Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Alle Infos rund um die F 900 R und F 900 XR.

Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon Joe » 11.07.2021, 22:00

Ich sehe es wie Tanke. Zwischen 50 und 100PS klafft eine Lücke. Viele Südeuropäer fahren genau solche bikes.
Moto Guzzi V7 und TT.

Über 115PS gibt es höhere Klassen, da braucht es meiner Meinung nach nicht noch 800er oder 900er.
Und klar, dass die dann teurer sind.
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon Christoph M » 11.07.2021, 22:15

excorto hat geschrieben:


Alle Motorräder haben die bekannten Vor- und Nachteile


Gruß Rainer


Hallo Reiner

Und die Unterschiede sind zwischen den Mopeds relativ groß. Das hast Du bei Deiner Probefahrt mit Z 900 gemerkt . Es ist
nicht leicht 2 Zyl.mit 4 Zyl. zu vergleichen und dann sich noch für ein Moped zu entscheiden. Die Motorradwelt
interessiert mich, deshalb fahre ich auch ab und zu andere Bikes, was mir hilft wieder andere Motorradfahrer besser zu
Verstehen.

Gruß Chris winkG
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon pschlosser1982 » 12.07.2021, 09:44

Tanke hat geschrieben:Das finde ich auch etwas merkwürdig.
900ccm und über 100ps sind „nur“ noch Mittelklasse.
Im Grunde ist bei BMW die 850er/900er das Einstiegsmotorrad (Die 750er ist eigentlich ne 850er mit etwas gedrosselter Leistung).
Darunter gibt es bei BMW nur die 310er. Selbst wenn man die jetzt als Einsteigermotorrad zählen würde (was ich nicht mache, da sie mit nur 34ps und als für den Asiatischen Markt konzipiertes Motorrad bei uns nicht mal als richtiges A2 bike zählt), klafft da ein großes Loch zwischen 310ccm und 850ccm.
Ich vermisse da auch irgendwie etwas mit z.B. 600ccm oder 50-70ps rum, bei geringem Gewicht und super Handlichkeit.


Sehe ich genauso. 900ccm und über 100 PS gelten nur noch als Mittelklasse, weil die größten Bikes mittlerweile bei über 200 PS sind. Das ist zwar völlig sinnlos, weil die Leistung dieser Bikes im relevanten Bereich sogar niedriger ist, als vorher, aber führt natürlich auch in den unteren Klassen zu einem Streben nach höheren PS-Zahlen im Fahrzeugschein. Gerade der V4 Motor in der Streetfighter und Multistrada ist für mich hierfür ein Paradebeispiel. In der MSV4 leistet der Motor 170 PS und bietet über das gesamte Drehzahlband deutlich mehr Nm als der V4 im Streetfighter mit 208 PS. Ein Streetfighter mit dem Motor aus der MSV4 wäre der aktuellen Streetfighter Generation auf der Landstraße deutlich überlegen. Echt bescheuert wohin diese sinnlose PS-Protzerei auf einem Fahrzeugschein führt. Hauptsache bei 50.000 U/min mal kurz für eine Millisekunde 500 PS erreichen und ansonsten nicht aus dem Quark kommen.

Dein Argument, dass es quasi keine echte Mittelklasse mit 500 ccm und mit bis zu 70 PS gibt, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das Gewicht ist beim Motorradfahren überbewertet. Die F900XR fährt sich wie ein Kinderfahrrad. Einfacher ist das Handling nur auf einer R1250GS. Durch die Konstruktion der Motorräder in Richtung Reiseenduros und Crossover-Modellen mit ihren breiten Lenkern und aufrechten Sitzpositionen (führt zu einfachem Handling) ist es einfach nicht mehr notwendig "echte" Mittelklasse-Bikes zu bauen. Ich halte auch Maschinen wie die RS 660 und 660 Tuono für Totgeburten. Schauen gut aus, aber gerade bei der Tuono wurde in vielen Tests das Handling bemängelt. Einfach weil es von der Grundkonstruktion ein Superbike ist. Die sind zwar in Kurven stabil, aber auch schwieriger in Schräglage zu bringen. So viel dazu, dass leichte Bikes mit kleinen Motoren handlich sein müssen. Die Tuono 660 wiegt vollgetankt 183 kg. Nicht handlich und wenig Hubraum mit wenig Nm. Fährt sich bestimmt super. Nicht. Für ein paar Instagram-Stars, die mit ihren Fotoshootings ihre 1.500 Fans beeindrucken wollen, reicht es wohl. Für mehr nicht.

