Reifentausch vorne und hinten?

Reifen, Freigaben, Erfahrungen.

Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon Lardlad » 08.07.2022, 20:53

Zur Beantwortung solcher "fluiden" Fragen empfehle ich sich mal das Stück "Französische Kleinstadt" auf UTube anzuhören.
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon HarrySpar » 08.07.2022, 22:27

Der Alwin hat geschrieben: so wie der Bridgestone A41, den ich hinten nach gut über 7000 km mit noch fast 8mm Restprofil runtergeschmissen hatte, ...

Waaas? 8mm hatte der?
Das hatte mein Z6 nicht mal nagelneu. Glaub nicht mal 7mm.
Harry
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Reifenrausch

Beitragvon Kajo » 09.07.2022, 08:52

HarrySpar hat geschrieben:
Der Alwin hat geschrieben: so wie der Bridgestone A41, den ich hinten nach gut über 7000 km mit noch fast 8mm Restprofil runtergeschmissen hatte, ...
Waaas? 8mm hatte der? Das hatte mein Z6 nicht mal nagelneu. Glaub nicht mal 7mm. Harry


Der Alwin hat geschrieben:...Der Hinterreifen wäre für 2 bis 3 weitere Vorderreifen gut gewesen...


Erstaunlich - dass ein Hinterreifen für 2 bis 3 "weitere" Vorderreifen gut gewesen sein soll?

Mit reifenverschleißfahrendem Gruß - Kajo
Beim Tanken setzte ich den Helm ab.
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon HarrySpar » 09.07.2022, 13:15

Ist bei meinem Spezl mit der Honda VF 750C auch so.
2 bis 3 Vorderreifen für einen Hinterreifen.
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon Langstreckler » 09.07.2022, 17:55

HarrySpar hat geschrieben:
Der Alwin hat geschrieben: so wie der Bridgestone A41, den ich hinten nach gut über 7000 km mit noch fast 8mm Restprofil runtergeschmissen hatte, ...

Waaas? 8mm hatte der?
Das hatte mein Z6 nicht mal nagelneu. Glaub nicht mal 7mm.
Harry


8 mm sind wirklich ungewöhnlich. - Ob sich Alwin da nicht vermessen hat?
Mein neuer Michelin Pilot Road 2 hatte im Neuzustand vorne 4 mm und hinten 6 mm. Nach 6687 km sind jetzt noch 3 mm bzw. 4,5 mm übrig.
Beim Bridgestone BT023 auf der MT07 meines Sohnes waren hinten auch nur 6 mm.
Und beim Conti K112 auf meiner alten Honda waren es hinten sogar nur 5,5 mm.

Gruß
Dietmar
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon HarrySpar » 09.07.2022, 19:45

Ja, glaub auch, dass die 8mm nicht stimmen können.
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon Der Alwin » 10.07.2022, 16:51

Hi.

Der A41 hatte etwas über 7700 km weg, war vorne bis zu den 1,6mm abgefahren.
Neu hatte das Hinterrad 9mm Profiltiefe.
Nach den 7700 km waren hinten noch gut über 7mm Restprofil vorhanden, da habe ich mich nicht vermessen.
Hatte die Sonderkennung G für BMW, und mit dem Reifen war ich nicht zufrieden, hab dann den 1. Satz Conti Trail Attack 3 aufziehen lassen und hatte hinten dann 7,8mm Profil im Neuzustand.
Auch der kam vorzeitig wieder runter hinten, da hatte der CTA3 knapp über 9200 km weg, hätte noch Profil für gut 3000 km gehabt, wollte aber für ein Strassentraining einen neuen Hinterreifen haben, das war mir die Sicherheit wert, vor allem, weil ich solche Strassentrainings nur mit Sozia absolviere.
Der Alwin
 
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon Der Alwin » 10.07.2022, 17:02

HarrySpar hat geschrieben:
Der Alwin hat geschrieben: so wie der Bridgestone A41, den ich hinten nach gut über 7000 km mit noch fast 8mm Restprofil runtergeschmissen hatte, ...

