Eine Öl(glaubens)frage

Die neue F800S + F800ST + F800GT im allgemeinen.

Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon Holger1 » 15.02.2021, 11:11

Genau, fällt immer auf, kann quasi gar nix passieren.
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon Teileklaus » 21.02.2021, 16:35

HarrySpar hat geschrieben:Also beim Turbolader würde ich auf geeignetes Öl achten wegen der Hitze. Das Schlimme ist ja immer, wenn man mit hoher Last fährt und dann plötzlich den Motor abstellt. Der Ölkreislauf kommt zum Erliegen und das Öl im Turbolader wird extrem heiß. Da würde ich schon schauen, dass das Öl für Turbolader geeignet ist. Nicht dass es verkokt oder sowas.

Ansonsten diese Extrembeispiele (Rundstreckenfahrten, Moto Cross): Ja, das kann schon sein. Aber locker 95% der Auto- und Motorradfahrer fahren nicht solche extremen Sachen. Die fahren einfach nur im normalen Straßenverkehr normal herum.

Und ja, Benzinverdünnung beim Kaltstart: Das muss aber dann schon wirklich eine extreme Fahrweise sein. Also Kaltstart und sagen wir mal nur 3km. Und dann wieder Kaltstart. Dann müsste aber auch der Ölstand immer mehr werden. Das würde einem ja dann auch auffallen.

Harry


dann hast du eine andere Wahrnehmung von Motorradfahrern.
eine 800 er wird deutlich mehr ausgepresst als eine 1200 er bei ähnlicher abgerufener leistung..
Ich glaube du sparst auch am Gasgriffwinkel und am Benzin?
Bei mir werden Motoren auch ausgedreht beim Überholen wenn es sein soll.
Wenn schon den Intervall verlängern , dann mit Vollsynteseölen..
wechselt man öfter, kann man sicher auch Billig oder 2. Rafinade aus dem Baumarkt nehmen.
Ich habe gerade das F800 Öl rausgelassen, der Vorbesitzer hat es 8045 km deit 2016 dringehabt pechschwarz. scratch Über die verbleibende Schmierwirkung oder Restviskosität kann eh niemand privat was sagen.
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon ike » 21.02.2021, 17:36

Hallo Teileklaus.
Wie ich deiner Antwort entnehmen kann , bist du relativ neu hier und kennst unseren HarrySpar noch nicht.
Lese einfach nur paar seiner 8000 Antwort und du wirst verstehen.
Was Harry teilweise Praktiziert , ist für viele von uns hier nicht nachvollziehbar und widerspricht auch so manchen Erfahrungen von Schraubern ( so wie du einer zu scheinen seiest).
Aber so ist er halt winkG
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon Christoph M » 21.02.2021, 17:56

ike hat geschrieben:Hallo Teileklaus.
Wie ich deiner Antwort entnehmen kann , bist du relativ neu hier und kennst unseren HarrySpar noch nicht.
Lese einfach nur paar seiner 8000 Antwort und du wirst verstehen.
Was Harry teilweise Praktiziert , ist für viele von uns hier nicht nachvollziehbar und widerspricht auch so manchen Erfahrungen von Schraubern ( so wie du einer zu scheinen seiest).
Aber so ist er halt winkG



Er möchte einfach nicht so oft Ölwechselmachen ! scratch
Zuletzt geändert von Christoph M am 21.02.2021, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon deepstop » 21.02.2021, 20:39

Teileklaus hat geschrieben:Wenn schon den Intervall verlängern , dann mit Vollsynteseölen..
wechselt man öfter, kann man sicher auch Billig oder 2. Rafinade aus dem Baumarkt nehmen.


Servus!
Vollsynthetische Öle sind nicht grundsätzlich besser als mineralische und Zweitraffinate auch nicht immer schlechter als Erstraffinate. Es gibt auch ziemlich schlechte vollsynthetische Öle!
Ein großer Deutscher „Premium“ Anbieter rühmt sich sogar Recycling Öle zu verwenden, keine Ahnung ob man den bei Euch im Baumarkt bekommt.
Wichtig ist das homogene Basisöl (das kann man als Laie nur am Ölverbrauch erkennen) und die richtigen Additive, die die Normen erfüllen und nicht nur entsprechen.
Ob dann Verlängerung von Ölwechsel Intervallen sinnvoll ist kann jeder für sich entscheiden, soll sich aber dann nicht wundern, wenn etwas schief geht.

