RDC (reifendruckkontrollsystem)

Die neue F800S + F800ST + F800GT im allgemeinen.

RDC (reifendruckkontrollsystem)

Beitragvon motorjogger » 17.07.2007, 09:35

Hi Leute,

bei meiner letzten Italien-Reise bin ich in eine Schraube gefahren. Der Reifendruck entwich nur langsam, so daß ich immer genaustens Informiert war.
Blöd nur das Samstag Abend war. Sontag Geschäfte zu und Montag in Italien nur bedingt geöffnet.
Habe aber glücklicherweise eine Reifenwerkstatt am Montag ausfindig gemacht die mir den Reifen mit einem Reparaturset flickte für 5€.

Reifendruck hält immer noch. Mittlerweile 2000 km gefahren. Ich fahr den Reifen bis er rund ist.
RDC hat sich als sinnvolles erwiesen.

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RDC (reifendruckkontrollsystem)

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Beitragvon hofi » 17.07.2007, 11:11

...also, meine Reifen waren von Anfang an rund :wink:
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Beitragvon F800Ferdi » 23.07.2007, 21:08

hallo motorjogger,

ich hätte nach der heimreise den reifen gegen einen neuen getauscht.
alles andere wäre mir zu gefährlich.

rdc hilft dir zwar zu sehen, ob der reifen luft verliert, aber was machst du bei hoher geschwindigkeit bei einem plötzlichen reifenplatzer?

und die schraube hat nunmal die karkasse beschädigt. selbst einen reifenhändler repariert dir so etwas nicht mehr für den dauereinsatz.

gruss
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Re: RDC (reifendruckkontrollsystem)

Beitragvon SingleR » 24.07.2016, 22:30

Ich hänge es hier mal dran... Auch wenn der Thread schon uralt ist, so hat er nichts an Aktualität verloren.

Was war passiert? Ich fuhr gestern in die Eifel. Schöne Tour, aber Schei$$-Wetter. Egal, da musste ich aus aktuell wichtigem Grund halt durch. Nachdem ich ca. 3/4 der Stecke geschafft hatte, fing plötzlich im KI das rote "Warndreieck" heftigst an zu blinken. Der Blick aufs LCD-Display verriet: Reifendruck hinten im Keller. Klasse - so mitten in der Wallachei!

Also machte ich es so ungefähr wie der Herr Sullenberger - das war der, der vor ein paar Jahren eine Boeing 737 mit zwei ausgefallenen Triebwerken im Hudson-River notgewassert hatte:

1. Ruhe bewahren
2. Schadenumfang feststellen: keine Schaube / kein Nagel im Reifen. Nach genauem Hinsehen und Hinhören eine winzige Leckstelle im Reifen (Metallsplitter - ja, ich war zuvor noch an einem Zerspanungsbetrieb vorbei gekommen... :? ).

3. Was tun? Optionen:
a) sofort Repararurstopfen einbauen - diese Möglichkeit schied aus, weil ich bei Dauerregen mitten auf der Landstraße eine Reparatur nicht wirklich sicher hätte durchführen können
b) der Herr Sullenberger kannte seine Sinkgeschwindigkeit und wusste als wie weit er segeln konnte -- ich wusste nicht, wie weit ich mit dem "Runflat-Tyre" noch kommen würde. Da Alternative a) ja schon verworfen wurde, hatte ich mir vorgenommen, analog zu Herrn Sullenberger zu ermitteln, wie weit mich der Reifen noch tragen würde. Lt. RDC hatte ich noch 2.3 bar drin, und die nächste Tanke war lt. Navi ca. 10 km entfernt. Also rauf auf den Bock und die Tankstelle angesteuert. Dabei immer das KI im Blick gehabt. An der Tanke angekommen, waren noch 2.2 bar drin.

Dann den Reifen so richtig vollgepumpt (3.5 bar) und das eigentliche Ziel angesteuert. Es waren noch ca. 25 km. Dabei aufgetretener Druckverlust ca. 0.1 bar.

Diese Erkenntnis verhalf mir zur Lösungsfindung für die heutige Heimreise:

- Fahrstrecke (schnellste Route inkl. Autobahn) knapp 200 km
- also 3.5 bar Reifendruck -- bis zu Hause würde der Luftdruck (ich hatte mind. 2.5 bar eingeplant) also reichen
- ein netter Landwirt hatte für mich extra seinen Kompressor angeschmissen, so dass ich nicht erst noch eine Tankstelle hätte suchen müssen (die ich sonst heute Morgen mit ca. 0.3 bar Restluftdruck - 4 km über schmale Landstraße hätte ansteuern müssen)

Hat alles gepasst! Ich bin wohlbehalten zu Hause angekommen.

Fazit:

1. Bisher hatte ich RDC nie so wirklich als Zusatzausstattung auf dem Schirm. Heute hatte es mir die Arbeit doch sehr erleichtert.
2. Fange erst dann an, den Reifen zu reparieren, wenn Du den Schadenumfang zuvor ermittelt hast und sicher bist, dass keine andere Option zur Verfügung steht. Denn sonntags einen Reifenhändler, der Motorradreifen repariert, ausfindig zu machen, wäre gleichbedeutend mit der Suche nach der Blauen Mauritius. Heute Morgen den ADAC zu rufen kam mir niemals in den Sinn: die Wartezeit wäre (ich habe da so meine Erfahrungen mit diesen Verein...) mindestens so lange gewesen wie die Zeit, die ich nach Hause benötigt habe.
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Re: RDC (reifendruckkontrollsystem)

Beitragvon Roadslug » 25.07.2016, 07:03

Naja, SingleR, deine Vorgehensweise hat natürlich was für sich. Aber andererseits ist das was dir unterwegs passiert ist, nämlich der extrem geringe Druckverlust, ist wohl eher die große Ausnahme. In den mit Abstand meisten Fällen wirst du mit einem perforierten Reifen nur noch ein paar 100Meter weit kommen. Da hilft dann eigentlich nur noch das Handy und die Notfall-Nummer.

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Re: RDC (reifendruckkontrollsystem)

Beitragvon SingleR » 25.07.2016, 08:56

Naja, ich würde den geringen Druckverlust nicht unbedingt als große Ausnahme betrachten. Wenn man sich einen Nagel oder eine Schraube eingefahren hat, ist es i.d.R. auch besser, den Fremdkörper drin zu lassen und vorsichtig weiter zu fahren, weil der Fremdkörper meist doch recht gut "abdichtet". Zumindest besser, als wenn ich das Ding herausziehe. Denn wenn man das macht, kommt man tatsächlich nur noch weiter, wenn man das Reparaturset (keine Dichtflüssigkeit, die Felge und Reifen versaut!) dabei hat.

Ich werde mich heute um die Reifenrepratur kümmern. Von der heimischen Garage aus zu agieren ist natürlich einfacher und komfortabler als von unterwegs aus. Ich werde wohl den Fremdkörper herausziehen, das Rad ausbauen und zum Reifenfuzzi bringen. Bis zum WE dürfte dann das Mopped wieder voll einsatzbereit sein.
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Re: RDC (reifendruckkontrollsystem)

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