F800S Auffahrunfall

Alles was noch mit der F800S + F800ST + F800GT + F800GS und der F800R zu tun hat.

F800S Auffahrunfall

Beitragvon FritziFuxxi » 22.08.2023, 15:42

Moin,
So, jetzt habe ich eine Frage an die Unfallexperten…
Mir ist heute morgen, als ich an einer Ampel stand, einer mit dem PKW hinten drauf gerollt. Ich hab’s nur leicht gemerkt, er gar nicht. Wir standen beide, er wollte seine Scheibe sauber machen, hat dabei wohl den Bremsfuß gelupft und die Karre rollte los. War nicht sonderlich stark, offensichtlich ist nur mein Nummernschild etwas verbogen, Am Auto ist nichts kaputt, gerissen oder verbogen, nur die Spuren vom Reifen sichtbar.
Bei der Weiterfahrt konnte ich auch nichts feststellen, Geradeauslauf, Kurvenverhalten wie immer, Freihändig fahren auch ohne Probleme möglich, Laufruhe usw ohne Auffälligkeit.
Ich möchte trotzdem checken lassen, ob das Radlager, Schwinge, Schwingenlager nicht doch was abbekommen haben, was sich erst später bemerkbar machen könnte.
Nun die Frage, wen sollte ich dafür beauftragen, den Freundlichen, eine auf BMW spezialisierte freie Bude (die sind echt gut mit BMWs) oder einen Sachverständigen / Gutachter?
Was meint die Community, wer hat hier Erfahrungen?

Danke schon mal,
Immer oben bleiben!

Tom
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon Eckart » 22.08.2023, 16:57

FritziFuxxi hat geschrieben:eine Frage an die Unfallexperten…
Mir ist heute morgen, als ich an einer Ampel stand, einer mit dem PKW hinten drauf gerollt. Ich hab’s nur leicht gemerkt,
...
offensichtlich ist nur mein Nummernschild etwas verbogen
...
Bei der Weiterfahrt konnte ich auch nichts feststellen, Geradeauslauf, Kurvenverhalten wie immer, Freihändig fahren auch ohne Probleme möglich, Laufruhe usw ohne Auffälligkeit.
Ich möchte trotzdem checken lassen, ob das Radlager, Schwinge, Schwingenlager nicht doch was abbekommen haben, was sich erst später bemerkbar machen könnte.
Nun die Frage, wen sollte ich dafür beauftragen
Ich bin nur insofern Unfallexperte, als ich sowas Ähnliches vor mehr als 20 Jahren auch schon mal hatte (damals keine BMW). Da es keine offensichtlichen Schäden gab, hatte ich nichts weiter unternommen. Ich frage mich natürlich, welchen Belastungen Radlager, Schwinge, Schwingenlager augesetzt gewesen sein sollen, wenn Du's nur leicht gemerkt hast. Da sind doch die Belastungen im Fahrbetrieb um vieles höher. Wenn nun jemand unter diesen Umständen doch etwas an Radlager, Schwinge, Schwingenlager finden sollte, muss man vermuten, dass die Ursache nicht dieser Unfall war.

Da ich bei dem von Dir beschriebenen Unfall nicht dabei war, kann ich meine Aussage natürlich nur von Deiner Beschreibung ableiten. Ich kenne mich im Versicherungsrecht zu wenig aus um sagen zu können, ob man auf den Kosten überflüssiger bzw. übertrieben aufwändiger diagnostischer Maßnahmen sitzen bleiben würde, wenn eine Versicherung diese als offensichtlich unbegründet zurückweist, aber eine Werkstatt hat wahrscheinlich mehr Erfahrung im Rahmen der Reparatur von Unfallfahrzeugen.