Ich glaube, dass in 1-2 Jahren der Gebrauchtmarkt von 600er Modellen überschwemmt wird. Fast niemand wird so ein Bike wirklich langfristig als Erstbike behalten.

Christoph M hat geschrieben:Hallo

Ich wollte den Ordner Reiseenduros schon vor längere Zeit aufteilen und neuen für Reisesportler wie XR haben, es hat aber nicht geklappt. Ich glaube keiner wird sauer wenn irgendwann
im Ordner Reiseenduro eine XR auftaucht. Die große Schwester S 1000 XR ist schon da.


Die XR ist keine Reiseenduro, sondern ein Crossover. Reiseenduros haben höhere Fahrwerke und zeichnen sich z.B. durch ein größeres Vorderrad aus. Crossover-Modelle haben zwar die Sitzposition von Reiseenduros übernommen, aber verzichten auf ein Fahrwerk, das auf Offroad ausgelegt ist. Außerdem verfügen sie in der Regel über einen sportlich abgestimmten Motor. Die Crossover-Modelle sind im Prinzip die modernen Sporttourer.

Christoph M hat geschrieben:Die Duke hat auch zwei Zyl. mit Hubzapfenversatz, deshalb kann man sie am besten mit F9R vergleichen. 4 Zyl. mit 2 Zyl. ist schon schwieriger wie Z900. Ich würde hier am liebsten
die Mopeds wegen Zylinder auf zwei Gruppen trennen, das wäre aber kompliziert.


Motorräder nach ihrer Motorenkonstruktion aufzuteilen ist nicht zielführend. In den jeweiligen Motorradklassen haben schon immer unterschiedliche Motorenkonzepte um die Gunst der Käufer geworben.

Das was Motorräder in unterschiedliche Klassen aufteilt ist zum einen die grundsätzliche Konstruktion des Bikes (Naked, Sportler, Crossover etc.) und der Preis. Der Preis entscheidet letztendlich welche Modelle man sich als Käufer anschaut und miteinander vergleicht. Beispiel: Ich möchte gerne ein Naked-Bike kaufen und habe ein Budget i.H.v. 10.000 EUR zur Verfügung. Wenn Honda nun eine CB1000 mit 160 PS für 10.000 EUR anbietet, würde das Bike genauso infrage kommen wie eine Tuono 660 mit 95 PS für 10.000 EUR. Gut die CB1000 kostet keine 10.000 EUR, sondern 13.000 EUR. Aber vom Grundprinzip ist das so. Man muss doch nur überlegen, wie man selbst bei einem Motorradkauf vorgehen würde. Ich schließe doch nicht eine bestimmte Motorenkonstruktion bereits im Vorfeld aus. Ich habe eine bestimmte Vorstellung von meinem nächsten Motorrad und dessen Eigenschaften (Naked, Reisetauglichkeit, Ergonomie, Durchzug etc.) sowie ein Budget. Dann gehts los und schaue mich um, fahre zum Händler, schaue mir das Motorrad an und mache eine Probefahrt. Das heißt die Eigenschaften spielen die entscheidende Rolle und nicht die Konstruktion.
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon Joe » 12.07.2021, 11:26

pschlosser1982 In den meisten Punkten stimme ich dir zu.
Die streetfighter v4 aber hat fulminante Durchzugswerte und fährt vmax =270kmh
Es kommt auf die gesamtübersetzung an. Das ist ein Sportmotor der aber kräftig ist mit einem Riesen Drehzahlband.
Die Multi ist ein anderes Konzept, da hat der Motor mehr Drehmoment und ist nicht so drehzahlgierig, eben entspannter.
Mehr Drehmoment am Motor heißt nicht mehr Kraft am Rad. Kommt auf die Übersetzung an.

Die streetfighter v4 hat aber soviel Power! dass man die ersten 3 Gänge eh leistungsreduziert hat, heißt Drehmoment Kappen. Im 6. Gang 2,8 sec. ! zwischen 60-100kmh.

