Seilzuggas versus E-Gas

Die Technik der neuen F800S + F800ST + F800GT.

Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon Udo-MH » 20.12.2019, 01:46

Ja das ist allerdings wahr. Der 1. ist echt brutal lang übersetzt. Verstehe nicht wie BMW das so machen konnte. ich kann en 1. bis knapp 70 kmh ziehen bevor es in den Begrenzer geht. Das ist eine Katastrophe. Es gibt aber keine Lösung dafür. Das ist das EINZIGE was mich an der GT echt stört. Aber ich kann damit leben irgendwie.

Lieben Gruß,
Udo
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon HarrySpar » 20.12.2019, 09:49

Wenn die GT das selbe Getriebe hat wie meine S, was ich stark annehme, dann kann ich das nicht bestätigen. Finde den ersten Gang voll in Ordnung.
Harry
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon Joe » 20.12.2019, 10:42

Das mit dem abwürgen haben wir auch bei unserer Seilzuggas F800R. Ist aber so im Allgemeinen bei den 800er Fs , ist ne Abstimmungssache vom Hersteller. Wir sind 2017 eine GS mit EGas gefahren. War wirklich gut und besser abgestimmt.
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon fisch » 20.12.2019, 11:00

Hallo,
EPN Itzehoe hat geschrieben:Ich habe beim Umstieg von der K 75 zur GT mit E-Gas auch öfter mal den Motor abgewürgt. Aber nach meiner Erkenntnis nicht weil das E-Gas zu langsam kommt, sondern weil der 1.Gang eigenlich ein 2.Gang ist, verglichen mit der K 75 schon fast ein dritter. Vieeeel zu lang für meinen Geschmack. Ich musste mich echt umgewöhnen, dass erst Drehzahl da sein muss bevor die linke Hand zucken darf.

das beschreibt es. Kann auch sein das es nicht am E-Gas sondern am ersten Gang liegt.

Udo-MH hat geschrieben:Wenn ich ASC ausschalte dann geht da genau so die Post ab wie bei einem Seilzug. ASC regelt eben auch die Haftung und nimmt u.U. Gas weg um nicht aufzusteigen (Wheelie) oder zu driften.
Udo

Das wusste ich natürlich nicht, dass man das ASC auch abschalten kann. Vielleicht hätte ich dann wieder mein ST Gefühl.


Gruß, von einem Fisch
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon Gunni » 20.12.2019, 15:55

Denkt Ihr ernsthaft, dass da im Hintergrund die Electronic (ASC) beim entspannten Anfahren schon regelt? Das fühlte sich ganz und gar nicht nach drohendem Schlupf an...
Hab auch mal einen Kumpel (VTR 1000) mit der GT fahren lassen, der sich ähnlich äußerte, als er zurückkam.

Beim Auto sehe diese Technik aus Komfortgründen ja ein. Wo früher bei einem Automatik noch Einspritzmenge und Zündwinkel beim Schaltvorgang verstellt wurden, um die Maschine in dem Schalt-Augenblick kraftlos zu machen (Drosselklappe stand ja dank Seilzug permanent offen), lässt sich die E-Klappe mittlerweile vom Steuergerät mit einbeziehen. Gerade in Zeiten von Stabilitätsprogramm, Traktionskontrolle usw...
Und man spart sicher einige Bauteile, die die Leerlauf- und Kaltstartregelung betreffen!? Das kann man ja nun bequem dem E-Gas übertragen.

Und man kann so im Motorrad auch den gedrosselten Rain-Modus einbauen, wo jeder Depp in der nassen Kurve Vollgas geben kann - die Elektronik wird schon aufpassen...

Mir ist eine direkte Gasannahme aus dem Handgelenk mehr wert, als ein von dutzenden Sensoren und Aktoren abhängiger Vortrieb.

Gruß Gunnar
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon HarrySpar » 20.12.2019, 17:10

Ehrlich gesagt - ich will auch lieber selber noch Herr der Drosselklappe sein.
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon Heiko-F » 20.12.2019, 17:48

Harry....da bin ich ausnahmsweise voll bei dir.
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon OSM62 » 20.12.2019, 20:44

Heiko-F hat geschrieben:Harry....da bin ich ausnahmsweise voll bei dir.

Nöh,
meine Frau hat ewig eine F 650 GS (2 Zyl.) ohne E-Gas gehabt.
Die konnte man schon niedertourig fahren, neigte aber beim Übergang zum Beschleunigen aber immer dazu zu "Hacken".

Habe dann die F 700 GS mit E-Gas und diverse andere F 800 - Modelle gefahren. Und alle die ich mit E-Gas gefahren bin ließen sich um klassen besser dosieren, das heißt besonders wenn man in hohen Gängen langsam fahren will, um klassen ruhiger fahren.

Ich fahre am liebsten nur noch E-Gas Motorräder, weil sie dort zu 95% besonders den Übergang von Teillast/Beschleunigen besser hin bekommen.
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon Gunni » 20.12.2019, 22:26

Ich denke, dass das alles Probleme von "lieblosen" Abstimmungen von Werk her sind.
Das geht sicherlich alles harmonischer...
Wenn man die alte Vergaser F650 noch kennt und sich an das Gehacke unter 3000 U/min erinnert, ließ sich das alles mit Feineinstellung beseitigen.
Ich hab damals die Schwimmerstände korrigiert, Leerlaufgemisch angepasst usw... Siehe da, selbst der 5. Gang ist ab 2000 U/min fahrbar.