Waaas? 8mm hatte der?
Das hatte mein Z6 nicht mal nagelneu. Glaub nicht mal 7mm.
Harry



Der Bridgestone T30 hatte in allen Versionen (T30, T30 Evo, T30 Evo GT), die ich auf meiner R 1150R hatte, kaum 6mm am Hinterrad im Neuzustand.
Da hielt keiner 6000 km, die größte Laufleistung waren mal 5700 km, die geringste um 5500 km.
Der letzte Reifen, den ich aufziehen ließ, war der Conti Road Attack 3, der hatte nach gut 7000 km noch mehr Profiltiefe, als der T30 neu....
Ich sage, der Conti, egal, ob Road Attack 3/4 oder Trail Attack 3, sind derzeit das Maß der Dinge. Sowohl trocken als auch Naß. Und Laufleistung, wenn man mit Gas und Bremse umzugehen weis.
Kumpel von mir mit R 1250 GSA war jetzt 27 Tage unterwegs, mim LKW Motorrad nach Barcelona bringen lassen, runtergeflogen, Motorrad dort übernommen und dann Spanien, Portugal und wieder heim nach Österreich, 5200 km, Reifen neu vor Abfahrt, Conti Trail Attack 3 in V, heimgekommen vorne 1mm verloren, hinten gut 1,5mm.
Wir haben dann ausgerechnet, dass der Reifensatz bei gleichmäßigem Verschleiß vorne gut 30tkm halten müsste, und hinten gut 20tkm.
Das deckt sich mit meinen Erfahrungen mit dem CTA3, allerdings in W, da hat er vorne um gut 0,5mm weniger Profiltiefe und hinten 7,8mm zu 9mm als V.

Und genau deswegen fahre ich den Trail Attack 3 auch auf der 800GT..... Und bin voll zufrieden..
Der Alwin
 
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon Langstreckler » 01.10.2023, 19:43

Hallo allerseits!

Bei mir waren die Reifen (Michelin Pilot Road 2) jetzt auch stark unterschiedlich abgefahren: hinten noch 3 mm, vorne höchstens 1,6 mm Restprofiltiefe.

Da ich nichts wegwerfe, was noch gut ist, habe ich vorerst nur vorne den Michelin Road 5 montiert. Mit dieser Kombination - PiRo 2 hinten gebraucht (3 mm), vorne Road 5 neu (4,5 mm) – war ich die letzten 2 Tage 800 km in Oberschwaben, Allgäu, Tirol, Vorarlberg unterwegs.

Für meine Verhältnisse fährt sich das Mopped einwandfrei. Deshalb spricht für mich nichts dagegen, die Reifen erst dann zu wechseln, wenn sie „fällig“ sind. Einzige Vorgabe seitens BMW: Reifenhersteller muss vorne und hinten gleich sein.

Gruß
Dietmar
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon HarrySpar » 02.10.2023, 09:57

Servus Dietmar
Lebensgefährlich was du da machst.
Lebengefährlich!!! Würde ich nie machen sowas!!!
Harry
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon SingleR » 02.10.2023, 10:52

Langstreckler hat geschrieben:Da ich nichts wegwerfe, was noch gut ist, habe ich vorerst nur vorne den Michelin Road 5 montiert. Mit dieser Kombination - PiRo 2 hinten gebraucht (3 mm), vorne Road 5 neu (4,5 mm) – war ich die letzten 2 Tage 800 km in Oberschwaben, Allgäu, Tirol, Vorarlberg unterwegs.

Für meine Verhältnisse fährt sich das Mopped einwandfrei. Deshalb spricht für mich nichts dagegen, die Reifen erst dann zu wechseln, wenn sie „fällig“ sind. Einzige Vorgabe seitens BMW: Reifenhersteller muss vorne und hinten gleich sein.

Nun, eine Empfehlung für Deine Kombination gibt es lt. Michelin nicht. Dafür ist der PiRo2 sicher schon zu alt und aus dem Gedächtnis des Herstellers getilgt. ;-) Aber: im verlinkten Dokument spricht Michelin auch nicht mehr von "Freigaben", sondern eben nur noch von "Empfehlungen". Wenn man davon ausgeht, dass sich die beiden montierten Tourenreifen konstruktiv nicht völlig voneinander unterscheiden und außerdem die Vorgabe von BMW erfüllt ist, also VR und HR vom selben Hersteller sind, wüsste ich auch nicht, was dagegen spricht, dass besagte Kombination nicht funktionieren soll.
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon HarrySpar » 02.10.2023, 12:04