Für mich spielt das Gewicht schon eine Rolle. Die 850er GS ist z.b. doch recht pummelig.

Es gibt Leute denen reichen 100PS.
Der Boxer hat 136PS, S1000xR um die 168PS. Da ist für jeden was dabei. Unter 100ps kaum.
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon pschlosser1982 » 12.07.2021, 12:29

Joe hat geschrieben:pschlosser1982 In den meisten Punkten stimme ich dir zu.
Die streetfighter v4 aber hat fulminante Durchzugswerte und fährt vmax =270kmh
Es kommt auf die gesamtübersetzung an. Das ist ein Sportmotor der aber kräftig ist mit einem Riesen Drehzahlband.
Die Multi ist ein anderes Konzept, da hat der Motor mehr Drehmoment und ist nicht so drehzahlgierig, eben entspannter.
Mehr Drehmoment am Motor heißt nicht mehr Kraft am Rad. Kommt auf die Übersetzung an.


Ja, ich weiß, dass Ducati bei der Streetfighter zu einigen Tricks (u.a. Übersetzung) gegriffen hat, um die > 200 PS auf dem Papier werbewirksam zu erhalten und gleichzeitig den Durchzug aus dem Drehzahlkeller nicht zu schlecht werden zu lassen. Allerdings ist das nicht ganz geglückt. Siehe hier: https://www.1000ps.de/testbericht-30068 ... -vergleich

"Das ist die eine Seite vom Streetfighter: Wer sie sportlich fährt kriegt die volle Dröhnung vom Ducati Superbike Herz. Die andere Seite der Maschine erlebt man wenn man sie wie ein klassisches Big-Bike fahren möchte. Im direkten Vergleich mit Superduke und Z H2 kommt kein Dampfhammer-Feeling auf. Das rettet zwar den Führerschein in vielen Situationen, könnte Nakedbike Fans aber enttäuschen. Dieses Aggregat punktet oft und gerne mit seinen sportlichen Genen, hat aber auch dessen Nachteile mit im Programm: Einen wenig beeindruckenden Drehzahlkeller."

Nach einer Probefahrt mit der Streetfighter kann ich das auch so bestätigen.

Für das Modelljahr 2021 hat Ducati hier sogar nachgebessert (das 2021er Modell habe ich noch nicht gefahren), damit das maximale Drehmoment früher erreicht wird: https://www.1000ps.de/modellnews-300738 ... -mit-euro5

"Für das Jahr 2021 erfüllen alle Motorräder der Ducati Streetfighter V4-Reihe die Abgasnorm Euro 5, wobei die maximalen Leistungs- und Drehmomentwerte unverändert bleiben und nur bei unterschiedlichen Motordrehzahlen neu positioniert werden. Der Streetfighter V4 Euro 5 hat eine Leistung von 208 PS (153 kW) bei 13.000 U/min (250 U/min höher als die EURO 4-Version) und ein Drehmoment von 12,5 Kgm (123 Nm) bei 9.500 U/min (2.000 U/min niedriger als die EURO 4-Version). Erreicht wurden die Werte durch verschiedene Änderungen an der Auspuffanlage der Desmosedici Stradale und an der Motorkalibrierung."

Im Prinzip lassen sie den Motor höher drehen, um nach wie vor die 208 PS auf dem Papier zu erhalten und verschieben das maximale Drehmoment um 2.000 U/min nach unten. An diesen Änderungen sieht man schon, dass die Kritikpunkte am 2020er Modell Hand und Fuß haben. Wenn man auf dem Standpunkt steht, dass ein Streetfighter kein Naked-Bike, sondern ein leicht modifizierter Supersportler ist (hoher Lenker, weniger Verkleidung), dann geht Ducati natürlich bei der Streetfighter V4 genau den richtigen Weg und konserviert das Supersport-Feeling des Panigale-Motors auch auf der Streetfighter. Immerhin hat Ducati mit der Monster ja auch noch eine klassische Naked Bike Familie. Eventuell sehen wir ja im kommenden Jahr eine Monster V4 mit dem 170 PS V4 aus der Multistrada. Das würde mich zumindest freuen und dann könnte ich wirklich noch einmal schwach werden und wieder ins Ducati-Lager zurückwechseln.

