Zweipersonenbetrieb - hmmmm
Ich glaube da hätte ich auch lieber nochmal 200cm3 und 25PS mehr.
Kommt halt auch drauf an, wie schwer Fahrer und Sozia sind.
Maximale Zuladung beachten.
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon carsten_e » 28.08.2018, 10:22

HarrySpar hat geschrieben:...
Kommt halt auch drauf an, wie schwer Fahrer und Sozia sind.
...

Genau das ist ein wichtiger Punkt. Der definitiv nicht böse gemeint ist!
Ich wohne hier im Münsterland in der Nähe von Osnabrück. Für das Osnabrücker Land und mal einen Tagesausflug ins Weserbergland kein Problem, aber um richtig Pässe zu fahren im Süden mit zwei Leuten, dafür ist sie etwas zu schlapp.
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon Udo-MH » 28.08.2018, 13:39

Danke für die Meinungen. Also ASC finde ich auf regennasser Fahrbahn auch bei "nur" 90 PS schon nicht verkehrt. Aber es ist und bleibt Ansichts- und Geschmackssache.

Also meine Frau und ich zusammen wiegen keine 170 Kg. Die Zuladung beträgt was über 207 Kg wenn ich mich recht erinnere. Da bleiben 37 Kg für Kleidung und Gepäck. Das sollte reichen.

Das ich aber mit 90 PS und einem 400 Kg Gefährt keine Pässe fahren kann halte ich für etwas pessimistisch oder? Wenn ich die Dolomiten mit 150 raufballern will könnte es eng werden. Aber "cruise speed" sollte schon passen. Dann sehen wir wenigstens was von der Landschaft :roll:

War grade bei BMW wegen meinem neuen Auto. Gegenüber in Düsseldorf ist der Motorradbereich. Habe mir mal die R 1200 GS Modelle angesehen. Tolle Geräte aber optisch nicht so schön wie die GT und auch nicht nur nen tacken zu teuer. GT war nur eine 2018er da. Also mir gefällt die GT soooooo sehr. Das ist ein Motorrad so wie ich es mir malen würde. In weiss ein Traum. Ist eben komplett mein Geschmack.

Ich werde mal sehen wie ich das hinbiege. ESA ist nicht unbedingt nötig. Ich halte euch auf dem laufenden wenn gewünscht.

Nochmals vielen vielen Dank für die tollen Anregungen.

Lieben Gruß,
Udo
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon Udo-MH » 28.08.2018, 23:21

Noch eine Sache zum ABS.

So wie ich das Manual zur GT lese hat diese keine Absicherung bei einer Vollbremsung in der das ABS eingreift und das Abheben des Hinterrades (Stoppie Control) verhindert. Hat jemand mit einer GT Erfahrungen was eine Gefahrbremsung (voll den Anker werfen) mit ABS angeht? Ist es wirklich so dramatisch wie es sich anhört oder ist eine Suzuki SV650 ABS echt im Vorteil?

Ich möchte mir sicher sein ein ABS an bord zu haben was mich unterstützt anstatt mich vom Bock zu werfen.

Danke für eure Erfahrungen.

Lieben Gruß,
Udo

edit: Ich weiss das hört sich ein wenig mimihaft an aber ich möchte nur ungern mich oder mein kleine in eine unbedachte Situation bringen. Okay das Fahrsicherheitstraining ist eh Pflicht und werde ich auf jeden Fall belegen.
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Re: Kaufberatung F800GT

Beitragvon HarrySpar » 29.08.2018, 07:28

Also bei meiner F800S macht die Vorderbremse sofort auf, wenn das Hinterrad auch nur geringfügig abhebt.
Das ABS merkt diesen Zustand ja ganz klar.

Entweder die Vorderraddrehzahl verringert sich. Und die Hinterraddrehzahl verringert sich noch vieeeeeel stärker. Folglich ist klar, dass hinten auch gebremst wird und das Hinterrad abhebt. Also wird die Bremse vorn geöffnet.

Oder die Vorderraddrehzahl verringert sich. Und die Hinterraddrehzahl verringert sich GAR nicht mehr. Folglich ist klar, dass hinten NICHT gebremst wird und das Hinterrad abhebt. Also wird die Bremse vorn geöffnet.

Harry
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