Reifenproblem

Reifen, Freigaben, Erfahrungen.

Reifenproblem

Beitragvon kazee » 10.05.2013, 11:54

Hey zusammen,

habe mir in meinen Conti Sport Attack hinten einen Nagel reingefahren. Da ich mit dem Reifen eher mäßig zufrieden bin, wollte ich wechseln, sobald die Reifen runtergefahren sind. Der Vorderreifen ist allerdings erst etwa 1500km alt, weshalb ich es schade fände, den fast neu "wegzuschmeißen". Was wäre eure Empfehlung? Hinten nochmal nen CSA drauf und dann zusammen wechseln sobald der runter ist? Oder gleich beide tauschen? Bin unschlüssig...

Danke!
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Reifenproblem

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Re: Reifenproblem

Beitragvon leobar » 10.05.2013, 12:10

hi,

du darfst auch einzeln tauschen, auf einen anderen Reifen Hersteller deines Vertrauens...

Gruß

PS: jetzt trete ich eine Lawine los... :roll:
F 800 GT Darkgraphit...
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Re: Reifenproblem

Beitragvon HarrySpar » 10.05.2013, 12:57

Mein TÜVler hat mir das auch gesagt:
"Du hast keine Markenbindung, darfst drauftun, was du willst!"
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Re: Reifenproblem

Beitragvon Roadster1962 » 10.05.2013, 13:58

Moin,
würde auch den Hinterreifen meiner Wahl verbauen und beim Vorderrad nachziehen wenn es fällig ist. Hab ich bei meiner Aprilia auch gemacht und hatte zwischendurch sogar einen TÜV-Termin ohne Probleme.

Gruß

Christian
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Re: Reifenproblem

Beitragvon Heiko-F » 10.05.2013, 17:22

So isses,den Reifen deiner Wahl aufziehen lassen und gut ist.
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Re: Reifenproblem

Beitragvon Biger » 10.05.2013, 20:52

Servus

gib Gummi egal mit welchem Hersteller :D
Gruß Biger
und immer ein Daumenbreites Stück Gummi auf dem Asphalt
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Re: Reifenproblem

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Re: Reifenproblem

Beitragvon Skater » 11.05.2013, 07:50

Ich bin auch der Meinung, dass lediglich die Größe stimmen muss.
Jedoch hatte mein BMW-Händler bedenken, als er meine Kombination (vorne Power, hinter Road2) erneuerte.
Es wurde ausdrücklich auf der Rechnung notiert: Mischbereifung = Kundenwunsch.
Er verwies auf die Michelin Homepage, auf der diese Kombination nicht steht.

Man müsste mal mit einem Reden, woher diese Reifenbindung kommt.
Sicherlich sollte die Haftung der Reifen gleich sein. Ist vermutlich lediglich im Grenzbereich von Bedeutung.
Gruß Skater
Denn wir MÜSSEN nicht, was wir TUN!
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Re: Reifenproblem

Beitragvon jose41 » 15.05.2013, 19:47

Hallo,

nun es ist einfach so das es Reifenfreigaben und Unbedenklichkeitsbescheinigungen in Deutschland gibt.
Diese sind in den Papieren(Betriebserlaubnis) des Fahrzeuges eingetragen und sind bindend.

Hält man sich nicht daran erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges mit allen Konsequenzen. :shock:
Nachzulesen auf den Unbedenklichkeitsbescheinigungen oder in der StVZO...

Für von der Betriebserlaubnis abweichende Bereifungen gibt es Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Reifenhersteller.
Diese werde im Fahrversuch ermittelt. Diese Unbedenklichkeitsbescheinigungen sind mit dem Fahrzeug mitzuführen.

Es gibt Unbedenklichkeitsbescheinigungen von vielen Herstellern die Mischbereifung erlauben.
Einfach mal bei Conti schauen und prüfen....

Im übrigen, sollte es keine Unbedenklichkeitsbescheinigungen für die Mischbereifung Michelin (Power + PR2) geben,
so hat sich der BMW - Händler auf sehr dünnes Eis begeben.... Wenn er die Reifenkombination so montiert ist er,
genau wie der Halter, Fahrzeugführer, usw. haftbar....

Das sind die Fakten.

Aber jeder muss wissen was er tut.

Noch ne kleine Anmerkung: Es gibt sehr eifrige italienische Polizisten,
die sehr gerne deutsche Touristen kontrollieren, die Reifen anschauen....
und wenn sie ganz gut gelaunt sind und die Reifen nicht passen das Fahrzeug einfach stilllegen.

Also immer Geld für ne Zugfahrkarte mitführen. Oder für einen Reifenwechsel in Italien.... :!:

Grüßle
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am wunderschönen Neckar.......
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Re: Reifenproblem

Beitragvon Roadster1962 » 15.05.2013, 21:01

jose41 hat geschrieben:
Aber jeder muss wissen was er tut.

Grüßle


Denke mal, das ist der Kernsatz. 8)

Vielleicht verkriecht man sich aber auch samt Mopped irgendwo im Keller wo der böse TÜV nicht gucken kommt und auch keine satanischen italienischen Polizisten hinfinden.