Wenn man sich diese Bedingung "vorn und hinten selber Hersteller" ansieht, ist doch jedem Deppen klar, dass das alles Schwachsinn ist.
Vorn ein Sportreifen von Metzeler mit hinten einem Tourenreifen von Metzeler ist erlaubt.
Aber vorn ein Tourenreifen von Pirelli mit hinten einem Tourenreifen von Metzeler ist nicht erlaubt.
Oder wir alle kennen doch auch die teils gravierenden Unterschiede im Fahrverhalten eines neuen Reifens verglichen mit einem fast abgefahrenen Reifen!: Sowas ist auch erlaubt.
Wenn es da so genau ankäme, müssten sie doch vorschreiben, dass die Abnutzungszustände vorn und hinten höchstens 20% auseinanderliegen dürfen.
Ist doch alles Quatsch, was da veranstaltet wird mit den Reifen.
Harry
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon Mopedfan71 » 02.10.2023, 16:29

HarrySpar hat geschrieben:...
Ist doch alles Quatsch, was da veranstaltet wird mit den Reifen.
Harry

Dem würde ich mich überwiegend anschliesen, nur ist es für ein RFN/Motorrad-Hersteller doch schwierig zu sagen "kombiniert wie ihr wollt, unsere Betriebshaftplicht deckt alles"
Ähnlich dürfte auch die eigene Halftplicht/Vollkasko im Schadensfall denken.
Da wir in Deutschland sind, gilt eben: Ok ist - was geprüft ist, nicht das was sinnvoll ist. (Bsp Griffe ohne ABE)
Spieglein, Spieglein an der Wand - wer hat das schönste Moped hier im Land?
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon SingleR » 02.10.2023, 19:09

Mopedfan71 hat geschrieben:... nur ist es für ein RFN/Motorrad-Hersteller doch schwierig zu sagen "kombiniert wie ihr wollt, unsere Betriebshaftplicht deckt alles"...

Wenn wir das Ganze unter dem Schirm der Produkthaftpflicht betrachten, kann gar keine andere Lösung in Frage kommen als dass beide Reifen vom selben Hersteller stammen müssen. Mal angenommen, ein Motorrad weist nach irgendeiner x-beliebigen Kombination ein indifferentes Fahrverhalten auf, und es kommt zu einem Unfall, der auf die Reifen zurück zu führen ist: wer soll dann in der Produkthaftpflicht sein? Der Hersteller des Vorder- oder des Hinterreifens?

HarrySpar hat geschrieben:Vorn ein Sportreifen von Metzeler mit hinten einem Tourenreifen von Metzeler ist erlaubt. Aber vorn ein Tourenreifen von Pirelli mit hinten einem Tourenreifen von Metzeler ist nicht erlaubt.

Ich möchte wetten, dass sich die unterschiedlichen Reifenmodelle eines Herstellers konstruktiv weniger unterscheiden als die Reifen einer bestimmten Zielgruppe, aber von zwei unterschiedlichen Herstellern.

Und damit das Ganze überschaubar bleibt, gibt es eben die Empfehlungen des jeweiligen Reifenherstellers, also welche Kombinationen für gut befunden wurden. Damit ist man zumindest im worst case juristisch auf der sicheren Seite. Was der Einzelne daraus macht und wessen Einzelmeinung "richtig" ist, müssen wir an dieser Stelle nicht schon wieder "harristisch-missionarisch" diskutieren.
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Re: Reifentausch vorne und hinten?

Beitragvon HarrySpar » 03.10.2023, 09:59

Und wann und wo hat es jemals einen Fall gegeben, wo man sich um sowas vor Gericht gestritten hat?
Bzw. wann und wo gab es jemals einen Unfall, der auf nicht offiziell freigegebene Reifen zurückzuführen war? Also schon die korrekte Reifengröße, nur eben nicht die Typen genau so freigegeben?
Und einer, der bei "indifferentem Fahrverhalten" so weiterfährt, als sei nix los, und vielleicht sogar noch weiter das Tempo erhöht, wird immer selber Schuld sein, falls was passiert. Derartige "indifferente Fahrverhalten" waren vor 50 Jahren völlig normal. Nimmt man halt das Gas wieder etwas weg und fertig. Da brauchst sicher vor keinem Richter kommen und den Unfall auf die Reifen schieben.
Also was solls? Ein sinnloses riesiges Trara um etwas, was nie relevant ist.
Harry
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