Aber wir kommen vom Thema ab :D

Der größte Unterschied zwischen dem Boxer und der F900 ist nicht die PS-Zahl, sondern das Drehmoment. 136 PS vs. 105 PS (+30% PS) spiegeln noch nicht einmal im Ansatz den empfundenen Kraftunterschied wieder. 143 Nm vs. 92 Nm (+55% Nm) schon eher. Auch wenn ich es schon wirklich oft hier im Forum erwähnt habe, muss ich es immer wieder erwähnen: Die PS-Zahl im Schein ist völlig überbewertet. Die Drehmomentkurven sind entscheidend (am besten am Hinterrad gemessen, um alle Faktoren wie z.B. Übersetzung zu berücksichtigen). Zumindest auf der Landstraße.
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon Joe » 12.07.2021, 13:03

Der Boxer ist ein Drehmomentmonster. Ich liebe ihn.
Aber wenn man mit der F nicht glücklich ist, wird man bei bmw bestens bedient. Halt ne Frage des Geldes.
Mehr als 115Ps finde ich in der f unnötig.

Die Streetfighter ist momentan das Moped mit dem höchsten Durchzug. Da kann keine zh2, die auch gut ist und schon keine Duke mithalten. Da geht nimmer mehr. Die Traktionskontrolle regelt sich sonst tot.Ok der streetfighter Motor kommt ausm superbike.
Superduke und ZH2 sind andere Konzepte. Jeder wie er es mag. Aber besser durchziehen im letzten Gang, noch schneller beschleunigen tut keine
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon Christoph M » 12.07.2021, 15:04

Joe hat geschrieben:Bin gespannt auf deinen Bericht.



Hallo Joe

Ich bin noch warm, komme gerade von meiner Hausstrecke. Ja, das war richtige Fahrt. :D

Wo soll ich nur anfangen ?

Ja, die KTM 890 Duke ist wirklich ein sportliches Landstraßenmoped. Und bei rausbeschleunigen aus den Kurven wird das Vorderrad manchmal leicht.
Die Sitzposition ist wie bei Monster und Z 900 sehr stark vorderradorientiert und relativ aufrecht. Die Fußrasten sind sehr weit nach unten eingebaut.
Die Verarbeitung passt ist aber nicht so gut wie bei unsere F9R. Mit dem Design kann man sich natürlich streiten, aber technisch funktioniert alles gut.
Das niedriege Gewicht machen die Duke 890 sehr agil und in den Kurven präzise, aber auch hier ist unsere F9R nicht so leicht zu schlagen. Der Motorsound
ist einfach fantastisch und hat mich völlig überzeugt. Ja, KTM,s ( LC8c Motor ) gehört meiner Meinung nach zu den besten Motoren in dieser Klasse der Welt.
Das Getriebe hat mir wieder bei F9R besser gefallen. QS hat wieder bei der Duke besser funktioniert. Nur der Schalthebel und Bremspedal sind zu weit nach
innen eingebaut und hier hat auch BMW besser gearbeitet. Das Fahrwerk ist sportlich aber nicht zu hart abgestimmt. Die Gabel von WP ist nicht einstellbar
und das Federbein nur in der Vorspannung zu verstellen. Kapitel Fahrwerk geht auch aufs Konto von F9R warum ? Die F9R ist einfach Männerfahrzeug ist schwerer
lässt sich wirklich Stressfreier Fahren. Die Bremse war gut, aber auch hier kann unsere F9R mit Brembo Bremse punkten. Das Display ist nur 4.3 Zoll groß und
gut abzulesen. War der Motor Ruppig ? Nein ! Hat verdammt viel Spaß gemacht. Gänsehaut ? Ja, ich habe bei beschleunigen nicht nur Gänsehaut
aber auch feuchte Augen gehabt. :oops:

Mei Fazit ist :

KTM Duke macht verdammt viel Spaß und kann Kapitel Motor und Motorsound für sich gewinnen, aber das Fahrwerk, Fahrgefühl, Qualität, Austattung, Design, Bremse
kann Die F9R besser.