Nur schade, dass das am Einspritzer (außer die Synchronisation) nicht mal so einfach in der Garage korrigiert werden kann...

Gruß Gunnar
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon SingleR » 22.12.2019, 00:35

Gunni hat geschrieben:Wenn man die alte Vergaser F650 noch kennt und sich an das Gehacke unter 3000 U/min erinnert, ließ sich das alles mit Feineinstellung beseitigen. ... Nur schade, dass das am Einspritzer (außer die Synchronisation) nicht mal so einfach in der Garage korrigiert werden kann...

Nun, seit die Vergaser-F der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sind mehr als 25 Jahre vergangen. Da hatte sich noch kaum jemand für den Schadstoffausstoß von Motorrädern interessiert, so dass eine Vergaser-F nicht einmal Euro-1 erfüllen musste. Insofern war "Feintuning" über eine Anfettung des Gemischs (mit entsprechend horrenden HC-Emissionen) relativ problemlos möglich, ohne in Konflikt mit Zulassungsbestimmungen zu geraten. Insofern können wir heute froh sein, dass Manipulationen an der Gemeischaufbereitung an modernen Einspritzmotoren so gut wie nicht mehr möglich sind, denn anders wäre die Einhaltung der Schadstoffgrenzwerte kaum zu bewerkstelligen.

Ich habe früher an meinem VW Käfer auch die Zündung mit einer simplen Prüflampe und den Motor inkl. Leerlauf quasi "nach Gehör" eingestellt. Ich bin aber heutzutage froh, nicht mehr hinter einem solchen Fahrzeug oder auch "nur" hinter einem Vergaser-Mopped her fahren zu müssen.
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon OSM62 » 22.12.2019, 11:16

SingleR hat geschrieben: Ich bin aber heutzutage froh, nicht mehr hinter einem solchen Fahrzeug oder auch "nur" hinter einem Vergaser-Mopped her fahren zu müssen.

Muss ich auch sagen.
Mir reichen hier schon die vielen alten (30 Jahre und älter) Trecker, die hier bewegt werden.
Die stinken/qualmen das einem heute schon schlecht wird, wenn man da nur kurz hinter her fahren muss.
Auch bei Benziner-Oldtimern, auch wenn Sie schon eine Einspritzung haben, erriecht man beim hinter fahren
die unverbrannten Kraftstoffe.
Der Fortschritt hat auch Vorteile.
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon Eike » 22.12.2019, 11:23

Ich wüßte gar nicht, was ich an einem Einspritzer verstellen sollte. Alles funktioniert einfach, immer. Wer schrauben mag, kann sich doch was altes Kaufen. In dem Punkt bin ich froh, mir keine Gedanken mehr darüber machen zu müssen.
Zuletzt geändert von Eike am 22.12.2019, 12:51, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Eike
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon Gunni » 22.12.2019, 12:02

Es ging nie darum, mehr Sprit als Luft in den Brennraum zu drücken... Das wäre ja auch dämlich...

Ich hab die Vergaser einfach nach BMW Vorgaben (!) eingestellt! Für den Schwimmerstand habe ich mir extra eine Lehre gefräst, um das Sollmaß unter 0.1 mm genau zu erreichen. Den Rest mit Köpfchen eingestellt und so 53 PS und 65 Nm gedrückt. Mit einer Tankfüllung fährt sie 350km und beim Blick in den Auspuff sieht alles sehr rußarm aus. Also das Beste aus den technischen Möglichkeiten rausgeholt...

Blickt doch mal in die Auspuffe von modernen Direkteinspritzern. Da wird dir teilweise schlecht, so abartig rußen die Karren! Hurra Euro-Norm...

Zum Glück hält man ja beim Motorrad noch an der Saugrohreinspritzung fest.

Gruß Gunnar
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon OSM62 » 22.12.2019, 13:33

Eike hat geschrieben:Ich wüßte gar nicht, was ich an einem Einspritzer verstellen sollte.

Früher (also Mitte der 80er) waren Einspritzer noch einfacher zu manipulieren wie Vergasermotoren.
Wir haben damals über einen einstellbaren Benzindruckregler im Rücklauf der Einspritzung zum Tank
die erforderliche Benzinmenge erhalten. Statt 115 PS so 160 PS nach Prüfstand aus meinem GSI heraus
geholt.
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Re: Seilzuggas versus E-Gas

Beitragvon GT_FAHRER » 22.12.2019, 16:17

Ich finde den ersten Gang bei meiner GT nicht zu lang übersetzt, der ist genau richtig.

Beim E-Gas öffnet man als Fahrer nicht mehr selbst die Drosselklappen, man gibt dem Computer lediglich den Befehl
die Drosselklappen so und soweit zu öffnen.

Wie der Computer nun den Befehl umsetzt hängt vom Mapping ab.

Bei untertouriger Drehzahl wird das Mapping niemals Vollgas zulassen, da der Motor dann anfängt zu hacken. Also gibt der Computer
ganz vorsichtig langsam Gas bis er aus dem untertourigen Bereich raus ist, erst dann setzt er den Vollgas Befehl des Fahrers um.

lG Peter
Es ist nicht schlimm über 62 zu sein, es ist nur schlimm sich so zu benehmen.

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