Umbau Scheinwerfer

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Re: Umbau Scheinwerfer

Beitragvon SingleR » 01.08.2020, 13:36

ike hat geschrieben:Und in Deutschland ist es zulässig , Standlicht + Abblendlicht+Fernlicht gleichzeitig zu betreiben.

Grundsätzlich ist das richtig. Am Ende aber kommt es darauf an, was im Prüfgutachten steht. Gleichzeitiger Betrieb von Abblend- und Fernscheinwerfer ist immer dann zulässig, wenn die Scheinwerfereinheiten getrennt sind. Bei H4 ist das nicht so - weil es bei 2 bestromten Drähten in einem Glaskolben nicht lange gutgehen wird.

Bevor hier aber weiter spekuliert wird, wie "toll" die LED-Einheiten sind, mögen diejenigen, die sich die Chinaleuchten installiert haben, vor dem Verfassen ihrer Posts doch bitte erst den Scheinwerfer korrekt beim Profi einstellen lassen. ;-) Ich jedenfalls hatte vorgestern seit Langem mal wieder eine Dunkelheitsfahrt über beleuchtungslose Landstraßen - und habe alles andere als den Eindruck gewonnen, als dass der Serienscheinwerfer (mit 2x H7, davon Abblendlicht mit Standardglühlampe statt Super-Dooper-130%-Mehr-Licht-Ausführung) nur ein schwaches Licht abgibt.
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Re: Umbau Scheinwerfer

Beitragvon SingleR » 20.09.2020, 14:56

Gante hat geschrieben:Ich gebe zu, dass mich für einen Idioten zu halten die naheliegendste Erklärung ist. Aber so viel Raum für Übersetzungsfehler lässt die technische Beschreibung des Scheinwerfers eigentlich nicht. Und auch die Schaltungsdiagramme zeigen ganz eindeutig, dass die sechs LEDs der Abblendlichteinheit in zwei Gruppen von 2 und 4 LEDs geschaltet werden.

Evt. doch Übersetzungsfehler? ;-) Lt. Pons: "passing light" = Abblendlicht [4 LEDs] - "driving light" = Fernlicht [4+2 LEDs]

Ich habe mich aber auch noch einmal mit dem lichttechnischen Gutachten der spanischen Behörden (IDIADA) befasst.

Was mich wundert:

- Das Prüfzeichen auf dem Scheinwerferglas des China-LED-Teils ("C/R") besagt, dass Fern- und Abblendlicht nicht gleichzeitig leuchten dürfen. Also Prüfzeichen analog zu einem H4-Scheinwerfer.
- Das Prüfzeichen des BMW-Original-TwinH7-Scheinwerfers besteht aus dessen 2 (!): eines für das Abblendlicht und eines für das Fernlicht. Aus dem Prüfzeichen geht hervor, dass Fern- und Abblendlicht gleichzeitig leuchten dürfen ("CR" - also ohne Schrägstrich).

Und zum Vergleich: der Doppelscheinwerfer meines Pkw (gleichzeitiger Betrieb von Abblend- und Fernscheinwerfer zulässig) hat ebenfalls 2 Prüfzeichen.

Ich frage mich daher, warum der China-Scheinwerfer nur ein Prüfzeichen hat - bzw. ob er insofern überhaupt legal in Betrieb genommen werden darf, wenn nur eine Komponente ein Prüfzeichen hat.

So, und jetzt seid Ihr wieder dran! ;-)
Zuletzt geändert von SingleR am 20.09.2020, 22:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Umbau Scheinwerfer

Beitragvon Punk » 20.09.2020, 20:39

Tach Leute

Solange der TÜV / DEKRA nicht meckert & ich den Gegenverkehr nicht blende & der Scheinwerfer wesentlich heller als das Orginal ist, ist es mir egal wieviele Prüfzeichen drauf sind.
Die Chinesen bauen jedenfalls tolle Sachen :D
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Re: Umbau Scheinwerfer

Beitragvon SingleR » 20.09.2020, 22:55

Ergänzung bzw. zum anschaulichen Vergleich: die Fa. Custom-Lite, die ja auch mit dem für die F passenden Chinateil handelt, bietet ja auch einen zur F nahezu identisch aufgebauten LED-Scheinwerfer (made in China?) für die "alte" R1200GS an. Ebendieser Scheinwerfer hat 2 Prüfzeichen, wurde aber statt in Spanien in Italien ("E3") homologiert. Warum auch immer...
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Re: Umbau Scheinwerfer

Beitragvon SingleR » 21.09.2020, 22:58

.. und hier habe ich noch ein Utube-Video gefunden, das grob ab ca. 6:10 die Lichtausbeute zwischen Standard-H7- und LED-Scheinwerfer veranschaulicht.

Grob zusammen gefasst: mich persönlich überzeugt der LED-SW nicht. Gründe:

- Ausleuchtung mit LED nicht wirklich besser als mit H7 ("besseres" LED-Licht ist subjektiv - wg. höherer Farbtemperatur)
- LED-Fernlicht hellt gerade mal den Abblendlichtkegel in der Mitte auf, ohne wesentliche Leuchtweitenverbesserung
- H7-Fernlicht reichweitenmäßig etwas besser als LED (H7-Fernlicht kann mit einer "Plus-x%-Power"-Glühlampe noch merklich verbessert werden)
- H7-Abblendlicht wg. Asymmetrie mit leicht besserer Ausleuchtung am rechten Fahrbahnrand
- die etwas breitere Vorfeldausleuchtung mit LED ist eher obsolet: die Blickführung sollte sich nicht auf die hellsten Stellen konzentrieren, sondern - wie auch tagsüber - weit genug in die Ferne richten

Der LED-Scheinwerfer wäre deutlich besser, wenn man das Abblendlicht asymmetrisch auslegen und das Fernlicht etwas vorverlagern würde. So ist das Ergebnis eher enttäuschend (weil nicht "bis zu Ende konstruiert"), denn bei einem "Mitteleinsatz" von 100 W (LED) hatte ich vs. 2x 55 W H7 mehr erwartet.
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Re: Umbau Scheinwerfer

Beitragvon blackhawk2k » 14.06.2022, 12:00

ich habe den von Rucksackschwabe geposteten Scheinwerfer auch in der F650GS (Twin) der Freundin verbaut. Das Licht ist deutlich stärker, einzig direkt vor dem Rad ist es etwas dunkler, vielleicht weil es weniger Streulicht gibt? Insbesondere ist auch die Sichtbarkeit am Tag besser, was für mich neben der moderneren Optik einer der Hauptgründe für den Umbau ist. Motorrad war auch schon zum TÜV und gab keine Beanstandung.
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Re: Umbau Scheinwerfer

Beitragvon bumer_m3 » 28.06.2022, 19:02

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hab bei meiner RCP auch das China LED Headlight nachgerüstet, weil beim originalen, die Chromaufnahme schwarz geworden ist. Also ich finde es einfach genial, wie gut die das machen. Passgenauigkeit 1A, Plug&Play. Optik um einiges besser. Auch wenn alles ausgeschaltet ist, wirkt die Maschine jetzt viel moderner durch den schwarzen Hintergrund im Scheinwerfer.
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