KTM Duke ist meiner Meinung nach eine Österreichische Z900 und das nur mit 2 Zyl. winkG

PS. Für die Duke 890 R brauchen wir F900 RR und sie ist bis heute noch nicht da. :(

Der Verbrauch lag laut Display 4,2 l 100/km und der 6 Gang war auch etwas länger übersetzt.

Ich freue mich wirklich mit den besten Bikes der Welt in der Klasse zu fahren. ThumbUP

Gruß Chris
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon AlpineCarver » 13.07.2021, 07:21

Ihr habt eine interessante Diskussion hier, klar dass man manchmal über andere Maschinen nachdenkt. Und man sieht doch, dass es oft einfach persönlicher Geschmack ist. Die R1250R ist z.B. für mich kein Traummotorrad, eher ein übergewichtiger Hobel (...und ich könnte sie mir leisten, war in den frühen Nullerjahren auch R1150R-Besitzer). Ich habe mir die F900R bestellt, weil ich bewusst keine 150 PS oder mehr haben wollte, diese Zeiten sind für mich vorbei. Und naked, damit ich so bei 140 nachdrücklich an meinen Führerschein erinnert werde.

Ich denke was man oft übersieht ist die eigene Gewöhnung an hohe Standards. Bin in meinen drei Motorrad-losen Wochen letztens auch von einem Händler zum anderen getigert, aber wenn man genau hinschaut bieten die oft auch nicht mehr als Design, und eben eine andere Motor-Charakteristik. Letztlich schlägt das für mich als Gesamtpaket aber keine der Ausstattungen, an die ich mich schon so gewöhnt habe dass ich sie nicht mehr missen möchte: ABS-Pro, Fahrmodi-Pro, das ESA-Fahrwerk, der Keyless-access. Lauter echt gute Sachen die mit einem großen Autohersteller im Rücken sogar zuverlässig funktionieren.

Also, ich finde im Vergleich hält sich die F900R in der rennstrecken-freien Wirklichkeit doch sehr gut, wem die „Emotionen“ fehlen, der kann sich natürlich auch bei den „Ducati People“ einkleiden winkG

Siggi
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon Kajo » 13.07.2021, 09:05

AlpineCarver hat geschrieben:Ihr habt eine interessante Diskussion hier, klar dass man manchmal über andere Maschinen nachdenkt. Und man sieht doch, dass es oft einfach persönlicher Geschmack ist. Die R1250R ist z.B. für mich kein Traummotorrad, eher ein übergewichtiger Hobel (...und ich könnte sie mir leisten, war in den frühen Nullerjahren auch R1150R-Besitzer). Ich habe mir die F900R bestellt, weil ich bewusst keine 150 PS oder mehr haben wollte, diese Zeiten sind für mich vorbei. Und naked, damit ich so bei 140 nachdrücklich an meinen Führerschein erinnert werde...


Das sehe ich auch so und bin aktuell am Überlegen was dann in der neuen Saison 2022 bei mir in die Garage rein soll. Eine leichte 800er mit ca. 90 PS reicht auch mir völlig aus. Wichtig wäre mir allerdings ein gutes Kurven-ABS.

Gruß Kajo
Beim Tanken setzte ich den Helm ab und eine Mund-Nasen-Maske auf.
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon Tuebinger » 13.07.2021, 10:38

Kajo hat geschrieben:
Eine leichte 800er mit ca. 90 PS reicht auch mir völlig aus. Wichtig wäre mir allerdings ein gutes Kurven-ABS.

Gruß Kajo


180kg

Das war schon vor 40 oder noch mehr Jahren die "Faustformel" für ein richtig gutes Landstrassenmotorrad: 2 Zylinder, 800ccm, 80PS/80Nm, 180kg.

In die heutige Zeit übersetzt: 2 Zylinder, 900ccm, 115PS/100Nm, 180kg.