Etwas anders wäre es, wenn es wie bei einem anderen Unfall wäre, bei dem ich gegen ein wendendes Auto gefahren war. Ich kam zwar zu Fall, aber auf den ersten Blick war sonst wenig passiert, aber durch die strukturelle Belastung beim Frontalaufprall gab es eine klemmende Bremse und später von der Werkstatt festgestellt einen leicht verzogenen Rahmen. Die gegnerische Versicherung hatte dann auf Basis der Werkstattangaben reguliert.
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon FritziFuxxi » 22.08.2023, 18:19

Hallo Eckart,
Danke für Deine Antwort.
Ich sehe das Ganze sehr ähnlich, ich bin generell auch dagegen, unnötig Aufwand und Kosten zu produzieren.
Auch, dass bestimmte Belastungen im Fahrbetrieb höher sind steht außer Frage.
Dennoch: Die Kraft im Falle des Unfalls verlief waagerecht von hinten nach vorne. Das Radlager ist sicherlich für diese Art von Belastung ausgelegt. Ob aber das Schwingenlager diese Richtung abkann… Auch die Schwinge selbst ist sicher nicht für eine Stauchung ausgelegt. Wie gesagt, mir geht es in erster Linie darum, den richtigen Fachmann zu konsultieren, eben Fachwerkstatt oder Sachverständiger.
Oh Mann, wie mich das ärgert…

Grüße,
Tom
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon HarrySpar » 22.08.2023, 21:28

Tom, fahr einfach unbekümmert weiter.
So wie Du diesen "heftigen Aufprall" gegen den Hinterreifen beschreibst, ist das Null und Nichts an Belastung für irgend ein Bauteil an Deinem Motorrad.
"Ich hab’s nur leicht gemerkt, er gar nicht." Überleg mal - wenn ein Motorrad so einen klitzekleinen Schubser direkt von hinten gerade gegen den Reifen nicht aushalten würde - so ein Motorrad würde schon auseinanderfallen, wenn man es nur über einen Kieselstein drüberschiebt.
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon Lardlad » 24.08.2023, 09:48

Im Zuge des "Hinterachs-Rückrufs" wurde der festgegammelte Achsträger von "Fachleuten" im Motorrad Zentrum am Frankfurter Ring, wie ich durch die Schaufensterscheibe zwischen Bistro und Werkstatt beobachten konnte,, mit dem achtpfündigen (grobe laienhafte Schätzung) Mottek aus der Einarmschwinge der F800ST rausgeprügelt... rechtwinkelig zur üblichen Belastungsrichtung.

Bei einem damaligen (2013 oder 2014) Bruttostundensatz von um und bei 160 € kann ich ja wohl davon ausgehen, dass die Arbeiten im Motorradzentrum am Frankfurter Ring von Fachkräften ausgeführt werden, und das ganze Prozedere somit auch seine Richtigkeit hatte.

Insoweit wäre ich bei so einem "Bumserchen" unbesorgt.
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon Mopedfan71 » 24.08.2023, 11:12

Um so etwas einschätzen zu können (ohne Gutachter zu sein) müsste man dabei gewesen sein. Von der Schilderung ausgehend würde ich von "Pillepalle" reden
Eine Werkstatt aufsuchen, die die Lager befühlt und dir besser raten kann, ob ein Gutachten sinnvoll ist, kann dennoch nicht verkehrt sein.
Die frühen S/ST hatten eh ein Problem mit dem Hinteradlager. Wenn dies kostenintensive Verschleissteil bei Bedarf durch einen Versicherungsfall gedeckt wird, wäre das nicht unangenehm.
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon FritziFuxxi » 24.08.2023, 11:50

Hallo,
@ Harry, das würde ich sehr gerne tun, aber es lässt mir kene Ruhe...
@ LardLad, wenn die mit dem Dolmetscher die Schwinge seitlich bearbeitet haben, dann lässt das schon ein Stück weit blicken, wie stabil Schwinge und vor allem Schwingenlager und Motorlager (ist ja hier alles miteinander gekoppelt) aufgebaut sind. Plus, haben die ja direkt, ohne Dämpfung, gearbeitet, bei mir hat immerhin noch der Reifen mit seiner Luftfüllung zumindest die groben Stöße raus genommen. und es ging alles in eine Richtung, wo ohnehin größe Kräfte wirken (beim Beschleunigen zerrt ja der Riemen di Schwinge nach vorne)...
@ Moppedfan, die Hinterachsaufnahme wurde seinerzeit wohl getauscht, zumindest steht sowas in einer der Rechnungen, die ich zum Bike bekommen habe, darauf habe ich u.a. beim Kauf geachtet. Wobei... der Tausch im Zuge Versicherungsfall müsste dann auch (zumindest zum Großteil) den Riementausch mit abdecken... nö, ich lass das alles wie es ist.
Mein Schrauber soll es sich anschauen und meine Version anhören, und der sagt mir dann wie weiter...