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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon Teileklaus » 21.02.2021, 21:11

ich meine das schlechteste Vollsynthetische ist besser als das beste Mineralische, wobei die "Vollsynthetischen" 20 w50 meist Hydrocracköle sind
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon 815-mike » 21.02.2021, 21:40

Teileklaus hat geschrieben:ich meine das schlechteste Vollsynthetische ist besser als das beste Mineralische, wobei die "Vollsynthetischen" 20 w50 meist Hydrocracköle sind


Hm; Du hast uns Deine MEINUNG mitgeteilt - aber i.d.R. ist WISSEN wichtig, jedenfalls bei einem Thema wie diesem.
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon deepstop » 22.02.2021, 02:06

Teileklaus hat geschrieben:ich meine das schlechteste Vollsynthetische ist besser als das beste Mineralische, wobei die "Vollsynthetischen" 20 w50 meist Hydrocracköle sind


Selten in einem so kurzen Satz so viel Blödsinn gelesen zu haben! Sorry es besteht ja Meinungsfreiheit. plemplem

Als Vollsynthetisches Öl darf in Deutschland seit einigen Jahren nur ein echtes bezeichnet werden und HC Öle sind keine! Es wird oft als Synthese Technologie oder ähnliches bezeichnet.

Ein großer PKW Hersteller hatte massive Probleme mit den ursprünglich freigegebenen vollsynthetischen Ölen und es wurde für den in Massen produzierten Motor ein simples 5W40 Mineralölbasisches bzw. HC Öl mit Spezialfreigabe produziert. Mit einem reinen synthetischen hat man es meines Wissens nicht hinbekommen den Motor über längere Zeit ohne Schaden laufen zu lassen. Zu dem Thema Syn ist besser als mineralisch, das stimmte wahrscheinlich in den 80ern und Anfang der 90er also vor rund 30 Jahren!

Warum sollte man ein 20W50 aus einem PAO herstellen und womöglich extra Verdicker beifügen, wenn es mit einem mineralischen ganz leicht geht?

Und warum soll man ein teures PAO produzieren, außer zur Abrundung des Sortiments, wenn die heutigen HC Öle gleichwertige oder oft sogar bessere Eigenschaften haben. ahh

Man packt bunte Kügelchen auf das Etikett, schreibt Synthese Technologie drauf und schon steigt der Preis und der Kunde hat ein tolles Gefühl, seinem Motor etwas gegönnt zu haben.
So jetzt lass ich es aber endgültig gut sein!
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon Lardlad » 22.02.2021, 07:38

Es scheint sich über Nacht eine sprunghafte Steigerung der Expertendichte um 100 % ergeben zu haben. Was für ein glückliches Forum das hier doch ist.....jetzt doppelt klug....

Stellt sich nur die Frage: Wer ist der Alpha unter den Universalexperten ? Wer weiß mehr, wer weiß es besser, wer hat mehr, wer hat zahlreichere, wer hat abwegigere Beispiele, wer hat den größeren, wer kann länger?

Ich erkläre die Spiele für eröffnet.
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon Teileklaus » 22.02.2021, 08:46

Stimmt Ich ziehe meine nicht belegbare Meinung oben zurück, drum schrieb ich Meinung. Es ist zu allgemein geschrieben. scratch
Ein Experte bin ich da nicht, hab es auch nicht gesagt.
Es bezieht sich auf die Tatsache, dass mit einem Vollsynthetischen 10 W 60 beim 12 er Tuning an der Belastbarkeitsgrenze keine Lagerschäden mehr festgestellt wurden, mit allen anderen Teilsynthetischen aber auftraten.
Zu dem Problem wurden verschiedene Motorenpäpste die auch die F 1 betreuen befragt und die Lösung mit anderen Begleitmaßnahmen war ein Öl mit der BMW M3 Freigae obiger Viskosität.
Drum bin ich der Meinung , dass das Höchstwertige Öl ein Vollsyntehtisches ist.
Ölverbrauch über längere Intervalle, die von mir immer aufgeschrieben und somit seit Kauf bis Verkauf dokumentiert werden, sind die einzigen leienmäßig erfassbaren Qualitätskriterien.
Und da war ein vom Vorgänger eingefülltes 10 er Motul deutlich schlechter als das 20 W 50 Ravenol. Bei meiner 11 R mit 120 000 km. Kann aber auch an der dickeren Viskosität liegen.