Gruß vom T.
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon pschlosser1982 » 13.07.2021, 11:21

AlpineCarver hat geschrieben:Ich denke was man oft übersieht ist die eigene Gewöhnung an hohe Standards. Bin in meinen drei Motorrad-losen Wochen letztens auch von einem Händler zum anderen getigert, aber wenn man genau hinschaut bieten die oft auch nicht mehr als Design, und eben eine andere Motor-Charakteristik. Letztlich schlägt das für mich als Gesamtpaket aber keine der Ausstattungen, an die ich mich schon so gewöhnt habe dass ich sie nicht mehr missen möchte: ABS-Pro, Fahrmodi-Pro, das ESA-Fahrwerk, der Keyless-access. Lauter echt gute Sachen die mit einem großen Autohersteller im Rücken sogar zuverlässig funktionieren.

Also, ich finde im Vergleich hält sich die F900R in der rennstrecken-freien Wirklichkeit doch sehr gut, wem die „Emotionen“ fehlen, der kann sich natürlich auch bei den „Ducati People“ einkleiden winkG

Siggi


Das sehe ich ganz genauso. Und gut gesagt mit der "rennstrecken-freien Wirklichkeit" :D

Der BMW-Perfektionismus wird sich immer negativ auf die Emotionen auswirken. Bei Honda geht es mir ähnlich. Daher ertappe ich mich immer wieder, wie ich in Richtung Italien schiele. Denke früher oder später kommt mir wieder eine Italienerin als Zweimoped in die Garage. Mein Erstmotorrad wird jedoch immer eine BMW bleiben. Auf den hohen Standard eines BMW-Motorrads (Ausstattung, Verarbeitung, Zuverlässigkeit etc.) möchte ich nicht mehr verzichten.
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon Christoph M » 13.07.2021, 16:45

AlpineCarver hat geschrieben: Letztlich schlägt das für mich als Gesamtpaket aber keine der Ausstattungen, an die ich mich schon so gewöhnt habe dass ich sie nicht mehr missen möchte: ABS-Pro, Fahrmodi-Pro, das ESA-Fahrwerk, der Keyless-access.



Hallo Siggi !

Die BMW bietet wirklich gute Austattung auch wie Connectivity, das muss man bei der KTM zb. extra einbauen lassen. Das bessere Federbein und Brembo Bremse sind erstmal
bei der Duke 890 R zu haben. Ich finde die 900 Klasse wirklich gut und auch hier kann man glücklich werden. Die 890 R bietet zb. für 12000 EU 120 PS, die Gabel ist einstellbar und
die Bremspumpe lässt sich auch regulieren. Das sind schon sehr gute Features. Ich bin gespannt auf die neuen Mopeds. winkG

Gruß Chris
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon Christoph M » 13.07.2021, 16:53

Tuebinger hat geschrieben:








In die heutige Zeit übersetzt: 2 Zylinder, 900ccm, 115PS/100Nm, 180kg.

Gruß vom T.[/quote]

Für mich kann es auch bei 200 Kg bleiben aber 115-120 PS möchte ich einfach haben und so würde auch mein Traumbike ausehen. ( Max. 12000 EU ) ThumbUP

Vielle Grüße Chris
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon AlpineCarver » 13.07.2021, 18:09

Tuebinger hat geschrieben:In die heutige Zeit übersetzt: 2 Zylinder, 900ccm, 115PS/100Nm, 180kg.

Gruß vom T.


Yep, auf jeden Fall unter 200kg fahrfertig, dass müsste locker drin sein, auch wenn es wohl etwas teurer wäre (z.B. Alu- vs Stahlrahmen)?
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Re: Berichte - Mittelklasse - Motorräder

Beitragvon AlpineCarver » 13.07.2021, 18:12

pschlosser1982 hat geschrieben:
AlpineCarver hat geschrieben:Der BMW-Perfektionismus wird sich immer negativ auf die Emotionen auswirken. Bei Honda geht es mir ähnlich. Daher ertappe ich mich immer wieder, wie ich in Richtung Italien schiele. Denke früher oder später kommt mir wieder eine Italienerin als Zweimoped in die Garage. Mein Erstmotorrad wird jedoch immer eine BMW bleiben. Auf den hohen Standard eines BMW-Motorrads (Ausstattung, Verarbeitung, Zuverlässigkeit etc.) möchte ich nicht mehr verzichten.


Stimmt, Honda spricht mich da auch überhaupt nicht an. Bei denen kommt obendrauf noch eine etwas verwirrende Modellpolitik dazu.

Gruss,

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