Danke Euch schon mal,
Grüße,
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon HarrySpar » 24.08.2023, 13:02

Also wenn dein Schrauber was anderes sagt als "bedenkenlos weiterfahren", dann red vorher nochmal mit uns.
Denn dann stimmt mit deinem Schrauber was nicht. Oder will nur ein Geschäft machen. winkG
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon GT_FAHRER » 24.08.2023, 13:35

Mir ist vor ein paar Jahren mal ein PKW am Stopschild auf meine R1150RT draufgefahren und dieser Aufprall war wesentlich heftiger als das was Du beschreibst.

Da war weder am Kardan noch am Radlager oder Felge was dran.


Der Aufprall war so heftig das ich eine Rolle rückwärts vom Motorrad gemach habe und das Motorrad dann führerlos ein paar Meter weitergerollt ist der folgende Umfaller des Motorrades hat dann zu heftigen Schäden geführt
aber wie gesagt am Kardan oder Radlager und Felge war nichts dran.


MfG Peter
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon HarrySpar » 24.08.2023, 19:41

Na also! Bedenkenlos weiterfahren!
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon FritziFuxxi » 30.10.2023, 21:55

Guddnaaahmd!
So kurzes Update zum Fall:
Schrauber meinte, Mechanik sollte kein Thema sein, er würde aber den Reifen tauschen weil da kann man nicht reinschauen.
Also, Angebot erstellen lassen, und ab dafür zur Gesellschaft. Die sich die ersten 2 Wochen nicht gemeldet haben, erst auf einen Anruf meinerseits bekam ich eine Schadensnummer… Hinhalten lautet die Devise.
Dann, relativ schnell, die Antwort, ich solle Fotos von den Beschädigungen am Reifen machen, sie können sich nicht vorstellen, dass der was abbekommen hat.
Also gut, dann eben ab zum Freundlichen und Schadenmanagement angeschubst, großes Kino mit Gutachten, Rechtsanwalt, neues Kennzeichen, Ummelden, Reifentausch mit allem gebummel und Aufwandsentschädigung. Gutachter bestätigte dann, dass dem Bike mechanisch nix fehlen kann, er es aber als nicht verkehrssicher einstuft weil die Karkasse des Reifens beschädigt sein KANN aber das nicht feststellbar ist. Naja, der Sachbearbeiter hat seinen Job erfüllte, statt 160,- müssen sie jetzt knapp 400 regulieren, Glückwunsch.

Grüße,
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon Lardlad » 31.10.2023, 07:18

.....und die Arbeitszeit des Sachbearbeiters ist da noch nicht drin...ich quengle mittlerweile bei Versicherungen sehr hartnäckig unter dem Motto " keep'em busy"...irgendwie habe ich immer noch eine Rückfrage, die die beantworten müssen....so werden aus Minuten irgendwann Stunden... :D

Ich teile denen auch gerne mit, dass das augenblickliche Ergebnis nicht zufrieden stellt. Im gleichen Zuge stelle ich weitere, ggfs. anwaltlich unterstütze Schritte in Aussicht.

Ich versuche den Grad an "Lästigkeit" (gerne auch mit angemessener, aber enger Fristsetzung) hoch zu halten.
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon FritziFuxxi » 31.10.2023, 07:31

Stimmt! Der will ja auch noch Geld dafür, dass er seinem Unternehmen geschadet hat… Andererseits, ich möchte nicht wissen, wie oft die damit durch kommen, und dann rentiert sich der Mann wahrscheinlich irgendwann… Stichwort querfinanziert oder Mischkalkulation.
Schönen Tag noch
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon HarrySpar » 31.10.2023, 08:00

Gratuliere zum neuen Reifen.
Aber dem alten hat garantiert Null und nix gefehlt. Wäre ja der Wahnsinn, wenn ein Reifen so einen leichten Schubser von hinten nicht verkraftet.
Bei jeder Fahrt über eine Schotterstraße bekommt der Reifen Hundert solche Schubser.
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Re: F800S Auffahrunfall

Beitragvon GT_FAHRER » 01.11.2023, 20:52

Dann müsste man ja bei jedem durchfahrenden Schlagloch den Reifen wechseln, denn da ist die Belastung für den Reifen bestimmt wesentlich höher.


LG Peter
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