Die Anschuldigungen billiges Vollsynthese zu teuer zu verkaufen, sind aber auch nicht belegt, Sagen kann jeder alles. Ich bin aber um Wahrheitsfindung bemüht, weil es jedem nützt.
Vollsynthese darf genannt werden wenn die Synthese Anteile im Öl einen bestimmten % Satz überschreiten, ist mein Kenntnisstand. Muss nicht 100% sein, und das könnte der >Grund sein wenn gute HC besser als schwache VS Sind ?

( hier der Belg dazu: "Zumindest der Begriff „vollsynthetisch“ bietet also noch eine Chance der Orientierung. Vollsynthetische Motoröle sollten aus mindestens 80% Gruppe IV-Grundölen (PAO) bestehen. Typische Viskositäten bei den vollsynthetischen Motorölen sind SAE 0W-30 und 5W-40.")

Wenn du da belegbares Insiderwissen hast , bitte heraus damit..

Zitat: "Warum sollte man ein 20W50 aus einem PAO herstellen und womöglich extra Verdicker beifügen, wenn es mit einem mineralischen ganz leicht geht?" weil es billiger ist mit Mineralischem und die Marge höher ist?
Soweit mir bekannt ist gerade beim Mineralischem viel Verdicker notwendig, um auf die Spreizung des VS zu kommen, ist aber angelesen. Also mit Mineralischm "leicht" VS nachzubilden sehe ich nicht.


Nehme ich mal Ravenol : 0W30 Super Synthese dann steht dort Hydro Crack Öl , das suggeriert doch hier ein Vollsynthese Öl zu haben?
https://www.ravenol.de/produktgruppe/pk ... sae-0w-30/

Aber die Motoren vertragen alles .. sogar 3 fachen KM Intervall wie wir lesen können.

Im Grenzbereich der leistungsfindung trennen sich die schlechten von den guten Ölen.
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon deepstop » 22.02.2021, 13:47

Teileklaus hat geschrieben: Es bezieht sich auf die Tatsache, dass mit einem Vollsynthetischen 10 W 60 beim 12 er Tuning an der Belastbarkeitsgrenze keine Lagerschäden mehr festgestellt wurden, mit allen anderen Teilsynthetischen aber auftraten.

Ja auf der Rennstrecke fährt man auch ohne KAT, höheren Ladedrücken, veränderten Lagerspielen und nicht bei Minusgraden,... überhaupt kein ernst zu nehmender Zusammenhang zu einem STVO tauglichen Motor. In dem speziellen Fall wäre ein reines 60er Öl bei vorgewärmten Motor wahrscheinlich vollkommen ausreichend, was auch im Profirennsport oft so gemacht wird, und ein Mehrbereichsöl mit großem Temperaturbereich da eigentlich unsinnig ist.
Abgesehen davon kann ich jedes Produkt bei einem Test gut dastehen lassen, wenn ich ungeeignete Vergleichsprodukte heranziehe, die eventuell sogar die gleiche Viskosität und das gleiche Grundöl haben, wenn die passenden Additive fehlen. Das sieht man immer wieder bei den diversen Test in den tollen Zeitschriften, die größtenteils von der Werbung leben, da werden im redaktionellen Teil oft 1:1 Texte abgedruckt, die direkt von der Industrie geschrieben werden.

Teileklaus hat geschrieben: Ölverbrauch über längere Intervalle, die von mir immer aufgeschrieben und somit seit Kauf bis Verkauf dokumentiert werden, sind die einzigen leienmäßig erfassbaren Qualitätskriterien.
Und da war ein vom Vorgänger eingefülltes 10 er Motul deutlich schlechter als das 20 W 50 Ravenol. Bei meiner 11 R mit 120 000 km. Kann aber auch an der dickeren Viskosität liegen.