Nur mal meine persönliche Meinung, wie Du schon schreibst...

jose41 hat geschrieben:
Aber jeder muss wissen was er tut.

Grüßle


Gruß

Christian

P.S. nicht persönlich nehmen :wink:
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Re: Reifenproblem

Beitragvon HarrySpar » 16.05.2013, 07:49

Also wenn mir zwei verschiedene TÜVler im Abstand von etwa 8 Monaten beide sagen, daß ich auf meine F800S drauftun kann, was ich will, dann tu ich auch drauf, was ich will, und bin nicht päpstlicher als der Papst.
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Reifenwahl

Beitragvon Kajo » 16.05.2013, 07:58

HarrySpar hat geschrieben:Also wenn mir zwei verschiedene TÜVler im Abstand von etwa 8 Monaten beide sagen, daß ich auf meine F800S drauftun kann, was ich will, dann tu ich auch drauf, was ich will, und bin nicht päpstlicher als der Papst.


Kannst Du ja auch und hast die Auswahl im Rahmen der jeweiligen Reifenfreigaben. Da die Unbedenklichkeitsbescheinigung mitgeführt werden muss, wirst Du keinen Reifenhersteller finden, der Dir eine Unbedenklichkeitsbescheinigung mit "Mischbereifung" eines anderen Herstellers ausstellt. Ich kann auch nur empfehlen diese Unbedenklichkeitsbescheinigung im benachbarten Ausland mitzuführen. Gleiches gilt für die vorgeschriebene Ausrüstung mit Warnweste und Verbandkasten. Von daher ist die Reifenauswahl nach meiner Bewertung nich frei sondern "markengebunden".

Gruß Kajo
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Re: Reifenproblem

Beitragvon HarrySpar » 16.05.2013, 08:48

Nein nein. Ich meine alle Reifen, die 120/70 oder 180/55 sind. Also auch die, die in keiner Unbedenklichkeitsbescheinigung drinstehen.
Mein TÜVler hat gar nicht geschaut, ob es eine Bescheinigung gibt. Er sagte, ich kann alles drauftun. Allllllllllllllllllles!

Mal ne Frage an alle:
Wurde schon von irgend einem von der Polizei (deutsch oder Ausland) eine Unbedenklichkeitsbescheinigung verlangt für die F800?
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Re: Reifenproblem

Beitragvon Mischl » 16.05.2013, 08:54

Ich habe immer wieder gehört, dass in Deutschland aufgrund der fehlenden Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit und damit verbunden höheren Risiken (Pendeln, etc.) bei Höchstgeschwindigkeit auf die Reifen-/Markenbindung zu achten ist und man daher bspw. nicht vorne einen Michelin PiPo und hinten einen Pirelli Angel ST fahren darf. Ich gehe daher auf Nummer sicher und wechsle die Reifen wie von BMW bzw. Reifenhersteller empfohlen bzw. Unbedenklichkeitsbescheinigung freigegeben.

Ich habe nur ein Leben und keine Lust dieses wegen einiger ersparter Euros zu riskieren!

Grüße
Mischl
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Re: Reifenproblem

Beitragvon shmerlin » 16.05.2013, 09:13

Ich muss HarrySpar Recht geben, sofern kein Reifenbindungshinweis in den Papieren der Maschine vorhanden ist, darf montiert und kombiniert werden was man will. Es muss nur die Reifengröße, Traglast und Geschwindigkeitindex stimmen. Dies ist übrigens seit einigen Jahren bei BMW der Fall und gilt z.B. auch für die F800. Nachzulesen auf der HP von BMW Motorrad.

Etwaige Unbedenklichkeitsbescheinigungen sind in diesem Fall nicht notwendig, es läuft halt alles wie immer im Leben auf eigene Gefahr. Wobei ich jetzt einfach mal bezweifel, dass man als normaler Fahrer überhaupt einen Unterschied bei halbwegs gleich angesiedelten Reifen merkt.

Hat man eine Reifenbindung in den Papieren muss man den Zirkus mit Unbedenklichkeitsbescheinigung und dem ganzen Trarara machen.

Mfg shmerlin
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Reifenauswahl

Beitragvon Kajo » 16.05.2013, 10:22

"Wenn der Fahrzeughersteller bezüglich Reifenauswahl Einschränkungen vorsieht, muss sich der Motorradhalter wie bisher vor der Umrüstung auf ein abweichendes Reifenmodell, das in den
Papieren oder dem Fahrerhandbuch nicht aufgeführt ist, für dieses Modell eine Unbedenklichkeitserklärung oder auch Reifenfreigabe von Motorrad- oder Reifenhersteller
beschaffen. Diese Bescheinigungen müssen ebenso wie die Fahrzeugpapiere bei Motorradfahrten mitgeführt werden. Eine Vorführung des Motorrades bei einem Sachverständigen (z.B. TÜV, Dekra, GTÜ, ….) und/ oder eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere ist beim Vorliegen einer Unbedenklichkeitserklärung nicht erforderlich, außer es wird in der Bescheinigung gefordert"

Quelle: http://www.adac.de/_mmm/pdf/Motorradrei ... _29840.pdf

Gruß Kajo
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