Das lag ziemlich sicher an der Viskosität, wer mit einem 20W50 einen hohen Ölverbrauch hat, hat in der Regel defekte Ölabstreifringe oder noch größere Schäden oder Probleme. Mit einem guten HC 10W60 hättest du wahrscheinlich noch weniger Ölverbrauch und wird auch oft als Problemlöser mit verkürzten Wechselintervallen in dem Bereich eingesetzt, auch wenn eigentlich ein 5W30 lt. Hersteller vorgeschrieben wird.

Teileklaus hat geschrieben:Vollsynthese darf genannt werden, wenn die Synthese Anteile im Öl einen bestimmten % Satz überschreiten, ist mein Kenntnisstand. Muss nicht 100% sein, und das könnte der >Grund sein wenn gute HC besser als schwache VS Sind ?

Dieser Teil meiner Antwort betrifft nur den deutschsprachigen Raum: Der Prozentsatz liegt in Deutschland meines Wissens eigentlich bei über 99% des Basisöles denn es ist NUR ein 100% Synthetisches Öl ein Vollsynthetisches und darf SYN im Namen haben, zumindest seit einem Streit des wahrscheinlich größten PAO Produzenten und einem großen Konkurrenten, alles andere gilt als teilsynthetisch, synthetic blend, synthetic Hydrocrack, ....!
Das gilt allgemein: Als "Vollsynthese Irgendwas" kannst du alles bezeichnen, was auch nur den kleinsten Anteil Synthese in der Herstellung hat, auch Gurgelwasser, was unter bestimmten Voraussetzungen auch hervorragende Schmiereigenschaften hat, nur halt nicht wirklich in einem Verbrennungsmotor. Manche "Vollsynthese Irgendwas" Öle haben noch nicht einmal einen kleinen PAO Anteil im Basisöl.

Teileklaus hat geschrieben:( hier der Belg dazu: "Zumindest der Begriff „vollsynthetisch“ bietet also noch eine Chance der Orientierung. Vollsynthetische Motoröle sollten aus mindestens 80% Gruppe IV-Grundölen (PAO) bestehen. Typische Viskositäten bei den vollsynthetischen Motorölen sind SAE 0W-30 und 5W-40.")

"Zitat Quelle?" So geschrieben stimmt das sogar, denn es gibt auch noch andere vollsynthetische Öle außer PAO und es betrifft ja nur das Basisöl und nicht das Additiv, in dem oft einiges an mineralischen Ölen ist, somit ist Synthetisch ein dehnbarer Begriff, mit dem viel getrickst wird.

Teileklaus hat geschrieben: Soweit mir bekannt ist gerade beim Mineralischem viel Verdicker notwendig, um auf die Spreizung des VS zu kommen, ist aber angelesen. Also mit Mineralischm "leicht" VS nachzubilden sehe ich nicht.

Das ist so nicht richtig, unter Verdickern versteht man solche, die das Basisöl konstant verdicken also sowohl bei hohen Temperaturen als auch bei niedrigen. Viskositätsindexverbesserer sind allerdings bei jedem Motorenbasisöl in nahezu gleichem Maße nötig um die gleiche kalt - warm Eigenschaften zu erreichen.


Teileklaus hat geschrieben: Nehme ich mal Ravenol : 0W30 Super Synthese dann steht dort Hydro Crack Öl , das suggeriert doch hier ein Vollsynthese Öl zu haben?

Das ist auch das Ziel vom Marketing auf den du offensichtlich, wie viele andere reingefallen bist, wahrscheinlich ein sehr gutes Öl, es ist aber trotzdem per ursprünglicher Definition kein vollsynthetisches Öl.


Teileklaus hat geschrieben: Aber die Motoren vertragen alles .. sogar 3 fachen KM Intervall wie wir lesen können.

Wolltest du da wieder deine Meinung äußern?!
Nochmals es steht viel Blödsinn und auch absichtlich verwirrendes geschrieben, und auch was sie im Fernsehen sagen entspricht nicht immer der Wahrheit. :shock:

Jetzt habe ich mich schon wieder hinreißen lassen einen Beitrag zu schreiben! plemplem
Ich bleib jetzt mal lieber beim bier sonst pc2

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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon ike » 22.02.2021, 15:19

1 : 0 nach Österreich
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Hätte nicht gedacht das das Thema noch mal so spannend wird.
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon Teileklaus » 22.02.2021, 20:13

ich hatte bereits geschrieben dass manche " Vollsynthetische" eben HC Öle sind, und das auch mit dem link von Ravenol gestützt, wo dann im Kleingedruckten zugegeben wird, es ist HC Öl aber Syn eben Vollsynthese suggeriert, ich bin darauf nicht hereingefallen.
Sonst hätte ich das nicht in Gänsefüs chen gesetzt gehabt.

Für mich ist ein 10 W60 mit M3 Norm die Spitze der Qualität bei Ölen die keine Jaso norm brauchen wie die Luft / öl Boxer.
Solche Tuning Motoren laufen mitnichten nur auf der Rennstrecke sondern sind zugelassen und haben auch viele Kaltstarts, die ein 60 er Einbereichsöl ungeeignet erscheinen lassen.
Bei Divinol kann man die Einteilung sehen. Da sind selbst beim Vollsynthesch bezeichneten Öl ein beträchtlicher Teil an sonstigem UBO Öl.
Aber 100 % PAOkann ja nie sein : weil laut Wikie https://de.oelcheck.com/wiki/umstieg-auf-synthetikoel/ VS Öle zusätzliche Öle brauchen die die Zusaätze in Lösung halten.

Der Streit was Vollsynthese heißen darf, betraf ein Voll Syn dekariertes Öl, das nur 45,3 % PAO enthielt.. Der Beklagte unterlag. OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.01.2008 - I-20 U 46/05

Nachdem bei Harry Spaar der Motor auch den Dreifachen Intervall hält, ist der Beweis erbracht, wenn schonend warm gefahren und Leistung nicht gefordert, es möglich ist.
Ich würde es nicht, und jeder kann da machen was er will.
Woran soll sich der Kunde halten?
Die Normen taugen nach deiner Aussage fast alle nichts, nicht mal Vollsynthetisch ist 100% Und die Hersteller legen oftmals nicht mal die HTHS Werte offen. Die Hersteller sagen das 100 % VS nicht geht.
Bleibt A2/A3 / B2/B3 / E2/E3/E4/E5
3,5 mPa·s (hoher HTHS-Wert) sich nach möglichst hohen Werten umzuschauen, aber da ist wieder die Ölbad Kupplung im Wege.. Die rutscht bei Superflutschi..Jaso Norm ist begrenzend.

Das nun Gute HC und Esteröle die PAO Vollsinthetischen überflügeln sollen ist mir unbekannt..

Mit Verdickern meinte ich Viskositätsverbesserer, sorry falscher Ausdruck.
Gut dass das Forum dich hat. Da schwingt Herzblut mit bei der Ereiferung.
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon Lardlad » 23.02.2021, 07:54

Letztes Wort...No comment...
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Re: Eine Öl(glaubens)frage

Beitragvon edgar08 » 23.02.2021, 08:59

Moin,

da es hier eh um einen "Glauben" geht und derdiejenige welcher von diesem überzeugt ist, sich auch durch Fakten bei Zeiten selten beirren lässt (das hat der Glaube so an sich), ist es bei der wahnsinnigen Wechselmenge von 3L (bei Wechsel mit Filter) eh hinfällig hier über Spareffekte zu reden. Der überwiegende Teil der Besitzer fährt den Hobel eh zum Spaß haben.

Von daher kann man auch ruhig etwas mehr Geld für das Öl abdrücken und damit sein Gewissen beruhigen.

Ich nehme mich selber davon nicht aus. Bin absoluter Verfechter von den Motul Ölen. Druckaufnahme, Scherfestigkeit und Temperaturstabilität sind echt Oberklasse. Bei der F800S nicht so wichtig, aber auf meine R1100S (Luft-Öl-gekühlt, ohne el. Lüfter) kann das nach oben schon mal kritisch werden. Früher bei meiner KTM LC4 640EGS-E (noch Vergaser) hab ich auch nur das 300V gefahren und nach Betriebsstunden gewechselt und bei ner Endoskopvisite im Brennraum keinerlei Spuren festgestellt - konnte Glück sein. Aber mein Gewissen ist beruhigt.

Vielleicht würde da auch ein günstigeres reichen... aber Konfuzius sagt "eine Hobby welches kein Geld kostet taugt nichts" arbroller

Kann eh jeder machen wie er/sie möchte, solange es sich für ihn/sie richtig anfühlt.
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